2020 hat einiges zu bieten

Investitionen, Wahlen und kulturelle Highlights in Arnsberg und Sundern

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„Auf geht’s“ in das neue Jahr 2020. Nicht nur das Thema Straßenbau wird die Menschen in Arnsberg und Sundern beschäftigen.

Arnsberg/Sundern – Das neue Jahr hat gerade erst begonnen und wirft bereits große Schatten voraus. Politik, Baustellen, neue Veranstaltungen und mehr werden die Menschen in Arnsberg und Sundern in den nächsten zwölf Monaten beschäftigen.

Kommunalwahl

Während bei der Kommunalwahl am 13. September in Arnsberg lediglich der Stadtrat neu gewählt wird, geht es in Sundern auch um den „Chefsessel“ im Rathaus. Drei Anwärter – Amtsinhaber Ralph Brodel, Georg Te Pass (CDU) und Klaus-Rainer Willeke (unabhängiger Kandidat) – haben bereits ihren Hut in den Ring geworfen. Weitere Bewerber können noch bis zum 16. Juli hinzukommen. Spätestens am 27. September – mögliche Stichwahl – wissen die Sunderner dann, wer die Bürgemeisterkette tragen wird.

Innenstadtentwicklung 

Beschäftigen wird das Stadtoberhaupt in diesem Jahr nach wie vor besonders die Innenstadtentwicklung – unverändert einer der größten Themenblöcke in Sunderns politischem Entscheidungsprozess. Schwerpunkt liegt 2020 auf der Planung der Umgestaltung im Bereich des Franz-Josef-Tigges-Platzes, gegebenenfalls kann 2020 auch der Startschuss für die Baumaßnahmen fallen.

Mobilität 

Auch das Thema Mobilität beschäftigt die Sunderner Verwaltung weiterhin schwerpunktmäßig. So nimmt Sundern im September an der Europäischen Mobilitätswoche teil. Darüber hinaus stehen diverse Radwege auf der To-do-Liste des zuständigen Fachbereichs. Angehen möchte man auch den Bau der Linksabbiegehelfer im Bereich der Unteren Hauptstraße. Auch der Umbau des Kreisverkehrs Röhre/Göckeler Straße und die Planung und möglicherweise der Beginn der baulichen Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Enkhausen (B229) stehen auf der Agenda.

Infrastruktur

In die Infrastruktur wird auch in Arnsberg investiert. Zu den größeren Projekten im Bereich Straßen- und Kanalbau zählen der vierte Bauabschnitt der Neheimer Innenstadt (Johannesstraße, Pfarrer-Leo-Reiners-Platz, Michaelstraße, Alter Holzweg – 2.156.000 Euro), der Birkenweg in Oeventrop (1.387.000 Euro), die Haarstraße in Arnsberg (1.320.000 Euro) sowie der Endausbau des Baugebiets Luerblick in Holzen. Aber auch die klimafreundliche Mobilität ist 2020 ein wichtiges Thema: Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr gibt es im Sommer wieder das „Stadtradeln“. Damit die Teilnahme künftig noch einfacher wird, wird weiter in die Radinfrastruktur investiert. So werden die Arbeiten am RadXpressweg fortgeführt (von Pickenhainbrücke bis Schützenbrücke und dann weiter bis Bahnübergang Trift). Die erste Hälfte des im Bau befindlichen Möhnetalradweges werde in der ersten Hälfte 2020 fertiggestellt, so die Stadtverwaltung. Für den Busbahnhof Neheim wurde inzwischen der Antrag auf Förderung gestellt, sodass bei der Stadt Ausschreibung und Vergabe der Ausführungsplanung in diesem Jahr vorgesehen sind.

Klimaschutz

Der Klimaschutz soll 2020 auch in Sundern verstärkt in den Blick genommen werden. Der Rat hat grünes Licht für die Stelle eines Klimaschutzmanagers, befristet für zwei Jahre, gegeben. Die Ausschreibung der Stelle und Antrag auf Förderung sind nach Genehmigung des Haushalts 2020 möglich.

Optimierungsprozesse

Ob die weiteren Stellen auf der Dringlichkeitsliste geschaffen werden können, soll sich im Zuge einer laufenden Untersuchung im Sunderner Rathaus zeigen. Mit ersten Vorschlägen, wie die Verwaltung ihre Organisationsstrukturen und -abläufe optimieren kann, rechnet man im Rathaus im Laufe des Jahres. Zur seit Langem diskutierten Neustrukturierung der städtischen Gesellschaften soll die Untersuchung derweil in Kürze starten. Unter anderem erscheint eine Zusammenlegung von Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing denkbar.

