„Oft unterschätzt, oft tödlich“

ASB klärt über CO-Vergiftungen auf

+
Beim Verdacht auf eine erhöhte CO-Konzentration sollte die Feuerwehr umgehend alarmiert werden.

Sundern – Es ist farblos, geruchslos, geschmacksneutral und wird oft zu spät bemerkt: das Gas Kohlenstoffmonixid (CO). Und genau das macht es so gefährlich. Gerade zu Beginn der Heizperiode treten vermehrt CO-Vergiftungen auf. In Deutschland sterben jedes Jahr mehrere hundert Menschen an den Folgen.

Der Landesverband ASB NRW in Dortmund hat sich mit dem örtlichen ASB in Hellefeld zusammen getan, um die Bürger zu informieren, um solche Unachtsamkeiten zu minimieren. „Dabei könnte etliche Unfälle durch entsprechende Aufklärung vermieden werden, denn häufig ist es Gedankenlosigkeit oder Unwissenheit, die tödliche Folgen haben können“, erklärt Manfred Schäfer, Gruppenführer der First Responder vom ASB Sundern.

Was ist CO? 

CO ist ein hochgiftiges Gas, das bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Stoffe entsteht. Beispiele: beim Grillen, in Kaminöfen, Gasthermen und beim Betrieb von Verbrennungsmotoren.

Was bewirkt das CO im Körper? 

Das CO verhindert im Körper durch einen biochemischen Prozess die Aufnahme und den Transport von Sauerstoff. Das Problem: Das „Innere Ersticken“ wird vorerst nicht bemerkt, die Symptome oft nicht rechtzeitig erkannt – zumal dabei keine akute Atemnot zu spüren ist.

Die Symptome 

Oft beginnt eine CO-Vergiftung mit recht harmlosen Symptomen wie leichtem Schwindel, Schläfrigkeit, und Kopfschmerzen, die nicht rechtzeitig ernst genommen werden. Bei hoher CO-Konzentration in geschlossenen Räumen braucht es nur kurze Zeit, bis die Bewusstlosigkeit eintritt. Mitunter treten auch eine auffällige Rosafärbung der Haut und ungewöhnliche Rotfärbung der Lippen ein.

Die häufigsten Gefahrenquellen 

Defekte Gastherme, nicht einwandfrei funktionierende Abzüge bei Kaminöfen und – es kommt immer wieder vor – tatsächlich das Indoor-Grillen (auch das Nachglühen von Grillkohle im Keller ist gefährlich), der Betrieb von Verbrennungsmotoren in Innenräumen und Garagen. Im Allgemeinen tritt eine hohe CO-Konzentration in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen auf. Auf keinen Fall Gasöfen benutzen, um Räume zusätzlich zu heizen – gilt auch für Wohnwagen und Wohnmobile.

Wie kann ich mich schützen? 

  • Heizungsanlagen und Gastherme regelmäßig checken und warten lassen 
  • Kaminabzüge auf ihre einwandfreie Funktion hin überprüfen – nicht selten werden Schornsteine von Vogelnestern verstopft 
  •  Am besten vom Verbrennen jeglicher kohlenstoffhaltiger Materialien in geschlossen Räumen absehen 
  • CO-Warngeräte installieren – sollte bei Haushalten mit Kohle- und Kaminöfen ohnehin Standard sein 
  • Die CO-Warngeräte in einer Höhe von ein bis zwei Metern installieren – im Gegensatz zu anderen Gasen verteilt sich Kohlenstoffmonoxid im Raum und sinkt nicht nach unten

Was tun, wenn Verdacht auf erhöhte CO-Konzentration besteht? 

  • Raum lüften und sofort verlassen 
  • Umgehend die Feuerwehr alarmieren (mit dem Hinweis auf CO-Verdacht) 
  • Keine eigenen Rettungsversuche unternehmen – bei sehr hoher CO-Konzentration reichen wenige Atemzüge aus, um bewusstlos zu werden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare