Vorgänge in verborgenen Tiefen erkunden 

Bürgerstiftung stiftet neues Messgerät für Ökologische Station Sorpesee

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Freuen sich über das neue Messgerät, mit dem die Vorgänge in den Tiefen des Sorpesees erkundet werden: Schülerinnen des Gymnasiums Sundern, Biologielehrer Jens Schelte, Matthias Ostrop (Bürgerstiftung) und Richard Müller (ehemaliger Leiter der Station).

Langscheid. Kleines Gerät, großer Nutzen: Über ein neues Sauerstoff- und Temperaturmessgerät freut sich die Ökologische Station in der Jugendherberge Sorpesee. Dieses liefert fortan wichtige Analysewerte zur ständigen Kontrolle der Wasserqualität aller Tiefen in der vielseitig genutzten Talsperre.

Möglich gemacht hat es die Bürgerstiftung Sundern, die die Kosten für das wissenschaftlich hochwertige Gerät übernimmt. „Das hochmoderne Gerät ist aber nicht nur ein wichtiger Bestandteil unseres umfangreichen Analyselabors, sondern dient darüber hinaus auch als Baustein unseres außerschulischen Lernortes. So können Schulgruppen das Ökosystem Stehendes Gewässer hier direkt am und auf dem Sorpesee erfahren und begreifen lernen. Da wir als Biologische Station stets auch auf die Unterstützung Dritter angewiesen sind, freue ich mich im Besonderen über die Übernahme der Kosten in Höhe von rund 2500 Euro durch die Bürgerstiftung Sundern“, erklärt Richard Müller, ehemaliger Leiter der Station.

Seit 2001 besteht die Station, die mit der NRW Stiftung sowie der Bezirksregierung Arnsberg zwei wichtige Kooperationspartner hat, in der Langscheider Jugendherberge bereits. Inzwischen seien das ein oder andere Gerät in die Jahre gekommen und müssten ersetzt werden. 

Ziel der Biologischen Station ist es vor allem, Schüler die Vorgänge und Zusammenhänge in den verborgenen Tiefen des Gewässers – der Sorpesee ist bis zu 56 Meter tief und hier ganzjährig etwa vier Grad kalt – durch eigene Tätigkeit erkunden zu lassen und naturwissenschaftliche Bildung zu vermitteln. Messung von Temperatur und Sauerstoffgehalt, Bestimmung der Konzentrationen von Mineralstoffen, Chlorophyll, Methan und Kohlenstoff, lichtmikroskopische Untersuchung des Planktons, Vergleich von nährstoffarmen Haupt- und nährstoffreichem Vorbecken: In meist zweieinhalbtägigen Kursen und in Verbindung mit dem Biologieunterricht – inklusive Übernachtungen in der Jugendherberge – bietet die Station den angereisten Schulklassen neben dem weiterbildenden Aspekt zudem eine große Portion an Ferienatmosphäre und Freizeitaktivitäten. 

Für die schulische Funktion sind hier zwei halbe Lehrerstellen entstanden. Für einheimische Klassen gibt es darüber hinaus die Möglichkeit für einen rund vierstündigen „Crashkurs“: „Ich finde es toll, dass wir hier vor Ort neben dem theoretischen Schulunterricht auch hautnah und zum Mitmachen einiges aus der Praxis erfahren können“, äußerte sich die 17-jährige Emmi, Schülerin des Sunderner Gymnasiums erfreut.

„Man sieht doch, dass das Geld sinnvoll investiert ist“, betonte Matthias Ostrop, Vorsitzender der Bürgerstiftung Sundern, „Umwelt und Bildung stehen für uns ganz oben auf der Agenda. Vor allem, wenn es unserem eigenen Nachwuchs dient.“

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