„Make Amecke great again“

„Das schunkelnde Vorbecken“ in Amecke begeistert das Publikum

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Donald Trump (alias Patrick Feldmann) führte mit seinem Elferrat durch das Programm.

Amecke. „Make Amecke great again“ – unter diesem Motto bewies das Sorpedorf bei seiner traditionellen Karnevalssitzung „Das schunkelnde Vorbecken“ des Vereinsrings wieder eindrucksvoll, dass auch ohne „echten“ Karnevalsverein ein quicklebendiges Bühnenprogramm die Jecken von den Stühlen reißen kann. In locker-flockiger Art und Weise strapazierten die Akteure der Amecker Clubs und Cliquen die Lachmuskeln der gutgelaunten und phantasievoll kostümierten Gäste in der rappelvollen Schützenhalle und zündeten eine Stimmungsrakete nach der anderen.

Donald Trump (alias Patrick Feldmann) persönlich hatte die Präsidentschaft über die kultige Veranstaltung übernommen und führte – nicht nur mit „fake-news“ – gemeinsam mit seinem Elferrat (erste Mannschaft der Fußballer von GW Amecke) sowie „Urgestein“ Uwe Schneider souverän durch das bunte und abwechslungsreiche Showprogramm, das es wieder in sich hatte. 

Nachdem „Die schrägen Töne“ mit Schunkelliedern – bei denen die Amecker Hymne „An der Sorpeküste“ selbstverständlich nicht fehlen durfte – den Startschuss abgefeuert und die Stimmung angeheizt hatten, bewiesen „Die roten Fünkchen“ als jüngste Gruppe der Tanzgarde ihr großes tänzerisches Talent. Als barbusige „Fischerin vom Sorpesee“ sorgte anschließend Egbert Berghoff – zu seinem 40-jährigen Jubiläum aktiver Mitwirkung beim Amecker Karneval – für erste gezielte Angriffe auf die Lachmuskeln. In herzerfrischender Manier griff er Anekdoten aus dem Dorfleben auf und nahm einen Bürger nach dem anderen mächtig auf die Schüppe.

Kreuzfahrt auf der „MS Sorpesee“ 

Auch die Sunderner Politik wurde an diesem Abend aufs Korn genommen: Das „successful team“ der „Geschmeidigen Durstigen“ zeigte unter anderem auf, wie sie mit ordentlich Fleiß und Geschick „misslungene“ Bauvorhaben in ihrem Ortsteil hätten verwirklichen lassen – getreu dem Motto „how to build bridges“. Am Ende bewies sich das Amecker Bauteam aber – zum Gelächter aller – als allemal äußerst träge Truppe. Nachdem die „Verrückten Hühner“ einen Tanz „vom anderen Stern“ auf die Showbühne gebracht hatten, ließen die „Sexy Men“ ihren ersten Auftritt von vor zehn Jahren noch einmal Revue passieren: Ein wenig in die Jahre gekommen, doch – nach intensiver „Aufwärmphase“ immer noch recht fit und fidel – legten die Turner zahlreiche akrobatische Sprünge „auf die Matte“. 

Zum großen Finale auf der Showbühne nahmen die Akteure von „Nützt ja nix“ die Jecken dann singend und schunkelnd mit auf eine Reise durch einige europäische Länder, ließen sich den griechischen Wein oder die italienische Pizza schmecken, übten sich im Bauchtanz in der Türkei, um letztendlich auf „Malle“ eine große Party steigen zu lassen. Hierzu hatten die stimmungsgeladenen Damen die „MS Sorpesee“ kurzerhand in ein dampfendes Kreuzfahrtschiff verwandelt. Starke Auftritte hatten auch die „Roten Funken“ mit einem Garde- und einem Showtanz – als trinkfeste Schützenbrüder – sowie die jungen Mädels der „ewig Blauen“, die die Amecker Narren begeisterten. Mit einem tänzerischen Highlight rundeten die „Tanzsterne“ aus Arnsberg – als einzige Gastgruppe – das gelungene Showprogramm eindrucksvoll ab. Längst war aus „Make Amecke great again“ „Make Amecke drunk again“ geworden, das Vorbecken des Sorpesees zum Überschwappen und das letzte dünne Eis zum Bersten gebracht. Beste Voraussetzungen für eine lange Feier bis in die späte Nacht.

Das schunkelnde Vorbecken in Amecke

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