„Heimspiel“ für Ministerpräsidentin

"#DemokratieundRespekt": Hannelore Kraft unterstützt Initiative der Sportjugend NRW

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Hannelore Kraft überreichte gemeinsam mit LSB-Präsident Walter Schneeloch (2. v. r.) und dem Vorsitzenden der Sportjugend NRW Jens Wortmann ein Bild an Annette Schmidt (l.), Leiterin des Sport- und Tagungszentrums.

Hachen/Hochsauerland. Passender hätte der Termin nicht gewählt sein können: Zum Beginn der „Woche des Respekts“, die die NRW-Landesregierung in dieser Woche ausgerufen hat, stellte der Landessportbund am Montagabend im Sport- und Tagungszentrum Hachen sein neues Projekt „Ich stehe für #DemokratieundRespekt“ vor, mit dem vor allem junge Leute für einen respektvollen Umgang miteinander sensibilisiert werden sollen – eine Initiative, die auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft unterstützt.

Jens Wortmann, Hannelore Kraft und Walter Schneeloch platzierten als erste Mitglieder im "Fanclub Demokratie und Respekt" symbolisch ihre Figuren im Miniatur-Stadion.

Sie durfte gemeinsam mit LSB-Präsident Walter Schneeloch als erstes Mitglied im „Fanclub Demokratie und Respekt“ eine Figur in einem Miniatur-Stadion platzieren, dessen rund 55.000 Plätze innerhalb eines Jahres mit den Figuren weiterer Unterstützer gefüllt werden sollen. „Der Sport ist das Spiegelbild unserer Gesellschaft. Alle Probleme, die es in der Gesellschaft gibt, gibt es auch im Sport“, erklärte Jens Wortmann, Vorsitzender der Sportjugend NRW, die die Kampagne ins Leben gerufen hat. 

Sowohl auf Sportstätten als auch an anderen Orten komme es vermehrt zu Respektlosigkeiten, Gewalt und verbalen Ausfällen. Und da setzt die Kampagne an: Gemeinsam mit jungen Menschen sollen die Themen Demokratie und Respekt in den kommenden fünf Jahren bearbeitet werden. Das begrüßte auch die Ministerpräsidentin: „Respekt kann nicht von oben verordnet werden. Er muss von unten entstehen.“ 

Aufruf: „Nicht in Kategorien denken“ 

Die „Landesmutter“ enthüllte auch ein Bild, das im Rahmen der Kampagne „Das habe ich beim Sport gelernt“ entstanden ist. Es zeigt die frühere Handballspielerin Kraft mit einem Ball in der Hand und den Dingen, die sie beim Sport gelernt hat: Teamgeist, Durchsetzungsvermögen und Respekt. Die Ministerpräsidentin, die regelmäßig ihren Urlaub in Hachen verbringt, überreichte es bei ihrem „Heimspiel“ an Annette Schmidt, Leiterin des Sport- und Tagungszentrums. 

Durch den Abend führte als Moderator Rainer Schmidt. Der Kabarettist und Paralympics-Sieger, der ohne Unterarme und Hände zur Welt gekommen ist, machte sein Verständnis von Respekt mit Anekdoten aus seinem Leben deutlich: „Manchmal bekomme ich Respekt, den ich gar nicht haben will.“ Schmidt rief die Gäste dazu auf, nicht „in Kategorien“ zu denken: „Respekt heißt, dass wir auf problematische Zuweisungen verzichten.“

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