Krönender Abschluss für Oberst e.h.

Ludger Simon regiert in Sundern 

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Nach zwölf Jahren als Oberst krönte Ludger Simon seine Schützenlaufbahn mit den Königsinsignien – mit hundertprozentiger Unterstützung seiner Frau Petra.

Sundern - Ludger Simon ist neuer Schützenkönig in Sundern. Der 59-jährige Oberst e.h. holte am Montagmorgen mit dem 291. Schuss die letzten Fetzen des hölzernen Vogels der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft aus dem Kugelfang. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Petra tritt Simon nun die Regentschaft in der Röhrstadt an. Beim Schützennachwuchs sicherte sich Léon Köhnen die Würde des Jungschützenkönigs. Hier war der 215. Schuss der entscheidende Treffer.

„Amor, die Sauerländer Brieftaube“ entpuppte sich beim Schießen um die Königswürde als ein recht zäher Vogel. So dauerte es lange, bis das Schützenvolk ihren neuen Regenten feiern konnten. Was aber auch daran lag, dass sich die Beteiligung am Gewehr bis dato immer wieder eher in Grenzen hielt. Bis sich Simon, der sich bis zum vergangenen Jahr als langjähriger Oberst mit viel Herzblut für die Bruderschaft eingesetzt hatte, ein Herz fasste und – zuletzt nahezu im Alleingang – den Aar fest ins Visier nahm: „Hol den Vogel da runter, es muss einen König geben.“ Mit diesen Worten hatte ihn seine Frau Petra zwischenzeitlich ermutigt, diese Herausforderung anzunehmen und in die Fußstapfen von Wolfgang Teipel zu treten. 

So war es dann die 291. abgefeuerte Patrone, die dieses Ziel perfekt machte: „Ich freue mich riesig. Nach zwölf Jahren in Funktion als Oberst ist dies der krönende Abschluss. Ich danke meiner Petra, dass sie so hundertprozentig hinter der Sache steht.“ Beruflich Geschäftsführer beim Planungsbüro für Architektur Sender & Simon, ist der neue Regent in seiner Freizeit seit Jahrzehnten leidenschaftlicher Schützenbruder und aufgrund seiner zwölfjährigen Tätigkeit als Oberst Mitglied auf Lebenszeit im Vorstand der St.-Hubertus-Schützen. Darüber hinaus zählt Wandern zu den Hobbys des neuen Königs. Mit seiner Frau und neuen Königin Petra hat Simon mit Lena und Carla zwei Töchter. 

Beim Schützennachwuchs setzte sich Léon Köhnen als Jungschützenkönig durch (für Vollbild oben rechts klicken).

Bevor sich am Montagnachmittag der große Umzug mit Sunderns neuen Regenten - umsäumt von einem riesigen, jubelnden Schützenvolk - durch die Innenstadt schlängelte, äußerte sich der neue Regent schon einmal äußerst positiv zu den Ereignissen der ersten beiden Tage des „Fest der Feste“, bei denen sich das scheidende Königspaar Wolfgang Teipel und Susanne Nagusch noch einmal kräftig feiern ließen: Ich freue mich, dass unser Schützenfest bisher wieder so wunderbar harmonisch verlaufen ist. Die Besucherzahl war rekordverdächtig, die Stimmung fantastisch. Viele Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.“

Ein dickes Dankeschön richtete Simon im Besonderen an seinen Nachfolger Marc Puppe als Oberst sowie den neuen Hauptmann Marius Cramer: „Die beiden machen ihren Job bereits im ersten Jahr einfach sehr gut.“ 

Für ein farbenfrohes i-Tüpfelchen im Montags-Festzug hatten die Frauen der 1. Kompanie gesorgt: Sie verteilten fleißig knallgelbe Hawaii-Halsbänder bei den Zugteilnehmern sowie im Schützenvolk. 

Als Insignienjäger waren beim Vogelschießen um die Königswürde Dominic Lucas (Zepter), David Keggenhoff (Apfel) und Tim Keggenhoff (Krone) erfolgreich. Beim - ungewöhnlich langen - Schießen um die Würde des Jungschützenkönigs  setzte sich Léon Köhnen mit dem 215. Schuss gegen seine Mitstreiter durch. Der 20-Jährige, der „schon jetzt fest mit dem Schützenvirus infiziert“ sei, tritt am 1. August eine Ausbildung zum IT-Fachinformatiker an.

Ludger und Petra Simon regieren die Schützen in Sundern

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