"Das ist wie Urlaub für die Kinder"

Ferienbetreuung entlastet Eltern beim Kraftakt 

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Freuen sich über das Angebot der offenen Ferienbetreuung: die Kinder mit ihrer Betreuerin Anne Knapstein, Stephan Köster von der Sparkasse Arnsberg Sundern, Bürgermeister Ralph Brodel und Britta Cramer vom Träger Sozialwerk für Bildung und Jugend.

Sundern. Kinder lieben die Schulferien. Für berufstätige Eltern kann diese Zeit aber zum Kraftakt werden. Wenn die Kinder zu jung sind, um alleine zu Hause zu bleiben, werden die Ferien zum Problem. „Wir bieten deshalb schon seit zehn Jahren in Kooperation mit dem Sozialwerk für Bildung und Jugend aus Olsberg das ,Offene Ferienangebot’ an“, erklärt Berthold Assheuer, Fachbereichsleiter bei der Stadt Sundern.

An zehn Wochen des Jahres haben Eltern die Möglichkeit ihre Kinder von 8 bis 16 Uhr in den Ferien betreuen zu lassen. „Damit die finanzielle Seite sichergestellt ist, hat die Sparkasse Arnsberg-Sundern das Betreuungsangebot von Anfang an mit jährlich 10.000 Euro unterstützt“, so Assheuer.

 Das Angebot richtet sich an Kinder, die gerade den Wechsel vom Kindergarten in die Schule absolvieren oder von der Grundschule in die weiterführenden Schulen, wenn die offenen Ganztagsschulen keine Auszeiten haben,  oder an Kinder aus dem fünften und sechsten Schuljahr. „Wir betreuen hier über die Ferienwochen verteilt bis zu 40 Kinder“, erklärt Anne Knapstein, die mit Gaby Schmoll Betreuerin im „Offenen Ferienangebot“ ist. Jetzt in den Herbstferien ist die Anzahl der Teilnehmer deutlich weniger. 

Sechs Kinder tummeln sich an diesem Tag in der zentralen Raumgruppe in Sunderns Gymnasium. Hier findet die Ferienbetreuung im Normalfall statt. „Kommen in einer Woche nur drei oder vier Kinder, schließen wir uns der OGS in Allendorf an und in den Sommerferien wird es in den Räumen des Gymnasiums einfach zu heiß, dann wechseln wir in die Realschule“, sagt Anne Knapstein. Für die Kinder stehen viele Spiele und Bastelmöglichkeiten zur Verfügung.  „Wir geben den Kindern nicht ständig vor, was sie machen sollen. Sie dürfen hier meist das tun, wozu sie gerade Lust haben, oft gehen wir auch einfach nur raus in die Natur,“ versichert die Betreuerin. Immer mal wieder würden auch Ausflüge unternommen. So seien sie schon in Dortmund oder im „Kiki-Island“ gewesen. Zurzeit konzentriere man sich auf Sundern und seine Umgebung, denn hier gebe es viel zu entdecken. Die Spielplätze von Allendorf und Amecke seien ein beliebtes Ziel. „Das ist wie Urlaub für die Kinder“, so Anne Knapstein. 

Arbeitsplatz in Sundern wird attraktiv 

Das Museum „Alte Kornbrennerei“ wurde schon besucht und in diesen Ferien steht noch die Stadtgalerie mit der Ausstellung zum 125. Geburtstag von Heinrich Lübke auf dem Programm. Dort wollen die Betreuerinnen mit den Kindern sehen, wie die Menschen damals gelebt haben und Spiele aus diesem Zeitalter spielen. 

Die Anmeldung der Kinder für die "offene Ferienbetreuung" erfolgt immer für ganze Wochen. „Das ist pädagogisch wichtig und planerisch von Vorteil“, so Britta Cramer vom Träger Sozialwerk für Bildung und Betreuung. 50 Euro plus die Kosten für das Mittagessen müssen die Eltern für eine Woche Ferienbetreuung bezahlen. 

„Wir können hier den Eltern, den Kindern und dem Wirtschaftsstandort Sundern helfen“, meint Stephan Köster von der Sparkasse Arnsberg-Sundern. „Die Kinder in unserer Region liegen uns am Herzen und für Arbeitnehmer kann der Arbeitsplatz in Sundern attraktiv sein, wenn die Betreuung der Kinder sichergestellt ist. Das wiederum ist gut für die Wirtschaft", so Köster. 

Das Ferienangebot richte sich deshalb auch nicht nur an Kinder aus Sundern. "Kinder, deren Eltern hier arbeiten, können ebenfalls zu uns kommen“, ergänzte Anne Knapstein. Damit die „Offene Ferienbetreuung“ bekannter wird, will man in Zukunft mehr Werbung in den sozialen Netzwerken und direkt in den Firmen in Sundern machen.

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