Kochen auf der großen Bühne

Pia Shilbayeh aus Hachen tritt ab heute bei der ZDF-Küchenschlacht an

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Mangold verarbeitet Pia Shilbayeh in ihrem ersten Gericht bei der „Küchenschlacht“.

Hachen. Für die einen ist es eine lästige Pflicht, für die anderen ist es pure Leidenschaft: das Kochen. Pia Shilbayeh gehört ganz eindeutig zur letzteren Gruppe. In dieser Woche kann die Hachenerin ihre Kochkünste sogar vor einem Millionenpublikum präsentieren, denn die 22-Jährige tritt ab heute bei der „Küchenschlacht“ im ZDF an.

Täglich um 14.15 Uhr treten dann sechs Kandidaten gegeneinander an, um den besten Hobby-Koch zu ermitteln. Nach jeder Show scheidet ein Teilnehmer aus, sodass sich im Finale am Freitag nur noch zwei Kontrahenten gegenüberstehen. In den ersten drei Shows (Montag bis Mittwoch) kocht jeder Kandidat ein Gericht, ab der vierten Show müssen dem jeweiligen Juror zwei Speisen aufgetischt werden. Während der 35-minütigen Zubereitungszeit steht den Hobby-Köchen ein prominenter Küchenvirtuose, der die Sendung moderiert, zur Seite. Im Fall von Pia Shilbayeh war das Sterne-Koch Björn Freitag. 

Die Dreharbeiten fanden vor rund einem Monat in Hamburg-Altona statt. Pia Shilbayeh, mit 22 Jahren die jüngste Kandidatin in der kommenden Woche, war davon sehr angetan. „Die Redaktion und das Team waren super nett. Insgesamt war die Atmosphäre sehr familiär und privat“, schwärmt die junge Hachenerin. „Auch Björn Freitag war sehr locker und hat viel mit uns gesprochen.“ Mit dem gebürtigen Gelsenkirchener tauschte sich die leidenschaftliche Anhängerin von Borussia Mönchengladbach natürlich über Fußball aus, schließlich kocht Freitag auch für seinen Herzensclub Schalke 04. Aber neben privaten Pläuschchen mussten die Kandidaten bei der „Küchenschlacht“ natürlich auch an den Herd. In der ersten Show am Montag bereitet Pia Shilbayeh selbstgemachte Tagliatelle mit Mangold-Roséwein-Soße zu. Ob sie Juror und TV-Koch Mario Kotaska damit überzeugen konnte, darf sie allerdings noch nicht verraten. 

Inspiration aus dem Internet 

Ganz im Gegensatz zu ihren kulinarischen Wurzeln: Die Deutsch-Palästinenserin wuchs in einem Mehrgenerationenhaus in Hachen auf und wurde dort von ihrer Urgroßmutter und ihrer Oma bereits früh an die Materie herangeführt. „Wir haben einen riesengroßen Garten und bauen selbst Gemüse an. Außerdem hat Oma früher selbst in der Küche gearbeitet. Da bekommt man schon viel mit“, berichtet die 22-Jährige, die an der Fernuni Berlin Mode- und Sportjournalismus studiert und darüber hinaus als Make-Up-Artistin und Bloggerin tätig ist. 

Mittlerweile bekocht Pia Shilbayeh ihre Familie regelmäßig selbst. Dabei probiert sie auch immer wieder neue Rezepte aus. Inspiration dafür holt sie sich im Internet oder in Sozialen Netzwerken wie Instagram oder Pinterest. Offen ist sie auch für neue Zutaten oder Gewürze. „Ich probiere gerne aus – auch in die arabische Richtung“, erklärt die Hachenerin im Hinblick auf die Herkunft ihres Vaters. Und zu Hause bekommt sie auch ehrliche Kritik: „Wenn etwas nicht schmeckt oder verbesserungswürdig ist, bekomme ich das sofort gesagt. Wir sind da sehr direkt.“ 

Damit muss Pia Shilbayeh auch bei den Juroren der Küchenschlacht rechnen, denn schließlich müssen die innerhalb einer Woche den besten Hobby-Koch finden. Wie sehr die Hachenerin mit ihren Fähigkeiten am Herd überzeugen kann, ist ab heute um 14.15 Uhr im ZDF zu sehen.

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