Röhrstadt will Aufenthaltsqualität deutlich steigern - Röhr wird renaturiert und näher an die Fußgängerzone gebracht

Sunderns Innenstadtentwicklung soll nachhaltig und nachvollziehbar sein

Die Röhr ist ein dickes Pfund, dass zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in Sunderns Fußgängerzone genutzt werden soll. Fördermittel stehen bereit. Archivfoto

Sundern. „Natürlich, langsam und nachhaltig“ – so soll laut Bürgermeister Brodel die Innenstadtentwicklung in Sundern voranschreiten. Das zentrale Ziel der Konzeption ist eine hohe Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone. Das sei das Pfund, das Sundern in die Waagschale werfen könne.

„Wir erarbeiten aktuell den Stand der Dinge, der zur Kenntnis auch dem Rat vorgelegt werden soll“, berichtete Bürgermeister Brodel bei der Monatspressekonferenz. Außerdem würden Konzepte auf Basis der Renaturierung der Röhr entwickelt. Für diese Projekte seien Landes-Fördermittel von 80 bis 90 Prozent zugesagt. Zusammen mit ein oder zwei Cafès als weitere Frequenzbringer in der Stadt schaffen wir so eine unglaubliche Aufenthaltsqualität, die Spaß macht und einzigartig im Umkreis sein soll, so Brodel. Ein neuer Schuhladen wird zudem künftig seine Türen in Sundern öffnen.

Brodel untermauerte diesen Weg mit einer nicht repräsentativen Umfrage unter heimischen Einzelhändlern: Die haben auswärtige Kunden befragt, warum sie in Sundern einkaufen. Antwort: „Weil es so gemütlich ist.“ Er selbst erinnerte sich an seinen allerersten Eindruck der Fußgängerzone noch vor dem Wahlkampf: „Das ist aber eine schöne Fußgängerzone für die Größe der Stadt.“

„Weil es so gemütlich ist“

Er habe manchmal außerdem den Eindruck, dass die Sunderner ihre Fußgängerzone schlechter reden als sie tatsächlich sei. Klar könne man weder mit Neheim, noch mit Dortmund konkurrieren, aber man könne in Sundern etwas Eigenes, etwas Besonderes schaffen.

Ein Schritt in diese Richtung müsse auch die Heranführung des Bremkes-Center an die Fußgängerzone sein. Die „unnatürliche Teilung“ durch die Settmeckestraße müsse in Teilen aufgehoben werden. Alles unter dem Tenor: Schritt für Schritt, bezahlbar und nachvollziehbar.

Der Einzelhandel habe für diese Entwicklung seine Unterstützung signalisiert. So konnte Brodel auch dem Rückzug der ITG etwas Gutes abgewinnen. Durch den Weggang der Immobilien-Treuhand-GmbH gebe es nun Klarheit, die den ein oder anderen zurückhaltenden Händler jetzt zu neuen Investitionen bewegen könne. Die Umsatzsituation im Einzelhandel sei übrigens „ok“.

Dauerhafte Bühne im Sommer

Ein erster konkreter Schritt zur Qualitätssteigerung der Fußgängerzone sei eine dauerhafte Bühne in Höhe des Brunnens vom 7. Juli bis 4. September. Davon profitierte insbesondere der Dämmerschoppen (donnerstags), der den VHS-Vorplatz somit verlässt. An allen anderen Tagen könne die Bühne vielfältig genutzt werden. Interessierte Bands, Ensembles oder andere Gruppen können sich dazu gerne beim Stadtmarketing melden. Ein Motto für das Ganze werde noch gesucht.

Zuletzt führte Brodel aus, dass man an eine Lösung für die „GastWelten“ heranrücke. Nach Gesprächen mit der Volksbank will er nun noch NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin sprechen. In einem Vertrag sei eine Bürgschaft vereinbart, über die Brodel direkt mit dem Minister verhandeln wolle.

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