Überwältigende Hilfsbereitschaft - Spenden werden nach und nach verteilt

So läuft die Hochwasserhilfe in Arnsberg und Sundern

Hachen Überflutung Luftbild
+
Ein verheerendes Bild: Sundern-Hachen am Mittwoch aus der Luft. Die Hachener Straße wurde komplett überflutet.

Einige Tage nachdem Hochwasser und Überflutungen die Region trafen, sind viele Keller inzwischen ausgeräumt, an den Straßen stapelt sich der Sperrmüll. Gleichzeitig haben sich bereits über das Wochenende große Hilfs- und Unterstützunginitiativen formiert. Wie es in Arnsberg und Sundern nach den Überflutungen weiter geht, lesen Sie hier:

12.37 Uhr: Die Hochwasser-Folgen haben eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft unter den Arnsbergern ausgelöst: Die Stadt Arnsberg bedankt sich für das großartige Engagement, dass sich am vergangenen Wochenende zum Spendensammeln entwickelt hat. Verschiedenste Vereine, Institutionen und Unternehmen aus der Stadt haben Hand in Hand unzählige Hilfsgüter gesammelt, die die Bürger großzügig gespendet haben.  

Jetzt gilt es, dass auch die weiteren Spenden dort ankommen, wo sie benötigt werden. Die Stadt organisiert aktuell Transportmöglichkeiten und Kontakte in betroffene Regionen. Da nicht alle Krisenorte derzeit Spenden annehmen können, werden die Hilfsgüter voraussichtlich nach und nach verteilt werden können. Kurzfristig ist die Verteilung im Stadtgebiet Arnsberg möglich: Wer Menschen kennt, die aufgrund der Hochwasserfolgen mit Sachspenden unterstützt werden können, meldet sich bitte über das Hilfeformular unter www.arnsberg.de/hochwasserhilfe.

Aktuell lagern die zahlreichen Sachspenden noch an verschiedensten Sammelpunkten. Um die vielen Kisten in ein zentrales Zwischenlager zu bringen, werden helfende Hände gesucht, die beim Be- und Entladen der Transporter mit anpacken können. Gesucht werden Menschen, die ab sofort zeitlich flexibel in den Vor- und Nachmittagsstunden beim Tragen der Spendenkisten helfen können. Freiwillige melden sich bitte über das Formular unter www.arnsberg.de/hochwasserhilfe und wählen die Option „beim Be- und Entladen helfen“ aus. Dabei bitte unbedingt eine Rufnummer hinterlassen, so die Stadt Arnsberg.

Durch geflutete Keller und andere Gebäudeteile ist viel Inventar zu Schaden gekommen. Nach dem Rückzug des Hochwassers stehen einige Betroffene jetzt vor dem Problem der Sperrmüllentsorgung. Die Abfallwirtschaft der Stadt Arnsberg nimmt dazu Anfragen zentral unter der Telefonnummer 02932 201-4122 entgegen. Unter dieser Nummer informiert, berät und hilft die Abfallwirtschaft unbürokratisch und bedarfsgerecht bei den möglichen Entsorgungswegen. 

Spendenaktion der Langscheider Messdiener

Update, 21. Juli, 11.12 Uhr: Die Messdiener der St. Antonius-Gemeinde Langscheid sammelten am vergangenen Sonntagnachmittag bei einer spontanen Kuchenaktion an der Sorpepromenade Spenden für die Flutopfer. Der Erlös geht an die „ Aktion Lichtblicke“ und an betroffene Familien aus der Nachbargemeinde Hachen.

Die Messdiener der St. Antonius-Gemeinde Langscheid sammelten Spenden.

9.31 Uhr: Nach dem Unwetter in Sundern und dem Spendenaufruf „Endorfer für Endorfer“ durch den Ortsvorsteher Reiner Tillmann sowie einem Helferteam, haben sich Mitarbeiter der Volksbank Sauerland zusammengetan und spontan Überstunden gespendet, um die vielen Schäden, die nicht von einer Versicherung abgedeckt werden können, zu bezahlen.

Personalleiter und Prokurist Dominik Pieper und der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit Jörg Werdite überreichten Ortsvorsteher Tillmann einen Scheck in Höhe von 5.800 Euro. „Eine unerwartet hohe Bereitschaft an Überstundenspenden der Kolleginnen und Kollegen und daraus resultierend eine wirklich großartige Summe, die wir gerne übergeben.“ Das Helferteam Hubert Cordes, Stefan Lucas und Frans-Josef Rademacher sowie Reiner Tillmann bedankten sich herzlich bei den Mitarbeitern: „Diese enorme Spendensumme hat nochmal sehr dazu beigetragen, die Not der Betroffenen zu lindern.“

Bei der Spendenübergabe (v.li.): Jörg Werdite, Dominik Pieper (beide VB Sauerland), Reiner Tillmann (Ortsvorsteher Endorf) und Hubert Cordes (Helferteam Endorf).

