Wasserwerke begrüßen strengeren Wert bei 10 Mikrogramm pro Liter

Neuer Blei-Grenzwert

Anlässlich des Inkrafttretens des neuen Grenzwertes für Blei in Höhe von 10 Mikrogramm pro Liter am 1. Dezember erklärt Jürgen Schwarberg, Betriebsleiter der Stadtwerke Sundern: „Die Stadtwerke Sundern begrüßen den neuen Grenzwert für Blei.“

Sundern.

Der Grenzwert stehe für Vorsorge und aktiven Schutz der menschlichen Gesundheit. Diese habe beim Trinkwasser Vorrang. „Blei ist ein giftiges Schwermetall, das die Blutbildung hemmt und zu Nervenschäden sowie chronischen gesundheitlichen Schäden führt“, macht Schwarberg klar. Bei bleihaltigen Installationen werde nach längeren Standzeiten fast immer Blei im Trinkwasser gefunden. „In dem von uns gelieferten Trinkwasser ist kein Blei enthalten. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden bereits seit vielen Jahren konsequent alte Blei-Hausanschlussleitungen durch neue PE-Leitungen ersetzt. Auf Grundlage unserer Bestandsdokumentation sind im Rohrnetz keine Blei-Hausanschlussleitungen mehr in Betrieb. Unser Trinkwasser entspricht den Qualitätsan-forderungen und wird laufend beim Hygiene-Institut des Ruhrgebietes in Gelsenkirchen untersucht. Wir als Wasserversorger sind verantwortlich für das von uns bis zur Übergabestelle gelieferte Trinkwasser“, so Schwarberg.

Die Übergabestelle ist immer der Hauswasserzähler. Für die Trinkwasser-Installation nach dem Zähler im Haus, die sogenannte „Kundenanlage“ sind die Vermieter oder Gebäudeeigentümer verantwortlich. Durch Bleileitungen in älteren Häusern können Bleikonzentrationen im Trinkwasser auftreten, die die zulässigen Höchstwerte überschreiten. Um im Zweifelsfall zu klären, ob es noch Wasser-leitungen aus Blei in einem Haus gibt, sollten Vermieter oder Verwalter des jeweiligen Gebäudes angesprochen werden.

Bleiquellen im Trinkwasser im privaten Bereich können insbesondere alte Bleirohre und häufig Billigarmaturen sein, die nicht für den Trinkwasser-Einsatz geeignet sind. Betroffen können hier nur alte Gebäude-Installationen sein, die etwa vor 1970 errichtet worden sind. Verbrauchern stehen für Informationen zum Trinkwasser-Installationsbereich (neben dem Wasserwerk und den Verbraucherberatungsstellen) auch das Installateur-Handwerk und der Sanitär-Fachhandel zur Verfügung.

„Gehen Sie auf Nummer sicher, prüfen Sie Ihre Leitungen und sorgen Sie für einen bleifreien Trinkwassergenuss“, rät Schwarberg.

Zusätzliche Hintergrundinformationen finden sich auch auf der Homepage „sw-sundern.de“ unter „aktuelle News“.

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