„Freude und Erleichterung“

Pastoralvereinbarung bei Festhochamt feierlich übergeben

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Monsignore Andreas Kurte brachte ein Bronzekreuz als Geschenk des Bistums Paderborn an den Pastoralen Raum Sundern mit, als er Pfarrer Stefan Siebert, Leiter des Pastoralen Raums, stellvertretend für alle 16 Pfarrgemeinden von Sundern die unterzeichnete Pastoralvereinbarung übergab.

Sundern – Viele Gottesdienstbesucher aus allen Gemeinden Sunderns füllten am vergangenen Sonntag die St.-Johanneskirche. Ein besonderer Gottesdienst war der Grund: Die Pastoralvereinbarung für die 16 Gemeinden des Pastoralen Raums Sundern wurde in Kraft gesetzt und das Dokument feierlich von Monsignore Andreas Kurte vom Erzbistum Paderborn an die Sunderner übergeben.

Festlich zogen Pfarrer Stefan Siebert, Leiter des Pastoralen Raums, Geistlicher Rat Gottfried Springmann, Monsignore Konrad Schmidt, Dechant Hubertus Böttcher, Diakon Josef Levermann und die Gemeindereferentinnen Barbara Fisch, Nicole Laufmöller und Monika Hake zusammen mit vielen Messdienern und dem Domkapitular von Paderborn, Monsignore Andreas Kurte, in die Kirche ein. Sie alle füllten bei der beeindruckenden Messe den Altarraum, bei der Monsignore Kurte das Festhochamt leitete.

Der Domkapitular übergab im Namen von Erzbischof Hans-Josef Becker die Pastoralvereinbarung und setzte diese somit offiziell in Gang.

Fast genau sechs Jahre sei es her, dass das „Miteinander im Glauben“ auf den Weg gebracht worden sei, erklärte Pfarrer Stefan Siebert zu Beginn des Gottesdienstes über den Such- und Sondierungsprozess, an dem sich viele Frauen und Männer in allen Generationen beteiligt haben. Herausgekommen sei eine 35 Seiten lange Vereinbarung, die aufzeigt, wie sich die Kirche in Sundern in Zukunft aufstellen möchte und welche Schritte dazu zu gehen sind. Miteinander Gottesdienste feiern, Glauben teilen und die „Sache Jesu“ fortführen, so steht es im Vorwort der Vereinbarung zu lesen. „Die Zeiten haben sich verändert und auch die Menschen, wir können nicht mehr alles so machen wie früher,“ erklärt darin Pfarrer Siebert.

Diese Aussage nahm auch Monsignore Kurte in seiner Predigt auf. Es sei nicht mehr selbstverständlich, dass die jungen Menschen den Glauben übernehmen, wie andere Generationen es gemacht hätten. „Aber wir haben keine anderen Jugendlichen und wir wollen auch nur diese“, äußerte er im Hinblick auf die Zukunft der Kirche. „Seien Sie nicht nur Hörer des Wortes, sondern auch Täter“, forderte er die Gemeinde auf.

Im Namen des Erzbischofs überreichte der Domkapitular nicht nur an Pfarrer Stefan Siebert die Pastoralvereinbarung, sondern auch Vertreter aller 16 Pfarrgemeinden bekamen ein Exemplar.

Ein besonderes Geschenk vom Erzbistum

Zudem hatte der Monsignore noch ein besonderes Geschenk dabei. Ein Bronzekreuz, von jedem seiner vier Seiten gleich anzusehen. „Ein Geschenk, das allen 87 Pastoralen Räumen im Erzbistum Paderborn gemacht wird“, erklärte Kurte.

Nach dem festlichen Hochamt, das neben der stimmungsvollen Orgelmusik durch Organist Wolfgang Blome noch passend von den Kindern und Jugendlichen der Gruppe „Sing and Pray Kids“ begleitet wurde, fand im Johanneshaus bei Imbiss und Getränken noch ein ungezwungenes Beisammensein statt.

In der Pastoralvereinbarung, die Erzbischof Hans-Josef-Becker mit seiner Unterschrift in Kraft gesetzt hatte, wird von den Anfängen des Pastoralen Raums berichtet, von dem, was die Gemeinden früher ausmachte und von neuen Pastoralteams, dessen Leitung zunächst noch bei dem damaligen Sunderner Pfarrer Michale Schmidt lag. Sie handelt von der zu erwartenden Entwicklung der Priesterschaft, der Einführung des Steuerungskreises für den Pastoralen Raum, unter der Leitung der Gemeindereferentin Barbara Fisch. Die Zahlen der Gottesdienstbesucher sowie das Angebot im Kinder-, Jugend- und Familienbereich werden darin aufgeführt und der demografischen Wandel berücksichtigt. Eine Befragung der Kirchenmitglieder und die Konsequenzen daraus werden erörtert und für die Zukunft berücksichtigt. Die Pastoralvereinbarung gleicht einem Leitfaden für die zukünftige Entwicklung der Kirche in Sunderns Gemeinden.

„Mit Freude, aber auch einer Portion Erleichterung dürfen wir nun die Pastoralvereinbarung in Händen halten, die uns richtungsweisend in den kommenden Jahren begleiten wird“, hatte Pfarrer Stefan Siebert schon in der Einladung zum Festhochamt formuliert.

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