Unicef ist aktiv für Hygiene in Entwicklungsländern

Klo nicht selbstverständlich

Auf die prekäre hygienische Situation in Entwicklungsländern machte Unicef mit Hilfe einiger Realschüler in Sundern aufmerksam.

Was tun, wenn man mal muss, aber weit und breit keine Toilette zur Verfügung steht? Für rund ein Drittel der Menschheit ist das tägliche Realität.

Rund 2,5 Milliarden Menschen weltweit haben weder Toiletten noch Latrinen zur Verfügung, die meisten davon in Asien und Afrika. Darauf wies Unicef anlässlich des Weltgesundheitstages in der Sunderner Fußgängerzone hin und rief gezielt zu Spenden für Latrinen und Hygieneaufklärung für Kinder auf.

Sundern.

„Alle brauchen Toiletten, aber keiner spricht gern darüber. Dabei ist es so wichtig. Jeden Tag sterben 1400 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, weil ihnen saubere sanitäre Einrichtungen fehlen oder sie und auch ihre Eltern zum Beispiel nicht wissen, wie sie sich mit Händewaschen dafür schützen können“, sagte Ingrid Halbe, Leiterin der Unicef-Gruppe Sauerland. „Unter dem Motto „Erleichtern Sie sich“ wollen wir die Menschen in Sundern und Umgebung mit einem Augenzwinkern zum Nachdenken und Spenden bewegen. Damit ist gemeint: Bitte erleichtern Sie Ihren Geldbeutel, damit Kinder in Entwicklungsländern sich auf menschenwürdige Weise erleichtern können.“ Inmitten des Marktgeschehens machten Mitarbeiterinnen der Arbeitsgruppe Sauerland mit einem Info-Stand mit Hilfe von Schülern einer fünften Klasse der Realschule auf diese Problematik aufmerksam.

Außerdem werden in Sundern und Arnsberg in einigen Restaurants, Hotels und Firmen in deren Toiletten Poster und Aufkleber zu finden sein, die dazu auffordern, per SMS einen kleinen Beitrag für Hygiene für Kinder zu leisten: unter der Nummer 81190 den Text Hilfe schicken - das war’s schon. Hierdurch werden fünf Euro vom Handy-Konto (davon gehen 4,83 Euro direkt an Unicef; kein Abo; zzgl. Kosten für eine SMS) für diese Aktion abgebucht. Wer mehr für diesen guten Zweck spenden möchte, kann dies natürlich gern auch unter dem Stichwort „Erleichtern Sie sich“ auf das Konto der Unicef-Arbeitsgruppe Sauerland: 1023662 bei der Sparkasse Arnsberg-Sundern (IBAN: DE54466500050001023662) tun.

Für fünf Euro kann Unicef zum Beispiel Dorfkomitees mit 25 Seifen ausstatten. Die Dorfkomitees werben für das Händewaschen mit Seife und schützen so die Familien vor Krankheitserregern. Zehn Euro kostet eine hygienische Schullatrine durchschnittlich pro Schüler. Für 55 Euro kann UNICEF den Bau einer Latrine für eine Familie finanzieren. Begleitet wird diese Aktion außerdem noch durch die Ausstellung „Wasser wirkt“ im Foyer des Sunderner Rathauses, in der auch Unicef-Grußkarten ausgestellt sind.

Die Aktion ist Teil der schon länger laufenden bundesweiten Unicef-Kampagne „Wasser wirkt“. Das Ziel: Mit Hilfe von Spenden aus der Kampagne will UNICEF bis 2015 mindestens 500.000 Kinder dauerhaft mit sauberem Trinkwasser versorgen, ihnen Zugang zu hygienischen Latrinen verschaffen und sie über Gesundheit aufklären. Mit Erfolg: Dank breiter Unterstützung aus der Bevölkerung erreicht Unicef bereits mehr als 415.000 Kinder in Äthiopien, Bangladesch, Kambodscha, Sambia, Somalia und Südsudan.

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