Update, 20. Juli, 9.20 Uhr: Die Spendenbereitschaft in der Region ist weiterhin groß. Die WEPA Gruppe unterstützt die Menschen in von Hochwasser betroffenen Gebieten mit Hygienepapierspenden. Erste Lkw-Ladungen sind bereits in betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und den Niederlanden eingetroffen. Darüber hinaus unterstützt die WEPA Stiftung die Betroffenen der Unwetter-Katastrophe mit einer Soforthilfe an das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ in Höhe von 50.000 Euro.

Landrat: „Wir können uns auf unsere Einsatzkräfte verlassen“

15.45 Uhr: Landrat Dr. Karl Schneider dankt mit Blick auf das Starkregenereignis der vergangenen Tage allen Helferinnen und Helfern im Hochsauerlandkreis für ihren Einsatz bei der Bewältigung der Großeinsatzlage. „Die geleistete Hilfe und die hohe Bereitschaft, Verantwortung in schwierigen Lagen zu übernehmen, zeigen, dass wir uns auf unsere Einsatzkräfte verlassen können. Das ist nicht selbstverständlich, denn viele von ihnen machen das ehrenamtlich. Sie haben selbst Familie, die in dieser Zeit – oft in sehr unsicheren Zeiten – dann auf sie verzichten muss“, sagte Dr. Schneider.

„Auch wenn wir in Anbetracht der Lage im Hochsauerlandkreis im Vergleich zu anderen Regionen noch einigermaßen glimpflich davon gekommen sind, so gab es aber auch Situationen, in denen Retterinnen und Retter manches Mal ihr Leben riskierten, um Menschen aus Notlagen zu befreien. Sie verdienen besondere Aufmerksamkeit und ich bin ihnen bin ich zu außerordentlichem Dank verpflichtet“, so Dr. Karl Schneider.

Die Feuerwehren waren in den betroffenen Gebieten im Dauereinsatz.

15.34 Uhr: Kleine Hilfe, große Geste: In Bestwig-Heringhausen haben vier Kinder Geld für Flutopfer gesammelt, welches sie dem Caritasverband Arnsberg-Sundern zur Verfügung stellen wollen.

15.10 Uhr: In der Region Hellweg-Sauerland haben auch einige Unternehmen nach dem Starkregen Schäden zu verzeichnen. Für sie hat die IHK Arnsberg deshalb auf ihrer Internetseite www.ihk-arnsberg.de/hochwasser die wichtigsten Informationen und Ansprechpartner gebündelt und bietet unter 02931/878-555 eine Hotline an.

IHK Arnsberg informiert betroffene Unternehmer

„Wie groß die Schäden in den vom Hochwasser betroffenen Unternehmen sind, wird sich vermutlich erst nach und nach genau beziffern lassen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Ilona Lange. Auch sei das Ausmaß der Zerstörung je nach Lage der Betriebe unterschiedlich. „Deshalb informieren wir die Unternehmer auf unserer Internetseite über die Themen Versicherungen, Begutachtung der Hochwasserschäden, steuerliche Entlastungen, zinsgünstige Darlehen, arbeitsrechtliche Informationen, Mietminderung bei Hochwasserschäden, Management von Hochwasser und Starkregen sowie Hochwasserprognosen und -warnungen. Außerdem finden Unternehmerinnen und Unternehmer auf unserer Internetseite die passenden Ansprechpartner.“ Darüber hinaus stünden die IHKs bundesweit in einem intensiven Austausch.

14.16 Uhr: Auch die Stadt Sundern hat eine zentrale Hotline eingerichtet, unter der sich Menschen melden können, die Unterstützung und Hilfe benötigen. Kontakt ist über die zentrale Mail-Adresse Hochwasser-Hilfe@stadt-sundern.de und über die Notruf Nummer 0160 202 5687 möglich. Die Notrufnummer ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr erreichbar.

