Freude auf beiden Seiten

„Matinee im Grünen“ stillt Sehnsucht von Zuhörern und Künstlern

Am Finalwochenende der „Matinee im Grünen 2020“ trat die Gruppe „Chronatic Quartett“ sowohl in Langscheid, als auch in Sundern auf.
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Am Finalwochenende der „Matinee im Grünen 2020“ trat die Gruppe „Chronatic Quartett“ sowohl in Langscheid, als auch in Sundern auf.

Sundern – Wie sehr man etwas vermisst, wenn es nicht mehr da ist, haben Freunde handgemachter Musik in den vergangenen Monaten, in denen das kulturelle Leben wegen Corona zeitweise zum Erliegen kam, deutlich zu spüren bekommen. Umso größer war die Freude, dass der Kulturring Sundern kurzfristig doch vier Gartenkonzerte im Stadtgebiet im Rahmen der „Matinee im Grünen“ auf die Beine gestellt hat.

Innerhalb kurzer Zeit waren die Termine ausgebucht – trotz der vorgeschriebenen Auflagen wie beispielsweise einer festen Sitzplatzzuweisung und dem Führen einer Anwesenheitsliste. 

Obwohl die Personenanzahl auf etwa 100 Zuhörer begrenzt war, herrschte eine tolle Atmosphäre. „Alle waren froh, dass überhaupt etwas stattfinden konnte“, so Jürgen ter Braak vom Kulturring Sundern. Das große Verständnis unter den Zuhörern ließ eine problemlose Umsetzung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu. Auf den „gemütlichen Teil nach dem Konzert“, wie ter Braak ihn nennt, musste jedoch verzichtet werden. Das Zusammenkommen bei Kaffee und Kuchen nach dem Konzert entfiel und wurde auf den Ausschank von Kaltgetränken begrenzt. 

Dennoch schaffe die Konzertreihe laut Veranstalter Jürgen ter Braak eine Möglichkeit, in Zeiten von Corona soziale Kontakte zu halten. „Die ‘Matinee im Grünen’ verbindet Kommunikation mit hochklassiger Musik“ und die Gärten bieten dafür einen passenden Rahmen.“ Mit dabei waren in diesem Jahr die Gruppe „Tovte“ sowie „Der grüne Salon“. Ein persönlicher Höhepunkt für Jürgen ter Braak war das Doppelkonzert der Gruppe „Chronatic Quartet“ an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. „Es gab keine einzige Wiederholung im Programm an den beiden Tagen. Dies unterstreicht die Vielseitigkeit der Künstler.“ 

Solidarität spürbar

Doch nicht nur auf Seiten der Zuhörer stieß die Matinee auf Begeisterung. Nach einer Zwangspause von etwa sechs Monaten war die Sehnsucht nach Auftritten vor Publikum bei den meisten Künstlern sehr groß, berichtet ter Braak. Dementsprechend hoch und regelrecht spürbar sei die Solidarität des Publikums mit den Künstlern gewesen. „Die schon aus den letzten Jahren bekannte Hutsammlung fiel deutlich spendabler aus, als in den vergangenen Jahren,“ so ter Braak. 

In Zukunft soll – auch mit den Erfahrungen aus diesem Jahr – an dem Konzept „draußen, live, kostenlos“ weiter festgehalten werden. Im nächsten Sommer soll es dann weitergehen mit dem Programm – mit oder ohne Corona-Auflagen. Einige neue Bewerbungen, ob von Künstlern oder möglichen Spielorten, seien bereits eingegangen. Der Kulturring hofft, dass 2021 auch das beliebte Schulkonzert wieder stattfinden kann, welches dieses Jahr nicht umsetzbar war.

Weitere Informationen zum Programm des Kulturrings gibt es unter www.kulturring-sundern.de

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