Naturschutz steht ganz oben an

Die Grünen stellten jetzt ihr Programm für die Kommunalwahl vor. Foto: Ute Bosen

"Naturschutz hat oberste Priorität im Wahlprogramm der Grünen", dies betonte Fraktionsvorsitzender Klaus Korn bei der Vorstellung des Programms gegenüber der Presse.

So werden sich die Grünen weiter gegen die Steinbrucherweiterung in Westenfeld einsetzen, um den Artenschutz im Kalkbuchenwald zu bewahren. Ebenso sehen sie eine mögliche Gefährdung des Trinkwassers durch eventuelle Verunreinigungen von Karstwasser, da man in diese Bereiche des Grundwassers keine Einsicht hat.

Die Grünen wehren sich außerdem grundsätzlich gegen den Bau von Umgehungsstraßen, hierzu gehört auch die Erweiterung der "Bauernautobahn" zwischen Westenfeld und Hellefeld. Vielmehr plädieren sie weiterhin dafür, die Gelder in den Bau der Röhrtalbahn zu investieren, um Güter und Personenverkehr auf die Bahn zu verlegen.

Die von der CDU geplante Schaffung von neuen Gewerbeflächen im Stadtgebiet hält die Grünen-Fraktion für unnötig. Vielmehr könnten leerstehende Industriegebäude und Lücken in bestehenden Geländen genutzt werden. Im Energiebereich sollten Wind und Wasserkraft genutzt werde. Der Bau eines Windparks in Sundern ist eines der Ziele der Grünen. "Es wäre denkbar hierfür Kyrillflächen zu nutzen", so Ratsmitglied Matthias Schulte-Huermann. Städtische Gebäude mit Solaranlagen zu bestücken und ein Blockheizkraftwerk, welches vom stadteigenem Wald gespeist werden könnte, sind weitere Forderungen. Da der Konzessionsvertrag mit der RWE bald ausläuft wäre jetzt der richtige Zeitpunkt für eine solche Umstellung.

Im Bereich der Jugendarbeit freute sich Anke Rose, Sachkundige Bürgerin im Jugendhilfeausschuss, über den Erfolg der Gründung des Jugendparlaments.

Um den Jugendlichen einen zentralen Ort für gemeinsame Freizeitgestaltung zu geben bestehe immer noch der dringende Bedarf ein "Haus der Jugend" zu finden. Hier könnten sich einige Mitglieder das alte Bahnhofgebäude vorstellen.

Zur Ferienanlage in Amecke sagt die Grünen-Fraktion grundsätzlich "ja". Bedingung sei jedoch eine ökologische Konzeption für die gesamte Anlage, sowie das Weiterführen des Freibads auch für die Öffentlichkeit in Amecke.

Die Kandidaten der Bündnis-Grünen für die Kommunalwahlen in Sundern sind für den Wahlbezirk Hagen/Wildewiese - Florian Hense, Allendorf, Amecke/Illingheim - Siegfried Fuß, Amecke Hermann Jürgensmeier, Stockum-Dörnholthausen Dorothea Schulte-Huermann, Endorf,Klosterbrunnen,Recklinghausen,Röhrenspring,Brenschede - Mechtild Lux, Hellefeld/Herblinghausen, Altenhellefeld, Meinkenbracht - Antonius Becker, Linnepe, Westenfeld, Selschede - Thomas Gleisberg, Sundern/Röhre, Am Knick - Manuela Steinhoff, Hoffmansches Gelände, Seidfeld - Anke Rose, Sundern/Am Teckelsberg - Leonhard Korn, Sundern/Mescheder Str. - Klaus Korn, Sundern/Settmeckestr. - Matthias Schulte-Huermann, Sundern Zentrum/Im Spree Hans-Georg Kleiner, Sundern/Brandhagen, Stemel - Anja Haarmann, Hachen-Süd - Monika Dittmann, Hachen-Nord/Reigern - Iris Korn, Hövel, Enkhausen/Estinghausen - Roland Quentmeier, Langscheid I - Heide Bolling, Langscheid II - Edeltraud Hünicke.

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