Antoniuskeller soll Ehrenamtskneipe werden

Schützenbruderschaft Langscheid freut sich über 16.000 Euro aus dem Leader-Programm

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Auf den baldigen Start der Sanierung freut sich Brudermeister Peter Scheffer (4.v.li.) zusammen mit dem geschäftsführende Vorstand der Schützenbruderschaft Langscheid.

Die Langscheider St. Antonius-Schützen freuen sich über die Bewilligung von Fördergeldern in Höhe von 16.000 Euro (plus 4.000 Euro Eigenanteil) aus dem „Leader sein! Bürgerregion am Sorpesee“ – Kleinprojekte-Programm. Mit dieser Finanzspritze möchte die Bruderschaft in Einbruchschutz und der dringenden Sanierung des Treppenhauses der Schützenhalle zum „Antoniuskeller“ investieren.

Langscheid – In weiteren Schritten soll dieser zu einer Ehrenamtskneipe umfunktioniert werden, die zum Beleben der Dorfgemeinschaft beitragen soll.

„Eigentlich wollten wir das Treppenhaus nur neu streichen. Doch dann haben wir Feuchtigkeit in den Wänden festgestellt. Was auch bedeutet, dass die Sanierung erheblich aufwendiger und teurer wird. Zudem ist eine Erneuerung der in die Jahre gekommenen Eingangstüren dringend vonnöten. Auch aufgrund des besseren Einbruchsschutzes“, nennt Brudermeister Peter Scheffer den Beweggrund für einen Antrag auf Fördermittel, der Ende März bewilligt wurde.

Treffpunkt für Dorfbewohner

Diese Maßnahmen sollen den Grundstein für ein größeres Vorhaben bilden: Der Umbau des Antoniuskellers zu einer öffentlichen Ehrenamtskneipe, die zunächst ein oder zwei mal im Monat als Treffpunkt der Dorfbewohner dienen soll.

„Als Schützenbruderschaft haben wir den klaren Auftrag, ein funktionierendes Dorfleben aufrecht zu erhalten. Nach der Schließung der Dorfschänke gibt es nun im Dorfkern leider keine Kneipe mehr. Der Antoniuskeller soll da eine attraktive Abhilfe schaffen. Erst einmal klein anfangen. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt“, so Scheffer.

Nicht nur Wegfall des Schützenfestes schmerzt

Kassenwart Oliver Heymer betont, dass solche Umbau- und Sanierungsinvestitionen gerade aufgrund der coronabedingten Ausfälle aller Veranstaltungen und der daraus resultierenden, fehlenden Einnahmen eine Aufgabe sei, die ein Verein wie die Langscheider Schützen allein durch die Mitgliedsbeiträge kaum stemmen könne: „Es ist ja längst nicht nur der erneute Wegfall des Schützenfestes als gesellschaftlicher Höhepunkt, der richtig schmerzt. In der Regel können wir unsere Räumlichkeiten rund 50 mal im Jahr für weitere Events, Versammlungen und Feiern vermieten. In 2020 waren es gerade mal vier kleinere Veranstaltungen. Das tut auch in der Kasse weh.“

Die Schützen sind daher sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung durch Leader, werden aber auch mit guten Ideen selbst aktiv.

Kuchenaktion war erfolgreich

So sei etwa die Aktion des Kuchenverkaufs an drei Sonntagen ein voller Erfolg gewesen. Ehemalige Königinnen, Vorstandsfrauen sowie vereinsnahe Bürgerinnen hatten dafür fleißig gebacken und ein großes Echo bei den Langscheidern hervorgerufen: „Auch daran sieht man, wie toll uns das Dorf unterstützt“, freut sich Scheffer.

Jetzt, wo sich abzeichne, dass es auch in diesem Jahr kein zurück zu einem „normalen“ Vereinsleben geben und auch kein neuer König geschossen werde, müsse man versuchen, was möglich und was erlaubt ist. Gibt es den Schausteller überhaupt noch, den Lichttechniker, den Getränkelieferanten?

„Auf Online-Alternativen hat man langsam keinen Bock mehr“

Für 2022 ist der Brudermeister guter Dinge, obwohl bei einem „Kann“ das „Wie“ zu einer neuen Herausforderung werden könne. „Da sollte aber schon irgendetwas machbar sein. Auf Online-Alternativen hat man langsam keinen Bock mehr.“

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