Hoffnung auf "Jahrhundertwinter"

Lifte zum ersten Mal angelaufen: Skigebiet Wildewiese startet in die Saison

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Auf den verschneiten Hängen im Skigebiet Wildewiese kommen Ski-, Snowboard- und Rodelfans in diesen Tagen zum ersten Mal in diesem Winter voll auf ihre Kosten.

Wildewiese. Die Lifte surren, die „Bretter“ kratzen auf dem weißen Untergrund und ab und zu stoßen die Sportler einen Freudenschrei aus – im Skigebiet Wildewiese herrscht an diesem Wochenende wieder eine rege Geräuschkulisse. Am Donnerstag fiel der Startschuss in die neue Wintersportsaison, seitdem heißt es in Wildewiese wieder „Ski und Rodel gut!“. Nach einem arbeitsreichen Sommer blickt das Betreiberteam nun optimistisch in die kalte Jahreszeit.

„Wir gehen mit einem guten Gefühl in die Saison. In den vergangenen Monaten haben wir einiges bewegt und wollen uns nun den Lohn für unsere Mühen holen“, berichtet Alexander Dirks, der gemeinsam mit Bernd Reinstein, Markus Krämer und Markus Busche im Sommer 2016 die Verantwortung über das Skigebiet übernommen hat. 

So standen in der schneefreien Zeit unter anderem die technische Wartung und eine TÜV-Prüfung auf dem Programm. „Wir haben alles auf ein Level gebracht, mit dem man in die nächsten Jahre gehen kann. Das sind aber vor allem technische Sachen, die dem Gast nicht sofort auffallen“, erklärt Dirks. Doch auch sichtbare Veränderungen hat es im Skigebiet gegeben: Am Schomberglift wurden neue Flutlichtmasten installiert, sodass alle großen Lifte auch bei Dunkelheit laufen können. An den ersten beiden Tagen wurde das auch gleich sehr gut angenommen, zahlreiche Ski- und Snowboardfahrer machten die ersten Abfahrten in diesem Winter. 

Dass die Lifte bereits so früh zum ersten Mal laufen, damit hätten auch die vier Betreiber nicht gerechnet. Der frühe Wintereinbruch macht aber Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison: „So viel Schnee zum jetzigen Zeitpunkt hat es lange nicht mehr gegeben, irgendwas ist anders“, meint Alexander Dirks, der augenzwinkernd auf den von britischen Forschern angekündigten „Jahrhundertwinter“ anspielt. Die Schneedecke am Schomberg sei schon rund 35 bis 40 Zentimeter dick. 

Beschneiung ist "keine Utopie"

Aber auch für Zeiten, in denen der Naturschnee ausbleibt, will das Betreiberteam zukünftig vorsorgen. „Wir würden lieber heute als morgen beschneien“, berichtet Dirks. Zwar wurden im vergangenen Jahr bereits zwei Schneekanonen angeschafft, jedoch fehle es aktuell noch an der nötigen Infrastruktur, um diese auch sinnvoll einsetzen zu können. Dafür sei laut Dirks eine Investition im Millionenbereich notwendig. „Die Beschneiung ist keine Utopie, aber ein ambitioniertes Wunschziel“, meint der Mendener. 

Aktuell ist aber auch kein Kunstschnee nötig, damit die Wintersportfans aus der Region auf die Piste gehen können. Am heutigen Samstag sollen die Lifte von 9 bis 17 Uhr und von 18 bis 21.30 Uhr (Flutlicht) laufen und am morgigen Sonntag von 9 bis 17 Uhr. Auch erste Loipen für Langläufer sind gespurt. „Wie es ab Montag weitergeht, hängt von der Wetterentwicklung ab, der Temperaturbereich ist aktuell grenzwertig“, schildert Alexander Dirks. Durch eine neue eigene Wetterstation können die Betreiber hier aber auf genauere Daten zurückgreifen. 

Aktuelle Infos zu geöffneten Liften oder der Schneelage gibt es auf der Homepage und der Facebook-Seite des Skigebietes. Die Betreiber raten Wintersportlern, sich für den Newsletter anzumelden.

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