Aus alt mach (fast) neu: 400 Menschen in Maßnahmen

Die GAB ist stolz auf gute Erfolge. Die SPD-Fraktion machte sich vor Ort ein Bild. Foto: SK

SPD-Fraktion besucht die GAB und verspricht zu helfen

Sundern. (SK)

Bei ihrem Besuch in den Räumen der GAB (Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung) staunten die Mitglieder der SPD-Fraktion über das reichhaltige Angebot an gebrauchten Möbeln und Haushaltsgegenständen, die zum Beispielbei Haushaltsauflösungen gespendet und zu günstigen Preisen angeboten werden.Direkt hinter der Eingangstür sind Engel, Christbaumkugeln und Weihnachtsdeko auf einem Tisch arrangiert, ein paar Meter weiter warten die alten grünen Karl-May-Bücher auf Käufer, im Obergeschoss der alten Fabrik hat man die Auswahl zwischen Küchen und Schlafzimmern aus Eiche oder Kiefer.

"Einzige Chance auf einen Arbeitsplatz"

Alle Waren werden unter der Anleitung von Willi Ebermann durch arbeitslose Teilnehmer im Brückenjob gereinigt, aufgearbeitet und zum Verkauf angeboten. Dadurch sollen die Menschen wieder an einen regelmäßigen Tagesablauf gewöhnt werden.

Aber nicht nur das Warenlager wird betreut, auch viele andere gemeinnützige Arbeiten leisten die GAB-Mitarbeiter. So arbeitet man am Sunderner Krippenweg mit, hält die Holzhütten für den Weihnachtsmarkt und das Stadtfest in Ordnung, baut Nistkästen aus Abfallholz oder verleiht Geschirr.

Heinz Becker, Geschäftsführer der GAB im Hochsauerlandkreis mit fünf Niederlassungen, berichtete, dass die GAB mit der Aufarbeitung von gebrauchten Krankenhausbetten begonnen habe, die dann nach Osteuropa geschickt wurden. Nach und nach kamen immer neue Aufgaben hinzu.

Dabei kann die GAB auf gute Erfolge in der Vermittlung von Arbeitslosen stolz sein, von 400 Menschen in verschiedenen Maßnahmen im gesamten HSK konnten im letzten Jahr dank der guten Kontakte zu den Arbeitgebern etwa 120 Menschen in Arbeit vermittelt werden. Auch arbeitslose Jugendliche werden intensiv betreut, man übt das Verfassen von Bewerbungsunterlagen und begleitet die jungen Leute zum Vorstellungsgespräch. "Für viele ist das die einzige Chance auf einen Arbeitsplatz, wenn sie zum Beispiel die Hauptschule nach Klasse 9 ohne Abschluss verlassen haben!" erzählt Becker.

Finanziert werden die Maßnahmen vom Hochsauerlandkreis, den Kommunen (Ämter für Familie-, Arbeit-und Soziales) im Bereich ALG 2, sowie der Arbeitsagentur im Bereich ALG 1 für Jugendliche bis zum 25. Lebensjahr.

Leider hat die GAB trotz der großen Flächen in der alten Schulte-Ufer-Fabrik Platzprobleme, da das "Werk 2" in der Röhre in Kürze aufgegeben werden muss. Die SPD-Politiker versprachen Hilfe bei der Suche nach einer neuen Lösung, denn die dort lagernden Holzhütten und Karnevalswagen müssen trocken untergebracht werden.

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