„Wir sind sehr verärgert“

Westfalenbus-Sonderbusse gibt es nach Zeugnisausgabe nicht

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In Sundern wurden Schüler teils vor dem vollen Bus stehen gelassen. Zu diesen Problemen kam es nach den Änderungen im Linienverkehr der Westfalenbus GmbH.

Sundern – Das Thema Schülerbeförderung sorgt bei Eltern, Lehrern und Stadtverwaltung in Sundern derzeit für Verstimmung, und zwar in zweierlei Hinsicht. Wie Fachbereichsleiter Martin Hustadt am gestrigen Freitag beim Monatspressegespräch ausführte, habe die Westfalenbus GmbH (WB)zum Jahresbeginn einige Änderungen im Linienverkehr vorgenommen. „Das war nicht mit uns abgestimmt“, äußerte Hustadt seinen Unmut. Vereinzelt habe das zur Folge gehabt, dass Schüler wegen zu voller Busse stehen gelassen worden seien. Entsprechend böse Beschwerden von Eltern flatterten ins Rathaus. Doch der Ärger geht in Sundern noch weiter.

Ganz besonders ärgerlich sei, dass die Westfalenbus GmbH angekündigt habe, am Tag der Zeugnisausgabe am 31. Januar keine Sonderbusse einsetzen zu können, erklärt Hustadt. „Aufgrund Neukonzeptionierung weiter Teile unseres Bedienungsgebietes, und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand“ habe man die „Zeiten der Zeugnisausgaben im Vorfeld nicht abgefragt“, teilte das Busunternehmen der Stadt per Mail mit. „Die RLG schafft das sehr wohl“, betonte der Fachbereichsleiter. Der Schulleiter des Gymnasiums der Stadt Sundern schreibt in einem Brief an die Eltern: „Es bleibt mir unverständlich, warum landesweite Termine der WB verborgen blieben.“ Die Schüler, die nicht mit der RLG (nach Endorf, Stemel, Hachen und Langscheid) fahren können, müssen am 31. Januar nach der dritten Stunde von ihren Eltern abgeholt werden oder auf die nächsten Linienbusverbindungen der WB in ihre Heimatorte warten. Die Kinder werden in den Schulen bis dahin beaufsichtigt.

„Wir haben die WB per Mail um einen Gesprächstermin gebeten, eine Antwort ist leider noch nicht eingegangen. Darüber sind wir sehr verärgert“, so Hustadt.

Weiterhin Bedarf an Kitaplätzen

Viele Gesprächstermine stehen in den kommenden Wochen in der Kindergartenlandschaft an. Das Anmeldeverfahren für das Kitajahr ab August ist abgeschlossen, die Abstimmungsgespräche sind gestartet und die Kitaräte werden bis Mitte Februar tagen und über Ab- und Zusagen entscheiden. Dann werden dem Jugendamt die Zahlen der 17 Kitas im Stadtgebiet vorliegen. Dann herrscht Klarheit: Wer ist unversorgt?

Mit dem Thema Kitaplätze in Sundern wird sich dann der Jugendhilfeausschuss am 9. März beschäftigen. Die Ausschussmitglieder beschließen dort über die Gruppenformen in den Einrichtungen. Vorgelegt werden ihnen dann auch konkrete Vorschläge, wie man dem bestehenden Bedarf an noch mehr Kitaplätzen in Sundern gerecht werden kann. Gedanken machen sich Martin Hustadt und sein Team gerade über die möglichen Optionen: Wo gibt es Möglichkeiten, auf städtischem Grund und Boden eine neue Kita zu bauen? Kann man städtische Kitas vergrößern? Sehen die anderen Träger vielleicht Möglichkeiten weitere Plätze zu schaffen?

Derweil hat die neue Kita an der Settmecke, die sich in der Trägerschaft des Caritasverbandes befindet, am 6. Januar ihre Türen geöffnet. „Einige wenige Kita-Plätze für Kinder über drei Jahren im laufenden Jahr sind noch vorhanden“, so Hustadt.

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