Zentrale Sammelstelle in Sundern eingerichtet

Nach Rücksprache mit der Schützenbruderschaft St. Hubertus 1631 Sundern wird ab Montag, 19. Juli, eine zentrale Sammelstelle in der Schützenhalle organisiert. Ansprechpartner ist Serhat Sarikaya. Gesammelt werden vorerst NUR Kleidung, Schuhe, Hygieneartikel und Lebensmittel, aber keine Möbel und Elektrogeräte. Beim Verpacken bitte darauf achten, dass die Sachspenden sortiert und sauber sind. Die Öffnungszeiten sind Montag und Mittwoch von 14 bis 20 Uhr, Dienstag und Donnerstag 10 bis 14 Uhr und 18 bis 20 Uhr, Freitag 12 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

Wer zu diesen Zeiten noch vor Ort sein und helfen kann, meldet sich bitte via WhatsApp unter 0176 624 34970 (Bitte angeben, an welchen Tagen zu welchen Uhrzeiten geholfen werden kann.) Betroffene melden sich bitte unter 0176/624 34970 (Serhat Sarikaya).

Für Geldspenden verweisen die Städte Arnsberg und Sundern auf die Spendenkonten des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern (siehe unten).

13.07 Uhr: Die Stadt Arnsberg hat die zahlreichen spontan organisierten Hilfsangebote auf einer eigens eingerichteten Internetseite „Arnsberg hilft“ gebündelt. Demnach sind die Lager aktuell bereits voll. „Die geplanten Sammlungen finden noch statt, danach werden erst einmal keine weiteren Sachspenden entgegengenommen. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt weitere Sammlungen erfolgen, werden wir hierüber informieren. Danke für Ihre Spendenbereitschaft“, heißt es von der Stadt.

Aktuell werde die Verteilung der Spenden koordiniert. Wer helfen möchte, kann sich über ein eigens eingerichtete Formular unter www.arnsberg.de/hochwasserhilfe melden (auf das Arnsberg-Logo klicken). Hier können sich aber nicht nur Helfer melden, die zum Beispiel Lagermöglichkeiten anbieten können oder beim Transport der Spenden unterstützen möchten, sondern auch all diejenigen, die Hilfe in Anspruch nehmen möchten.

Hier können noch Spenden abgegeben werden

Diese Spenden findet noch statt: Montag, 19. Juli, von 16.30 bis 18 Uhr, Hof der Firma HOJO Metall (Von-Siemens-Straße 5), auf Initiative der Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist Neheim. Benötigt werden Kleidung, Decken, Handtücher, Hygieneartikel (neu und verpackt), Wasser (in PET-Flaschen) und Tiernahrung.

In Sundern sammeln am Montag, 19. Juli, zwischen 17 und 20 Uhr das Königspaar und die Schützenbruderschaft Hellefeld für die Flutopfer. Angenommen werden Kleidung für Babys, Kinder, Frauen und Männer, Decken und Handtücher, Lebensmittel (nur Konserven und PET Flaschen), gut erhaltenes Spielzeug, Hygieneartikel, Haushaltsdinge jeglicher Art sowie auch Stühle und Tische. Auf dem Dorfplatz an der Hellefelder Straße wird ein Infostand eingerichtet, um Spender auf andere Annahmestellen im Umkreis von 500 Kilometern zu verteilen, teilen die Schützen mit.

12.56 Uhr: Da erste Sammelaktionen am Freitag schnell an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen waren und um auch selbst einen Beitrag zu leisten, richtete auch das Tambourcorps der Arnsberger Bürgerschützengesellschaft am Sonntag kurzfristig eine Hilfsgüter-Sammlung als „Drive In“ ein.

„Wir haben zwischen 12 und 16 Uhr auf dem Gelände der Bodelschwingh-Grundschule, das wir dankenswerterweise nutzen durften, gesammelt und hatten durchgängig gut zu tun“, resümiert Benjamin Rath, Zweiter Vorsitzender. „Es war eine unheimlich tolle Beteiligung und ein wahnsinniges Engagement der Bürger, wie viele nagelneue und hochwertige Dinge abgegeben wurden.“ Insgesamt kamen so unter anderem rund 65 Kubikmeter Kleidung, verpackt in Kisten und Tüten, zusammen. Eine erste Ladung wurde bereits am Montag nach Sundern gebracht, um dort weiterverteilt zu werden.

Schützen, Vereine und Firmen packen sofort mit an

Sammelaktionen wurden am Wochenende kurzfristig auch von der Schützenbruderschaft Bruchhausen und dem SPD Ortsverein in Bruchhausen, sowie durch die Schützenbruderschaft St. Johannes Evangelist Holzen organisiert. Die Schützen in Breitenbruch und Niedereimer stellten unkompliziert Lagerflächen zur Verfügung. Auch viele heimische Firmen und Betrieben unterstützen die Hilfsgüter-Sammlungen.

