Kleine Köche in Hachen

19 OGS-Kinder lernen bei Entdecker-Tour selber kochen

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Wraps, Lassis, Milchreis und Obstsalat stellten die 19 Kinder der OGS Hachen, angeleitet von Cornelia Langreck (hinten Mitte), mit der mobilen Küche selber her.

Hachen – „Oh, hier riecht es schon lecker nach Milchreis“ – Groß war die Vorfreude der 19 OGS-Kinder auf ihr Mittagessen. Dafür haben sie selbst mit Feuereifer geschnippelt, püriert, gerührt und gehobelt. Die mobile Küche der Entdecker-Tour hatte Station im Foyer der katholischen Grundschule in Hachen gemacht und an dem Karnevalsbrückentag am Freitag für eine Abwechslung im OGS-Bereich gesorgt.

Im Rahmen der NRW-weiten Kochtour war Landfrau Cornelia Langreck aus Rheda-Wiedenbrück mit zwei Helfern nach Hachen gekommen, um die Dritt- und Viertklässler unter dem Motto „Kinder lernen kochen“ für eine Ernährung mit frischen Produkten zu begeistern: Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte standen auf dem Speiseplan.

Wer keine Möhren oder Frischkäse mochte oder bei den Putenbrustscheiben noch etwas unentschlossen war, der lernte, dass man beim Selberkochen Lebensmittel austauschen und nach seinen Vorlieben kochen kann. „Ich bestehe allerdings darauf, das sie es wenigstens probieren“, erklärte Langreck, eine der 15 Landfrauen aus dem Team der Landesvereinigung Milchwirtschaft, die die Kinder mit auf Milchentdecker-Touren nehmen. „Was man selbst gekocht hat, schmeckt eigentlich immer, weil man weiß, was drin ist“, machte sie den Kindern Mut, bei den Gerichten zu zu langen. Wichtig ist ihr auch, ihren Schützlingen die Vielfältigkeit von Rezeptmöglichkeiten zu zeigen: Daher standen internationale Gerichte auf den Rezepten: So wurde für amerikanische Wraps Gemüse geschnitten, gehobelt und eingerollt. Andernorts köchelte der spanische Milchreis, der mit Obstsalat gereicht wurde, während an anderer Ecke indische Lassis aus Joghurt, Obst und Fruchtsäften püriert und mit Obstspießen dekoriert wurden.

Bevor es los ging, waren die Kinder nicht nur in wichtige Hygienevorschriften eingewiesen worden, sondern sie lernten auch die richtigen Schneidetechniken mit den scharfen Messern. „Ich habe meine Kinder schon im Kindergartenalter in der Küche eingebunden“, sagt Langreck. „Hauswirtschaftliche Fähigkeiten sind für Kinder sehr wichtig. Sie können eine Menge, man muss es ihnen nur zutrauen. Je mehr man sie beschützt desto unsicherer werden sie.“ Und unter den Hachener kleinen Köchen waren schon einige kleine Experten dabei.

„Wenn Kinder das nicht lernen, wann sollen sie es lernen?“, sagt Langreck, Der Vorteil der mobilen Küche sei daher: Man braucht keine Schulküche, denn das sei das Problem vieler Schulen, die keinen hauswirtschaftlichen Unterricht geben können. Und das Selbermachen sei ein großes Erfolgserlebnis für die Kinder. Und was sie nach Erfahrung der Landfrau genauso begeistert: „Dass sie die Rezepte zuhause für die Familie nachkochen können. Das finden sie ganz toll.“

Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Grundschulen können sich bewerben: milchentdecker@milch-nrw.de

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