Lerndefizite verhindern mit individueller Hilfestellung

Im Städtischen Gymnasium Sundern werden die Oberstufenschüler zu Nachhilfelehrern bei den Schülern der Klassen fünf bis sieben. Foto: Oliver Heimann

Das Städtische Gymnasium stellt sein Förderprogramm vor

Sundern. (oli)

"Besonders wichtig ist es uns, Lerndefizite bei Schülern frühzeitig zu erkennen und direkt mit der richtigen Förderung aufzufangen", erklärte Karl-Hermann Rollke, Schulleiter des Städtischen Gymnasiums Sundern. Zusammen mit den zuständigen Lehrkräften und einigen aktiven Schülern stellte er jetzt den schuleigenen Förderunterricht für Schüler der Klassen fünf bis sieben vor."In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachlehrern, die ihre Schüler sicher noch am besten kennen, klären wir zunächst, ob und warum ein Schüler nicht mitkommt", sagte die für die Koordination des Förderunterrichts zuständige Deutschlehrerin Melanie Vohle. Mit individueller Förderung als Ergänzung zum normalen Unterricht sollen Leistungsdefizite dann in Zusatzstunden wieder aufgefangen werden. Hierbei fußt der Förderunterricht des Gymnasiums auf vier Säulen:

Förderkonzept mit vier Säulen

In Ergänzungsstunden werden Schüler der fünften Klasse (zurzeit im Fach Englisch) und der sechsten Klasse (Deutsch) nach Bedarf tiefergehend unterrichtet.

Während zusätzlicher Förderstunden für die ganze Klasse (in Deutsch und Englisch) können Schüler anhand standardisierter, am einzelnen Schüler ausgerichteter Verfahren beispielsweise Rechtschreibprobleme aufarbeiten.

Im bedarfsorientierten Förderunterricht (umfasst alle Kernfächer der sechsten Klasse) wird der Förderbedarf durch den Fachlehrer ermittelt. In den Stunden werden Unterrichtsinhalte dann in Gruppen mit fünf bis acht Schülern wiederholt, individuelle Probleme aufgearbeitet und zusätzliche Übungen durchgeführt.

Die vierte Fördermöglichkeit ist die durch die Schülervertretung angebotene, systematische Nachhilfe durch eigens geschulte Oberstufenschüler. "Hierbei werden Kinder, die einer zusätzlichen Förderung bedürfen, durch ihre Fachlehrer angesprochen und dann mit einem ,Nachhilfelehrer' aus den Klassen elf bis dreizehn zusammengebracht", so die Koordinatorin Vohle. Gegen einen geringen Obolus erhalten Kinder mit punktuellen Lernproblemen Gelegenheit, diese im Einzeluntericht mit Hilfe der älteren Schüler aufzuarbeiten. Hierbei werden die Nachhilfelehrer zunächst in Pflichtseminaren in die Grundlagen des Lernens eingeführt. In Absprache mit den Fachlehrern und Zusammenarbeit mit den Eltern wird die Qualität der Nachhilfe gewährleistet. Nachhilfelehrerin Linda Appelhans (Klasse zwölf): "Toll finde ich, dass wir Oberstufenschüler, so den Unterrichtsstoff auch selbst noch mal durcharbeiten und weitere Kompetenzen durch die Unterrichtung unserer Mitschüler erlangen können."

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