Geeignete Gebäude

Auch die Suche nach einem neuen Domizil für Kunst und Kultur in Sundern wird in diesem Jahr fortgesetzt. Eine Lösung für den Wegfall der Stadtgalerie ist noch nicht in Sicht. Die favorisierten Ausweichquartiere fielen im vergangenen Jahr alle aus der Matrix. Danach stand man wieder am Anfang. Und eher als kalkuliert – Ende Juni – läuft zudem der Übergangsmietvertrag mit der Stadtgalerie aus. Mitte Januar soll sich ein Arbeitskreis zu dem Thema etablieren. 

Auch das Heinrich-Lübke-Haus in Enkhausen wird man wohl aufgeben müssen. Bauexperten sind sich einig: Die Gebäudesubstanz zu sanieren, lässt sich wirtschaftlich kaum darstellen, wie man bei der Stadt inzwischen erfahren hat. Die Stadt Sundern möchte daher mit dem „Verein zum Gedenken an Heinrich-Lübke“ vertrauensvoll kooperieren, um einen Ort des Gedenkens an Heinrich-Lübke zu entwickeln.

Neubauten

Der erste Spatenstisch ist derweil für den Neubau des Bau- und Betriebshofes am Ewigen Weg in Sundern geplant. Einzug halten können schon die evangelischen Gemeindemitglieder in ihre neue Lukaskirche. Die Einweihung des Neubaus ist für Sommer geplant. Geplant ist auch, dass das neue Seniorenheim in Allendorf im Sommer seinen Betrieb aufnimmt. Erstmals ihre Türen möchte auch die neue „Gastronomie am Vorbecken“ in Amecke öffnen. Im Mai soll hier mit der Eröffnungsfeier die Lücke im Gastronomiesektor geschlossen werden. Die Lücke der Nahversorgung hingegen soll im Frühjahr in der Neheimer Innenstadt mit der Wiedereröffnung der Marktpassage geschlossen werden. Eine Aufwertung sollen 2020 außerdem der Dorfplatz in Müschede und die Dorfmitte von Wennigloh erhalten. Hier werden Fördermittel aus der Dorferneuerung eingesetzt. Bereits kurz vor dem Jahreswechsel haben erste Maßnahmen für den Neubau der Feuer- und Rettungswache in Arnsberg begonnen. Im Alten Rathaus laufen nach Angaben der Stadt zwar bereits die Restarbeiten nach der Sanierung, ein Ende sei jedoch bislang nicht absehbar.

Investition in Schulen

Im städtische Gebäudemanagement liegt der Schwerpunkt der Baumaßnahmen 2020 der Sanierung der Schulen. „Zum Jahresende 2019 sind die letzten Auftragspakete für die Grundschulsanierungen in der Stadt Arnsberg an Planungsbüros und Architekten ausgeschrieben worden. Die Beauftragungen der letzten zwei Auftragspakte steht demnach Anfang 2020 direkt bevor“, so die Stadt. Für März seien Gespräche mit Fachdiensten, Architekten und Schulen geplant. Das Hauptaugenmerk an vielen Schulen wird auf der Sanierung der WC-Anlagen und auf den Malerarbeiten liegen sowie auf der Sanierung/Ausstattung der Akustik- und Deckengestaltung. Ebenso werden an vielen Schulen die Brandschutzkonzepte, unter Beachtung der neuen Brandschutzverordnung, noch einmal genau betrachtet und gegebenenfalls angepasst. Klar sei schon jetzt, dass nicht alle geplanten Maßnahmen während der Schulferien realisiert werden könnten. (Über geplante Baumaßnahmen im Bereich der Kindertagesbetreuung in Arnsberg und Sundern wird noch gesondert berichtet.)

Kultur und Events 

Im Terminkalender der Städte stehen auch 2020 wieder altbewährte kulturelle sowie sportliche Highlights. In Sundern zum Beispiel die Veranstaltungsreihen Kammerkonzerte im Schloss Melschede, „Kultur Rockt“, Volksbank-Dämmerschoppen, Mittwochs am Sorpesee, „Matinee im Grünen“ und das Mountainbikefestival Mega-Sports in Hagen und Sauerland-Höhenflug-Trailrun. Neue Wege schlägt man hingegen in der Innenstadt ein: Der Autofrühling findet 2020 nicht statt. Im Gespräch mit den Einzelhändlern denkt man jedoch über ein Late-Night-Shopping nach. Als Auftakt zum Stadtfest Röhrfestival können sich Rockfans auf eine Neuauflage des „Röhrrock“ freuen. Eine Großveranstaltung in Arnsberg wird das 70. SGV-Gebirgsfest sein, das am 20. und 21. Juni mit einem prall gefüllten Programm lockt. Eine ganz neue Veranstaltung gibt es in Arnsberg im September: An einem Eventwochenende möchte sich die Klosterlandschaft (Rumbeck – Wedinghausen – Oelinghausen) neu präsentieren. Auch Open-Air-Events wie das Volksbank AltstadtDinner am 1. August, „Donnerstags Live“ in Arnsberg oder auch Mittwochs am Brunnen in Neheim (diesmal mit fünf Terminen) stehen wieder im Kalender.

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