Ferienpark-Investoren sagen Info-Termine in Sundern ab

„Nächstes Jahr wird gebaut“

Das Ferienpark-Areal aus der Vogelperspektive. Die Planungen laufen laut Investoren auf Hochtouren.

Ein weiterer Brief aus den Niederlanden landete Anfang der Woche auf dem Schreibtisch von Bürgermeister Detlef Lins.

Die Ferienpark-Investoren berichten darin vom Zwischenstand der Planungen – und sagen erneut einen vereinbarten Termin in Sundern ab.

Sundern/Amecke.

Zur Erinnerung: Eigentlich wollten die Investoren in der Ratssitzung am 12. Dezember sowie auf einer Info-Veranstaltung in Amecke am 16. Dezember den aktuellen Planungsstand präsentieren. Doch daraus wird nichts. Die Unterzeichner Wim Egging und Theo van Oorschot begründen ihre Absage mit den noch nicht komplett abgeschlossenen Planungen.

Planungen noch nicht präsentationsreif

Diese hätten sie in den vergangenen Wochen und Monaten zusammen mit Dormio und anderen Partnern intensiv bearbeitet. Dabei standen die durch die Nutzung des ursprünglichen Bebauungsplanes erforderlichen Umplanungen im Ferienparkgelände selbst sowie die Neugestaltung des Eingangsbereiches aufgrund der neuen Situation (Straßenverschwenkung Regionale-Projekt) sowie die Freizeitanlage im Fokus.

„Zwar haben wir die jeweilige Ansiedlung der Ferienhäuser im bestehenden Bebauungsplan, deren Zuschnitt und optische Gestaltung nahezu abgeschlossen, die Überlegungen für den Eingangsbereich und die Freizeitnutzung sind jedoch noch nicht so weit fortgeschritten, dass diese der Öffentlichkeit präsentiert werden können“, heißt es im Brief an Lins. Daher mache es aus ihrer Sicht „keinen Sinn, nur halb fertige Planungen zu präsentieren oder das Risiko einzugehen, bestimmte Planungsvarianten zu zeigen, die später dann doch nicht zur Umsetzung gelangen.“

„Daher haben wir uns in Abstimmung mit allen beteiligten Planern und Fachbüros dazu entschieden die Informationsveranstaltung nochmals zu verschieben, wofür wir uns ausdrücklich entschuldigen möchten.“ Im Übrigen bedeute das in keiner Weise, dass das Projekt an sich gefährdet sei. „Vielmehr möchten wir durch eine in sich schlüssige und auch umsetzbare Gesamtplanung überzeugen. Jeder sollte sich bewusst sein, dass es sich um eine Investition im hohen 2-stelligen Millionenbereich handelt und die Planungen maßgeblich für den späteren Erfolg verantwortlich sind.“

Die kommenden Wochen würden zeigen, ob der avisierten Baubeginn April/Mai 2014 gehalten werden könne oder ob dieser noch Mal nach hinten verschoben werden müsse. „In jedem Falle möchten wir im kommenden Jahr mit den Bauarbeiten beginnen“, so die Niederländer.

Die Stadt hat die Ausführungen der holländischen Partner zur Kenntnis genommen. Lins: „Gerne hätten wir die Präsentation der Öffentlichkeit bekannt gegeben; die Argumentation bezüglich der Verschiebung ist jedoch aus unserer Sicht nachvollziehbar. Da wir aufgrund der zahlreichen Gespräche mit den Fachplanern wissen, dass die holländischen Partner intensiv an den Entwürfen arbeiten, sind wir zuversichtlich, die Veranstaltung bald nachholen zu können. Festzuhalten bleibt ja nach wie vor, dass der Baubeginn für 2014 vorgesehen ist.“

„Überrascht“ zeigte sich indes die Amecker Bürgerinitiative in einer ersten Reaktion. Zum einen über die Verschiebung, aber auch über das Verständnis der Stadt. Die Verschwenkung sei nicht neu, die Pläne müssten fertig sein. „Es ist weiterhin die undurchschaubare Hinhaltetaktik.“

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