Kisten und Tüten mit Hilfsgütern stapelten sich an den Sammelstellen wie hier in der Bodelschwingh-Grundschule in Arnsberg.

12.30 Uhr: Der Hauptversorger mit Blutpräparaten in den beiden von dem Unwetter und der Flutkatastrophe massiv betroffenen Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz schlägt Alarm. Gerade in den tendenziell blutspendefreundlichen Gebieten beider Bundesländer sei die Infrastruktur dermaßen geschädigt, dass dort auf absehbare Zeit keine Blutspendetermine durchgeführt werden könnten. Dies ist nach Aussage des DRK-Blutspendedienst West ein erhebliches Problem, da es bereits seit längerem gravierend an Blutpräparaten fehle.

Die nächsten Blutspenden in der Region sind am Donnerstag, 22. Juli, in Oeventrop von 16.30 bis 20.30 Uhr in der Schützenhalle; am Donnerstag, 29. Juli, in Langscheid von 18 bis 20.30 Uhr in der Schützenhalle und am Sonntag, 1. August, Sundern 11 bis 15 Uhr in der Schützenhalle. Aus Infektionsschutzgründen bittet der Blutspendedienst darum, auf Begleitpersonen zu verzichten sowie einen eigenen Kugelschreiber zu benutzen. Blutspender werden zudem gebeten, online unter blutspende.jetzt einen Termin zu reservieren und eine medizinische Maske zu tragen.

11.45 Uhr: Im Anschluss an das vierte Gartenkonzert des Kulturrings Sundern auf dem Tiggeshof in Arnsberg ist eine Hutsammlung für die Opfer der aktuellen Flutkatastrophe durchgeführt worden. Das Ergebnis von 1.000 Euro wird auf das Spendenkonto des DRK überwiesen. Der Kulturring Sundern bedankt sich bei allen Spendern für ihre Hilfsbereitschaft. Musikalisch gestaltet wurde das Konzert von der Gruppe „Spark“.

10.35 Uhr: Auch der Caritasverband Arnsberg-Sundern möchte die betroffenen Bürger in seinem Verbandsgebiet unterstützen. Hierzu steht der Caritasverband im direkten Austausch mit den Bürgermeistern Ralf-Paul Bittner aus Arnsberg und Klaus-Rainer Willeke aus Sundern.

„Viele Menschen auch in unserer Region haben durch den Starkregen viel verloren. Sowohl die Kommunen als auch unser Verband stehen schon mit vielen betroffenen Menschen in Verbindung“, berichtet Christian Stockmann, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern. „Es werden in den nächsten Tagen noch viel mehr Anfragen erwartet. Wir als Caritasverband möchten den betroffenen Menschen zur Seite stehen und ihnen so weit wie möglich helfen!“ Um in dieser Krisensituation schnell und einfach Hilfe leisten zu können, bittet der Caritasverband um Spenden. „Lassen Sie uns gemeinsam den Betroffenen zur Seite stehen! Jeder Beitrag ist wertvoll!“ Spenden sind möglich über die Spendenkonten des Caritasverbandes:

  • Caritasverband Arnsberg-Sundern e.V.
    Sparkasse Arnsberg-Sundern
    IBAN: DE50 4665 0005 0001 0000 66
    BIC: WELADED1ARN
    Stichwort: Hochwasseropfer
  • Caritasverband Arnsberg-Sundern e.V.
    Volksbank Sauerland eG
    IBAN: DE03 4666 0022 0113 7084 00
    BIC: GENODEM1NEH
    Stichwort: Hochwasseropfer

10.20 Uhr: Überflutete Stadtteile, etliche vollgelaufene Keller und Gebäude, Straßensperrungen, hunderte Rettungseinsätze – das Unwetter der letzten Woche hat auch die Städte im Hochsauerlandkreis in den Ausnahmezustand versetzt. Zurück bleiben noch nicht bezifferbare Schäden, Fragen und Unsicherheiten. Schnell entwickelten die Menschen vor Ort eine große Hilfsbereitschaft, die deutlich macht: Zusammenhalt in diesen Tagen ist wichtiger denn je. Deshalb laden die Bürgermeister der Städte Arnsberg und Sundern, Ralf Paul Bittner und Klaus-Rainer Willeke, gemeinsam zum Online-Dialog ein am Dienstag, 20. Juli. Los geht es um 17 Uhr auf der Beteiligungsplattform beteiligung.arnsberg.de.

