Serhat Sarikaya tritt zurück

Spaltung des SPD-Stadtverbands "erschüttert mich zutiefst"

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Serhat Sarikaya gab seinen Rücktritt vom Amt des Vorsitzenden des SPD-Stadtverbands Sundern bekannt.

Sundern – Serhat Sarikaya tritt vom Amt des Vorsitzenden des SPD-Stadtverbands Sundern zurück. Dies teilte er in einem Brief an die Mitglieder des SPD-Stadtverbands Sundern mit, die am Samstag, 29. Februar, zu einer entscheidenden Mitgliederversammlung zusammenkommen.

„Ich habe sehr schwierige Monate, ja gar Jahre, hinter mich bringen müssen. Meine Familie und ich waren in den letzten Wochen und Monaten persönlichen Anfeindungen und Diffamierungen aus der eigenen Partei ausgesetzt. Diese Belastungen sind für mich, meine Gesundheit und mein Umfeld schwerwiegend“, schreibt er zur Begründung.

„Alle, die mich kennen, wissen, dass ich mich immer mit ganzem Herzen für unsere Stadt, ihre Bürgerinnen und Bürger und meine SPD eingesetzt habe. Ich hätte jedoch nicht erwartet, dass in einer sozialdemokratischen Partei mit den Grundsätzen „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ auf so einem Niveau miteinander umgegangen wird. Meine unzähligen Versuche und Bemühungen, einen gemeinsamem Weg zu finden, der neue Perspektiven für eine sozialdemokratische Politik in Sundern mit neuen Gesichtern eröffnen würde, wurden von einzelnen Personen und Gruppen innerhalb des SPD Stadtverbands Sundern blockiert“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Die Tatsache, dass Personen und Gruppen auf der kommenden Mitgliederversammlung die Spaltung des SPD-Stadtverbands Sundern vorantreiben und riskieren, erschüttert mich zutiefst“, sagt Sarikaya. „Mir wird schon seit Monaten unmissverständlich und eineindeutig klar gemacht, dass bei dem für alle absehbaren positiven Wahlergebnis für mich jegliche Arbeit und Zusammenarbeit in der SPD auf allen Ebenen (Ortsvereine, Arbeitsgemeinschaft und Fraktion) boykottiert werden. Ich werde und kann diese Spaltung des SPD Stadtverbands Sundern jedoch nicht zulassen und ziehe diese Konsequenz“, sagt der Kommunalpolitiker.

„Mir ist allerdings wichtig zu betonen, dass ich insbesondere in den letzten schwierigen Monaten eine neue Seite bei vielen Menschen kennengelernt habe. Sowohl Genossinnen und Genossen in der Partei als auch Bürgerinnen und Bürger in der Stadt haben mir für zukünftige Projekte und Ideen ihre Unterstützung zugesagt. Diese Rückendeckung gibt mir die Kraft, mich weiter politisch zu engagieren. Mir geht es einzig und allein um meine Stadt Sundern und die Bürgerinnen und Bürger“, heißt es final.

Ein weiterer Rücktritt folgte: SPD-Stadtverbandsschriftführer Christian Kräuter verkündete ebenfalls seinen Rücktritt mit sofortiger Wirkung. "Eine weitere Zusammenarbeit ist auf Grund der Erfahrung der letzten Monate für mich nicht mehr tragbar. Eine weitere Mitarbeit in der Partei stelle ich in Frage", heißt es in dem Schreiben vom 26. Februar an den SPD-Stadtverband. 

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