Schüler fit machen

Unternehmensverband belohnt kleine Forscher aus dem 'Phänokita-Forscherzelt'. Einer der Hauptpreise geht an das Evangelische Familienzentrum Sundern.

Mit der Verleihung der Preise für die besten Forscherstationen schloss nun das dritte gemeinsame Projekt des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte und der Kirchenkreise Arnsberg und Soest zur naturwissenschaftlichen Früherziehung von Vorschulkindern ab. Einer der Hauptpreise ging an eine Einrichtung in Sundern.

Für ihre Mühe und ihren Einsatz wurden aber natürlich alle kleinen Forscher mit einem Preis belohnt. Das Projekt "Phänokita" begann bereits im Sommer vergangenen Jahres.

Erzieherinnen der Kindertageseinrichtungen der evangelischen Kirchenkreise besuchten im Rahmen einer Weiterbildung die Phänomania in Essen. Sie waren von den Exponaten so begeistert, dass sie einige der Stationen gemeinsam mit den Kindern nachbauten, um ihren Schützlingen auf diese Weise die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge näher zu bringen. Die Stationen wurden schließlich in Soest im "Phänokita Forscherzelt" unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit ausgestellt. Eine Jury — bestehend aus Eike Ströbel, Leiterin des Referates der Tageseinrichtungen für Kinder im Kirchenkreis Arnsberg, Angelika Kehlbreier, Leiterin des Referates der Tageseinrichtungen für Kinder im Kirchenkreis Soest, Professor Dr. Wieland Richter von der Fachhochschule Südwestfalen, und Dr. Volker Verch, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte — nahm jede der 15 Stationen genau unter die Lupe. Sie experimentierten mit den Kindern und ließen sich die Zusammenhänge erklären.

Eike Ströbel: "Im Zelt erwarteten uns teilweise sehr aufwendig vorbereitete Exponate, in die Geschichten und Erklärungen eingebunden waren. Auf den ersten Blick war zu sehen, dass die Kinder mit großer Begeisterung bei der Sache waren. Sie experimentierten unter Aufsicht weitgehend selbstständig und konnten uns die Phänomene wie Magnetismus, Strom oder Luftantrieb mit eigenen Worten erklären. Uns als Jury hat das sehr beeindruckt und es fiel uns schwer, die Preisträger zu ermitteln."

Die Jury entschied letztendlich, dass ein Sonderpreis, drei Hauptpreise, drei Teil-nahmepreise mit Prädikat und acht Teilnahmepreise verliehen werden.

Dr. Volker Verch: "Jedes Kind hatte sich intensiv mit dem Experiment beschäftigt, kannte die Zusammenhänge und hatte vor allem Spaß an den naturwissenschaftlichen Phänomenen. Ziel dieser Projektreihe ist es, dass Kinder bereits im Vorschulalter einen Zugang zu den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) finden. Wir wollen damit erreichen, dass sich die üblichen Vorurteile älterer Schüler, nämlich dass Chemie, Physik und Mathe langweilig und kompliziert sind, gar nicht erst aufbauen."

Die Preise nahmen die Kinder und die Erzieherinnen der Einrichtungen in einer Feierstunde in der Arnsberger Geschäftsstelle des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte entgegen. Einer der Hauptpreise, eine Vorlesebibliothek im Wert von 250 Euro, ging an das Evangelische Familienzentrum in Sundern.

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