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Rechtsanwalt der Helma GmbH gibt Angebot für Parkfläche in Amecke ab

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Von: Ute Bosen

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Für die viel diskutierte Parkfläche in Amecke gibt es nun ein weiteres Angebot.
Für die viel diskutierte Parkfläche in Amecke gibt es nun ein weiteres Angebot. © Frank Albrecht (Archiv)

Sundern/Amecke – Bereits in der Sonderratssitzung in der vergangenen Woche stimmten die Ratsmitglieder aus den Reihen der CDU-Fraktion, der WiSu und BfS für einen Antrag, der den Verkauf eines etwa 2000 Quadratmeter großen Grundstücks in Amecke vorsieht. 35 Euro pro Quadratmeter hatte Investor der „Heimathafen“ Immobilie, Johannes Becker, für das gegenüber der Gastronomie liegende Areal geboten.

Gebunden an den Verkauf soll die Errichtung von etwa 120 Parkplätzen sein, welche der Investor dann zu einem niedrigen Zins an die Stadt verpachtet. Die Stadt könnte ihrerseits dann Parkplatzeinnahmen verbuchen. Ziel des Antrags: die Parkplatzsituation in Amecke zu sichern. Denn zum 31. Dezember läuft der Pachtvertrag mit der jetzigen Parkplatzflächen an der Ostseite des Sorpevorbeckens aus. Ohne diese sei die Gastronomie samt ihren 40 Arbeitsplätzen in Gefahr, so die einhellige Meinung der Ratsmitglieder aus CDU, WiSu und BfS.

Nun hat Bürgermeister Ralph Brodel auf der Monatspressekonferenz der Verwaltung in dieser Woche ein weiteres Angebot bestätigt. Dieses beinhaltet einen Kaufpreis von 37,50 Euro pro Quadratmeter, abgegeben von dem Lübecker Anwalt der Helma Ferienimmobilien GmbH, Ulf Freiherr von Danckelmann. Er bewirbt sich in seinem Schreiben als Privatperson um den Kauf des Grundstücks und erklärt ebenfalls darin die Bereitschaft, den Parkplatz langfristig an die Stadt Sundern bzw. die Sorpesee GmbH zu verpachten. 

Bereits zur Sonderratssitzung hatte die Stadtkämmerin, ebenso wie die FDP-Fraktion rechtliche Bedenken angemeldet. Es fehle ein Bietverfahren oder eine Grundstücksbewertung. Zurzeit werde intern geprüft ob die Stadt überhaupt verkaufen wolle und dürfe, erklärte Kämmerin Ursula Schnelle auf Nachfrage. Nur dann werde die Stadt auch verkaufen. Dem Verkauf werde eventuell eine Prüfung des Marktwertes vorausgehen, in jedem Fall aber ein Bieterverfahren. Das schreibe das EU-Recht so vor. 

Am wahrscheinlichsten ist nach Ansicht der Stadtkämmerin, der in der Sonderratssitzung von allen Ratsmitgliedern akzeptierte Plan B. Sollte demnach der Verkauf des Grundstücks von der Stadt nicht durchgeführt werden, verpflichtet sich diese, innerhalb kurzer Zeit auf dem gleichen Gelände circa 70 provisorische Parkplätze zu errichten. Ebenfalls soll der zweite Bauabschnitt am Großraumparkplatz „Zur schönen Aussicht“ in Angriff genommen werden. Gelder dafür könnten in diesem Jahr noch bewilligt werden, hatte die Stadtkämmerin zugesagt.

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