Kinder treten ihren „Dienst“ an

Kinderfeuerwehr in Sundern offiziell gestartet 

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Kinder aus Hachen, Enkhausen Stemel und Langscheid gehören der ersten Kinderfeuerwehr in Sundern an. Mit dabei Kinderfeuerwehrwartin Alexandra Erner (links), Jugendfeuerwehrwart Fabian Lübke (Zweiter von rechts), Wehrleiter Frank Siedhoff (rechts) und die Betreuer der Kinderfeuerwehr Marco Archi, Tanja Schulte und Markus Rothers.

Langscheid. Eine Schar kleiner Jungen und Mädchen tummelte sich am vergangenen Samstag im und um das große Löschfahrzeug von Langscheids Feuerwehr. Es fand offiziell zum ersten Mal „Kinderfeuerwehr“ in Sunderns Stadtgebiet statt.

16 Kinder durften das Feuerwehrauto von innen und außen erkunden und hatten dabei auch schon eine erste Aufgabe zu bewältigen. Sie sollten Ausrüstungsgegenstände am Fahrzeug finden, die ihnen vorher auf Bildern gezeigt worden waren. 

Aus Hachen, Enkhausen, Stemel und Langscheid kommen die Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis neun Jahren, die nun Mitglieder der „Kinderfeuerwehr“ sind und sich ab jetzt alle zwei Wochen am Gerätehaus der Langscheider Löschgruppe treffen. Dort werden sie spielerisch die Feuerwehr und den Brandschutz kennenlernen. Sie werden basteln, in den Wald gehen oder auch Ausflüge zu anderen Feuerwehren unternehmen.

Im vergangenen Herbst setzten sich sieben Feuerwehrmitglieder zusammen und arbeiteten ein Konzept für das Projekt „Kinderfeuerwehr“ aus. Mit dabei der Jugendfeuerwehrwart der Stadt Sundern, Fabian Lübke, und Kinderfeuerwehrwartin Alexandra Erner. „Wir haben bei unserem Konzept viel Wert auf die Qualität gelegt“, erklärte Sunderns Wehrleiter Frank Siedhoff. Dabei freute er sich, mit Alexandra Erner eine qualifizierte Fachkraft dabei zu haben. Denn hauptberuflich arbeitet die Feuerwehrfrau als Erzieherin und heilpädagogische Fachkraft.

Im Jahr 2016 schuf das Land NRW die rechtliche Grundlage für die „Kinderfeuerwehr“. Seitdem besteht die Möglichkeit, auch jüngere Kinder an die Feuerwehr heranzuführen. So sei es nun möglich Sechs- bis Zehnjährige in die Feuerwehen mit einzubeziehen, so Siedhoff. Ziel des Pilotprojekts in Langscheid soll sein, den Jüngsten spielerisch die Zugehörigkeit zur Feuerwehr zu ermöglichen und ihr Interesse daran auch langfristig zu binden.

Mindestens drei Betreuer kümmern sich in Langscheid zu jeder Gruppenstunde um diesen Anspruch und betreuen die kleinen Feuerwehrmädchen und -jungen. „Das erarbeitete Konzept wird dabei immer im Auge behalten und bei Bedarf überarbeitet“, versicherte die Kinderfeuerwehrwartin Alexandra Erner.

Nach dem offiziellen Start der „Kinderfeuerwehr“ hoffen die Beteiligten nun noch, die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens realisieren zu können. Der spezielle MTF soll den Transport der Kinder zu Ausflügen ermöglichen. Bei Bedarf könne er aber auch an anderen Stellen eingesetzt werden, so Wehrleiter Siedhoff. Eine 80 prozentige Förderung vom Land ist bereits bewilligt. Für die Anschaffung fehlen nun noch die von der Stadt Sundern zu tragenden 12.000 Euro.

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