An der neuen Kita sollen nun weitere Stellplätze entstehen

Parksituation in der Settmecke beschäftigt gleich zwei Abteilungen der Stadtverwaltung

Sieben Parkplätze an der neuen Kita Feldhasen in der Settmecke sind zu wenig – der Träger will nun weitere Stelleplätze für Mitarbeiterinnen einrichten.
+
Sieben Parkplätze an der neuen Kita Feldhasen in der Settmecke sind zu wenig – der Träger will nun weitere Stelleplätze für Mitarbeiterinnen einrichten.

Sundern – Die Parksituation in der Settmecke in Sundern sorgt momentan für Unruhe – und das in zweifacher Hinsicht. Sowohl Ordnungsamt als auch der Fachbereich Bildung, Jugend und Familie beschäftigen sich gerade – unabhängig voneinander – mit dem Bereich.

Ein Problem ist durch die neue Kita entstanden. „Da vermehrt auf der Straße geparkt wurde, hatten Anwohner teils Probleme aus ihren Einfahrten zu kommen oder Gewerbebetriebe angeliefert zu werden“, schreibt der CDU-Ortsverband Sundern in einer Pressemitteilung nach einem Vor-Ort-Termin. 

Wie Fachbereichsleiter Martin Hustadt auf Nachfrage des SauerlandKurier berichtete, sei es zu heftigen Protesten einzelner Anwohner gekommen. Der Unmut war zuletzt am Anfang dieser Woche in einer Ansammlung wütender Anwohner kulminiert. Die Kita-Leiterin berichtete von mehrfachen Beschimpfungen, so Hustadt. „Es wird zur Entspannung kommen“, versprach der Fachbereichsleiter. 

Weitere Parkplätze auf städtischem Grundstück

Das Problem zeichnete sich schon bei den ersten Planungen für die neue Kita ab. Verpflichtend war es, fünf Parkplätze einzurichten – sieben wurden gebaut. „Also bereits mehr als sie mussten“, berichtet der Fachbereichsleiter. „Es war aber allen Beteiligten klar, dass das nicht ausreicht.“ Die Stadt habe damals zugesagt, auf dem angrenzenden städtischen Grundstück einen Streifen für weitere Parkplätze zur Verfügung zu stellen. „Wir bleiben bei dieser Zusage an den Kita-Träger“, so Hustadt. Zwei Voraussetzungen müssen jetzt noch dafür erfüllt werden: eine bautechnische Prüfung und ein einfacher Pachtvertrag. 

„Zur Lösung des Problems baut die Caritas nunmehr bis Ende Juli auf einer Teilfläche des noch neu zu errichtenden Spielplatzes rechts neben der Kita fünf Stellplätze für ihre Mitarbeiterinnen, sodass diese nicht mehr auf der Straße parken müssen. Die Parkplätze vor der Kita bleiben für das Bringen und Abholen der Kinder frei“, berichtet die CDU in ihrer Pressemitteilung, die sich mit Anliegern und Vertreterinnen der Kita Feldhasen getroffen hatten. Bisher hatten Kita-Mitarbeiterinnen und Eltern häufig auf der Settmeckestraße geparkt. „Das ist rechtlich zulässig“, betont Martin Hustadt, wenn man auf der Straße und nicht mit den Reifen auf dem Bürgersteig stehe und keine Einfahrten zu parke. Er hofft aber, dass mit der Zusage, weitere Parkplätze zu schaffen, die Wogen geglättet sind.

Georg Te Pass (CDU) hofft, dass diese neuen Parkplätze ausreichen. „Ansonsten könnten auch an gleicher Stelle noch weitere entstehen. Leider wird aber dadurch die neue Spielfläche kleiner. Auch die gemeinsame Zuwegung für den Parkplatz für die Mitarbeiter und Besucher des Spielplatzes ist nicht optimal. Hier muss meiner Meinung nach noch an eine Verbreiterung der Zuwegung zur Sicherheit der Kinder gearbeitet werden“, so der CDU-Bürgermeisterkandidat. 

Neuer, gefährlicher Trend

Derweil ruft noch ein zweites Phänomen an der Settmecke die Stadtmitarbeiter auf den Plan: Seit einigen Wochen habe sich der Trend entwickelt, dass einige Anwohner selbst auf der Fahrbahn parken, wie Stephan Urny, Leiter des Ordnungsamtes, bereits beim jüngsten Monatspressegespräch berichtete. „Das ist keine Parkstraße, sondern eine Durchgangsstraße“, sagt Urny, der die Situation für gefährlich hält: für die Fußgänger, die die Straße queren wollen und zwischen den Autos durch müssen, sowie für Radfahrer. „Die Settmecke wird zunehmend von Radfahrern genutzt.“

Ab der kommenden Woche will das Ordnungsamtteam jetzt die Anwohner persönlich ansprechen, deren Fahrzeuge an der Straße stehen. „Wir klingeln an die Türen und bitten die Anwohner, ihre Stellplätze auf dem Grundstück zu nutzen“, so Urny. Sollte dies nicht fruchten, müsse man Beschilderungen aufstellen. „Wir wollen das nicht. Wir haben schon genügend Schilder in Sundern. Wir hoffen auf das Verständnis der Leute“, sagt Stephan Urny. Für einen Nutzen der parkenden Fahrzeuge als Verkehrsberuhigung gebe es keinen Anhaltspunkt, das Geschwindigkeitsprofil an der Settmecke sei unauffällig, entgegnet Urny den Stimmen, die parkenden Autos als willkommene Durchbrechung des Verkehrs werten. 

Weiterentwicklung des Spielplatzes

Einen Konsens gibt es bei der Weiterentwicklung des Spielplatzes auf der Fläche neben der Kita Feldhasen. Die CDU hatte, wie berichtet, angeregt, Kinder und Eltern mit ihren Ideen zu beteiligen. Die Mitarbeiterinnen des Jugendbüros seien bereits gebeten worden, ein Format zur Beteiligung der Kinder und Eltern zu finden, sagt Fachbereichsleiter Martin Hustadt. „Auf jeden Fall werden wir Kinder und Eltern beteiligen.“ Denn es sollen nicht nur die alten Gerätschaften wieder aufgestellt werden, so der Fachbereichsleiter. „Es gibt viele Möglichkeiten das zu entwickeln.“ Auch ein kleiner Bachlauf, der inzwischen offen gelegt wurde, biete sich an, etwa um eine kleine Matschanlage zu schaffen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare