„Wahlparty“ am 24. September im Sunderner Rathaus

Mehr Briefwähler in Sundern – insgesamt höhere Beteiligung erwartet

Die Briefwahl wird auch bei den Bürgern in Sundern immer beliebter. Foto: René Traut

Sundern. Wenn am Sonntag, 24. September, in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt wird, haben auch die Bürger aus Sundern die Wahl. Wie die Stadtverwaltung in ihrer monatlichen Pressekonferenz mitteilte, gebe es bereits jetzt eine sehr gute Beteiligung bei der Briefwahl. Und auch bei der Rekrutierung von Wahlhelfern seien keine Probleme aufgetreten.

Wie Stefan Laufmöller, kommissarischer Fachbereitsleiter Organisation und Personal, berichtete, hätten bislang schon rund 3500 Briefwähler ihre Stimme abgegeben. Bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2013 seien es insgesamt 4800 gewesen. „Wir erwarten bei der bevorstehenden Wahl deutlich mehr als 5000 Briefwähler“, erklärte Laufmöller.

Demnach ist auch in Sundern der bundesweite Trend zu spüren, dass immer mehr Wahlberechtigte schon vor dem eigentlichen Wahltermin ihre Stimme abgeben. Laut Laufmöller sei das aber auch ein Zeichen für die gesamte Wahlbeteiligung: „Wir gehen davon aus, dass sie im vergleich zur letzten Bundestagswahl steigt.“ 2013 lag sie in Sundern schon bei erstaunlich hohen 75,66 Prozent.

Keine Probleme mit Wahlhelfern

Was ebenfalls gut angenommen werde, sei die Online-Beantragung der Wahlunterlagen über die Stadt-Hompage oder den QR-Code auf den Wahlbenachrichtigungen. An den ersten Tagen nach Versendung der Unterlagen seien bis zu 500 Anträge am Tag eingegangen. „Wir sehen darin eine gute Möglichkeit, um die Beteiligung bei Jung- und Erstwählern zu erhöhen“, sagte Laufmöller.

Während viele deutsche Städte aber aufgrund der vielen Briefwähler händeringend nach weiteren Wahlhelfern suchen, ist Sundern in diesem Bereich gut aufgestellt. „Wir haben da überhaupt keine Probleme“, berichtete Bürgermeister Ralph Brodel. Als Gründe dafür führte Stefan Laufmöller zum einen das sogenannte „Erfrischungsgeld“ für die Wahlhelfer an, zum anderen bekämen die städtischen Mitarbeiter, die bei der Bundestagswahl im Einsatz sind, eine entsprechende Zeitgutschrift. „Dieser besondere Einsatz muss auch entsprechend belohnt werden“, meinte der kommissarische Fachbereichsleiter. Als Dankeschön für die vielen Wahlhelfer im Stadtgebiet werden Laufmöller und Bürgermeister Brodel – wie schon bei der Landtagswahl im Mai – eine Rundreise durch sämtliche Wahllokale machen und den Helfern eine „Versüßung des Tages“ mitbringen.

Wenn um 18 Uhr die Stimmabgabestellen schließen und die Helfer mit der Auszählung der Wahlzettel beginnen, verfolgt ganz Deutschland gespannt die ersten Prognosen und Ergebnisse. Das wird auch im Sunderner Rathaus möglich sein: Die Stadtverwaltung lädt alle Bürger für den 24. September ab 18 Uhr in den Ratssaal ein, wo gemeinsam die Ergebnisse aus dem heimischen Wahllokalen und die bundesweite Berichterstattung verfolgt werden kann.

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