Stadt Sundern und Caritasverband gehen neue Wege bei Seniorenarbeit

Hilfe für ältere Mitmenschen: Sunderner Seniorenlotsen sind auf Kurs gegangen

Der Startschuss für das Projekt „Seniorenlotsen“ ist gefallen. Wer bei dieser in Sundern neuartigen Seniorenarbeit mitmachen möchte, ist willkommen.

Voller Saal, beste Laune und viele Unterschriften im Caritas-Seniorenhaus St. Franziskus. Das ist das Ergebnis der Informationsveranstaltung zum Modellprojekt der sogenannten „Seniorenlotsen“. Mit diesem Projekt werden interessierte Menschen ausgebildet, um Senioren in allen wichtigen Lebensbereichen schnell und einfach zu den richtigen Ansprechpartnern und Institutionen zu leiten oder erste qualifizierte Informationen zu geben.

Sundern.

So wird, im besten Fall, der Nachbar zum Berater. Die dafür nötige Beratungskompetenz kann man lernen, zur Unterstützung der angehenden Seniorenlotsen organisieren der Caritasverband und die Stadt Sundern regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen: „Von spannenden Seminarangeboten bis hin zu Besuchen bei außergewöhnlichen Projekten im Bundesgebiet, ist wirklich alles dabei“, so Stefan Laufmöller, der als Ansprechpartner seitens der Stadt Sundern den Projektverlauf begleitet.

Britta Kinze, Ansprechpartnerin seitens des Caritasverbandes, ist der interaktive Prozess dabei besonders wichtig: „Wir möchten die einzelnen Programmpunkte aktiv mit den angehenden Seniorenlotsen entwickeln und gestalten. Aus der Diversität der Teilnehmer erhoffen wir uns viele interessante Ideen.“ Besonders im Fokus stehen für beide Projektpartner die Themen Wohnen, Medienkompetenz, Mobilität und Rentenberatung.

Über die Beteiligung und die Bereitschaft sich aktiv einzubringen, waren die Initiatoren des Projekts begeistert. Nach nur einer Stunde Präsentation meldeten sich direkt zehn Sunderaner Bürgerinnen und Bürger als Seniorenlotsen an.

Spontane Unterstützung gab es auch direkt von der Sunderaner Wirtschaft, mit einer innovativen Idee. Marc Willecke unterstützt mit „Digitaro – Ihr digitaler Notfallordner“ das Projekt der Seniorenlotsen und stellt jedem ehrenamtlichen Seniorenlotsen nach Abschluss der Ausbildung kostenlos einen digitalen Notfallordner als kleines „Dankeschön“ zur Verfügung. Der online verwaltete Notfallordner sammelt und strukturiert alle wichtigen persönlichen Informationen, Wünsche und Verfügungen und hilft dabei im Notfall schnell alle notwendigen Dokumente zur Hand zu haben.

Bürgermeister Ralph Brodel und Christian Stockmann, Vorstandsvorsitzender des Caritas-Verbandes Arnsberg-Sundern zeigten sich mehr als zufrieden von der Veranstaltung. „Das wird“, so beide, „ganz sicher ein Erfolg.“

Anmeldungen noch möglich

Wer noch mit auf die Reise gehen will, kann sich bei der Stadt Sundern (Stefan Laufmöller, Tel. 02933/81203) oder beim Caritas-Verband (Britta Kinze, Tel. 02931/5450515) noch anmelden. Bis zum 14. März werden die letzten freien Plätze vergeben. Am 15. März startet das Projekt dann mit der ersten Auftaktveranstaltung durch. Insgesamt stehen durch das Programm „Anlaufstellen für ältere Menschen“ 19.000 Euro Fördermittel zur Verfügung, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kommen.

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