Bürgermeister stehen für Fragen und Hinweise bereit

Die beiden Bürgermeister werden live im Stream erreichbar sein und stehen dann für Fragen, Hinweise und Anregungen bereit. Alle Bürger und Bürgerinnen der Städte Sundern und Arnsberg sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und auch schon vorab Fragen zu stellen. Das ist bereits ab Montag, 19. Juli, 13 Uhr, möglich.

Die Nutzung der Beteiligungsplattform beteiligung.arnsberg.de ist kostenlos und einfach zu handhaben. Es ist keine Registrierung nötig, um am Live-Stream teilzunehmen. Wer sich näher informieren möchte, findet ein Erklärvideo zu den Nutzungs- und Anwendungsmöglichkeiten auf YouTube unter www.youtube.com/watch?v=AuxcG18p7NE.

Gespendete Kleidung und vieles mehr sortierten das DRK und einige Helfer in Hachen.

10.05 Uhr: Der Präsident der Handwerkskammer Südwestfalen fordert schnelle Hilfen nach der Unwetterkatastrophe der vergangenen Woche „Die Unwetter der vergangenen Woche haben immense Verluste von Menschenleben und unermessliche materielle Schäden verursacht. Mitgefühl allein reicht aber angesichts der Tragödie nicht aus. Jetzt muss unmittelbar geholfen werden! Als Präsident der Handwerkskammer Südwestfalen bitte ich alle Handwerksbetriebe, die dazu in der Lage sind, Aufträge von vom Unwetter betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sowie von beschädigten oder zerstörten Betrieben zu priorisieren und ihren Beitrag zur Linderung der Not zu leisten.“

Versorgungsleitungen müssen instandgesetzt werden, Straßen wiederhergestellt, Wohnraum wieder bewohnbar und Unternehmen wieder leistungsfähig gemacht werden. „Da ist auch die Politik gefordert, schnell zu handeln: mit Hilfsprogrammen und Finanzmitteln in erheblichem Umfang, die schnell bei den Opfern ankommen“, so Renfordt.

Eigens geschaffenes Portal zur Erfassung der Schäden im Handwerk

„Mit unserem eigens geschaffenen Portal zur Erfassung der Schäden im Handwerk Südwestfalens ermitteln wir seit der vergangenen Woche bereits, wo Hilfe besonders dringend erforderlich ist und werden die Ergebnisse gegenüber der Politik in die Waagschale werfen. Das Handwerk steht zusammen und hilft Menschen in der Not!“

19. Juli, 9.50 Uhr: Aufgrund des beeindruckend hohen Spendenaufkommens an Kleidung, Elektrogeräten und Lebensmitteln für die vom Hochwasser Betroffenen hat der DRK-Kreisverband Arnsberg am vergangenen Wochenende im Haus der Flüchtlingshilfe am Kreisverkehr im Sunderner Ortsteil Hachen eine zusätzliche Sammel- und Abholstation eingerichtet. Diese ist ab sofort montags bis freitags von 16 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet.

Überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft

Nachdem die Kapazitäten an einer Sammelstelle eines Arnsberger Elektrounternehmens innerhalb von kürzester Zeit ausgeschöpft waren, hatte man sich dazu entschlossen, einen großen Teil der rund acht Tonnen Spenden ins besonders schwer betroffene Hachen zu verlagern. So hatten die Kräfte des DRK Sundern, die Mitglieder der Flüchtlingshilfe Hachen sowie Freiwilligen zunächst erst einmal alle Hände voll zu tun, den Inhalt der unzähligen Spendensäcke zu sortieren und auf Tischen zu verteilen. Alexander Robl, Stellvertretender DRK-Kreisverbandsleiter, äußerte sich überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft in Arnsberg und Sundern: „Wir freuen uns über alles, was noch kommt. Doch jetzt ist es wichtig, dies alles in richtige Bahnen zu lenken.“ Auch Klaus Plümper von der im Jahr 2015 ins Leben gerufenen Hachener Flüchtlingshilfe zeigte sich begeistert von der Aktion: „Wir stellen die Räumlichkeiten selbstverständlich gerne zur Verfügung. Jetzt, wo wir selbst in eine Notlage geraten sind, können wir auch die Einheimischen unterstützen.“

Unwetter im HSK: Überschwemmungen in Sundern

Überschwemmungen in Sundern
Überschwemmungen in Sundern
Überschwemmungen in Sundern
Überschwemmungen in Sundern
Unwetter im HSK: Überschwemmungen in Sundern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare