Nicht nur reden, machen

Hier entstehen Ideen: Bei der Umsetzung der Neugestaltung des Pausenhofs der Johannesschule ging es nur selten so ruhig zu wie auf diesem Foto. Eltern und Lehrer sind aktiv dabei, um die Ist-Situation zu verbessern.

Bildung wird als das politische Thema der Zukunft angesehen. Das hat nicht zuletzt der zurückliegende Wahlkampf in NRW bewiesen. "Bessere Chancen und Rahmenbedingungen für Bildung", tönten die Politiker aller Couleur. "Ja, nicht schlecht, aber nicht tönen, sondern machen" ? das steht auf dem Programm der Sunderner Johannesschule.

Hier sind Eltern, Lehrer und auch die Schüler selbst aktiv geworden, um die Bedingungen für ein gutes Schulumfeld und somit für besseres Lernen zu schaffen. Die Gestaltung des Pausenhofes steht im Mittelpunkt. Dabei wurde nicht blind drauflosgewerkelt, sondern mit Bedacht und Konzept vorgegangen. In einem Vorbereitungs-Workshop lernten Eltern und Lehrer zunächst durch Fachleute angeleitet, wie die Kinder den Pausenhof der Schule neu gestalten können.

"Unser Schulhof soll kindgerechter werden!", mit diesem Ziel arbeitet somit derzeit an der Johannesschule eine Arbeitsgruppe aus Lehrern, Eltern und externen Experten an der Neugestaltung des Schulhofs.

"Doch wer könnte die Verbesserungen besser benennen, als die Kinder selbst?", weiß Matthias Bayer, Schulpflegschaftsvorsitzender der Johannesschule Sundern. Im Rahmen der Ideenfindungsphase identifizierten die Kinder daher zunächst selbst ihre "guten" und "schlechten" Plätze auf dem Schulgelände.

Während zweier Projekttage in diesen Tagen entwickeln sie dann konkrete Ideen für mögliche Veränderungen und präsentieren diese den anderen Schülern.

Moderiert werden diese Projekttage von gleichermaßen engagierten wie begeisterten Lehrern und Eltern. Mit Unterstützung des bundesweit aktiven Vereins Jugend-Architektur-Stadt, der das gesamte Projekt begleitet, wurden die beteiligten Lehrer und Eltern auf das Projekt vorbereitet. Nach dem Motto "Lass es mich selbst machen, und ich verstehe es" durften zunächst die Eltern all das machen, was letztendlich auch die Kinder machen werden. Mittels Schere, Buntstiften und Bildausschnitten gingen die Eltern engagiert ans Werk und entwickelt gemeinsam ihre Ideen. Zum Schluss gestalteten alle Teilnehmer sogar noch ihren ganz persönlichen Wunschraum ? in einer Streichholzschachtel. Dabei ging es allerdings noch nicht um konkrete Veränderungen für den Schulpausenhof. Denn das sollen ja die Experten machen, die den Pausenhof täglich nutzen...

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare