Verbindung aus Sport und Kultur

"Nacht der Jugendkultur": Bahnhofsgebäude wird zum großen Treffpunkt für junge Leute

An der Probewand auf der Rückseite des Gebäudes brachte die 15-jährige Marie mit dem farbenfrohen Schriftzug "Billie" ihre persönlichen Akzente zum Ausdruck.
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An der Probewand auf der Rückseite des Gebäudes brachte die 15-jährige Marie mit dem farbenfrohen Schriftzug "Billie" ihre persönlichen Akzente zum Ausdruck.

Graffiti-Projekt und Skate-Workshop: Im Rahmen der diesjährigen "Nacht der Jugendkultur" am vergangenen Wochenende, gemeinsam veranstaltet von Sunderns Jugendbüro sowie dem Kulturbüro, verwandelte sich das ehemalige Sunderner Bahnhofsgebäude - in- und outdoor - zu einem großen Treffpunkt für junge Menschen aus der Röhrstadt.

Sundern - Während innerhalb die Skater ihre Runden drehten und sich an den Rampen austobten, entstand an der Vorderseite des Gebäudes ein echter neuer Hingucker der Stadt. Mit einer großen Portion an Kreativität hatten sechs Jugendliche - nach vorherigen Übungen mit dem Umgang von Spezial-Farbsprühdosen und unter Anleitung eines Profis - ein wahres, überdimensionales Graffitiwerk erschaffen. Mit dem Schriftzug "Sundern!" vor einer Bergkulisse, in Anlehnung an den Begriff "Land der 1000 Berge". 

An zwei weiteren Wänden hatten die jungen Sprayer zuvor schon einmal Sprühtechniken und die Umsetzung kreativer Ideen ausprobieren sowie eigene Leinwände für Zuhause gestalten können. 

Der 27-jährige Matthias Höffner, erfahrener Graffiti-Künstler und Leiter des Workshops, äußerte sich begeistert von der Arbeit mit den Jugendlichen und dem entstandenen Endprodukt: "Die sechs Nachwuchskünstler haben mit voller Leidenschaft teilgenommen, ihre außergewöhnliche Kreativität unter Beweis gestellt und eine 'Profiwand' gestaltet, die wirklich faszinierend geworden ist. Ich habe ihnen nur gezeigt, wie und was geht. Ansonsten hatten sie freie Bahn." An der Probewand auf der Rückseite des Gebäudes hatte die 15-jährige Marie bereits mit dem farbenfrohen Schriftzug "Billie" ihre persönlichen Akzente zum Ausdruck gebracht: "Ich stehe auf bunte Farbarbeiten und bin schon länger interessiert an Graffiti. Hier teilnehmen zu können, ist echt klasse. Der Schriftzug steht für meine Lieblingssängerin Billie Eilish." 

Skate-Workshop im Gebäudeinneren

"Ollies", "Drop-ins", "Kickturns": Genügend Fläche und Freiraum hatten indes auch die acht jungen Teilnehmer des Skate-Workshops im Gebäudeinneren. Unterstützt und begleitet von zwei Mitarbeitern der Stiftung "Skate-Aid" konnten hier die Sprünge und Drehungen mit dem Board geübt werden. "Ich sehe einen tollen, schnellen Lerneffekt. Die Kids haben sichtlich viel Bock darauf", freute sich Janis von "Skate-Aid". 

Verbindung aus Sport und Kultur: Der erfahrene Skater erklärte zudem, dass bei dieser Sportart ganz automatisch auch die sozialen Gesichtspunkte im Vordergrund stünden sowie Körperbefinden und -beherrschung trainiert würden. "Und das richtige Abrollen bei einem Sturz, um das Verletzungsrisiko zu minimieren", fügte Sebastian aus Sundern schmunzelnd hinzu. Der 14-Jährige hatte sich nach einem Sturz mit dem Board einen Schulterblattbruch zugezogen und stand nach vier Jahren Auszeit bei diesem Workshop erstmals wieder auf dem Brett. 

Positives Fazit

Ein positives Fazit zu den beiden Projekten zog Jugendbüro-Mitarbeiterin Jana Fricke: "Ein sehr gelungenes Wochenende. Vor allem auch die Location mit einer besonderen Atmosphäre und in Anbindung an den Jugendtreff 'Gammon' hier im alten Bahnhof hat die Kids begeistert. Aufgrund des schlechten Wetters hatte der Eigentümer, die Westfälische Landeseisenbahn, auf unsere Anfrage hin auch die Innenräume spontan freigegeben. Für Veranstaltungen wie diese eine perfekt geeignete Halle, die unbedingt belebt werden müsste."

Nacht der Jugendkultur in Sundern

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