Wirbel um die "GastWelten" - "Scheitern wäre eine Katastrohe"

"Sind in einer entscheidenden Phase"

Die „GastWelten“: So sollen sie am Ende aussehen. Aktuell gibt es allerdings viele Gerüchte um das Haus.

Das Prestigeprojekt „GastWelten“ an der Mescheder Straße sorgt für allerhand Gesprächsstoff unter den Bürgern. Gerüchte, Vermutungen und wilde Spekulationen rund um die ehemalige Maybaum-Immobilie kursieren in der Stadt. Die CDU wird im heutigen Hauptausschuss eine umfassende Aufklärung über das Projekt fordern. Die „GastWelten GmbH“ hat im Vorfeld bereits reagiert und eine Stellungnahme verfasst. Darin heißt es unter anderem: „Um die laufenden und noch anstehenden Verhandlungen nicht zu gefährden, wollen und können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Details in der Öffentlichkeit besprechen.“

Das Prestigeprojekt „GastWelten“ an der Mescheder Straße in Sundern sorgt für allerhand Gesprächsstoff unter den Bürgern. Gerüchte, Vermutungen und wilde Spekulationen rund um die ehemalige Maybaum-Immobilie kursieren in der Stadt. Die CDU wird im heutigen Hauptausschuss eine umfassende Aufklärung über das Projekt fordern. Die „GastWelten GmbH“ hat im Vorfeld bereits reagiert und eine Stellungnahme verfasst. Darin heißt es unter anderem: „Um die laufenden und noch anstehenden Verhandlungen nicht zu gefährden, wollen und können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Details in der Öffentlichkeit besprechen.“

Noch Ende August hatten „GastWelten“-Geschäftsführer Franz-Josef Rogoll und Projektleiterin Marlen Winkler öffentlich Stellung bezogen zu einer angeblichen Zahlungsunfähigkeit der GmbH und erteilten entsprechenden Gerüchten eine klare Absage. „Seit dieser Veröffentlichung jedoch herrscht weiterhin und zunehmend Skepsis in Teilen der Öffentlichkeit über die tatsächliche wirtschaftliche Lage des Prestigeprojektes. Auch ist in den vergangenen sechs Wochen so gut wie kein Baufortschritt am künftigen GastWelten-Gebäude erkennbar und das obwohl laut ursprünglicher Planung für den 1. Oktober dieses Jahres die Eröffnung avisiert war“, so Stadtverbandsvorsitzender Stefan Lange, der nun Aufklärung fordert.

Er sieht die 2,5 Millionen Euro Steuergeld in Gefahr, mit denen das Projekt nach dem Auslagenerstattungsprinzip gefördert wird. Heißt vereinfacht: Die GmbH zahlt aus Eigenmitteln Rechnungen, gibt diese an die Bezirksregierung weiter und erhält das Geld nach eingehender Prüfung zurück. „Das Projekt wird mit Steuergeldern in Höhe von 2,5 Millionen Euro gefördert. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, umfassend und lückenlos über den aktuellen Zustand des Projektes aufgeklärt zu werden“. In einem Fragenkatalog fordert die CDU Aufklärung über das, was derzeit in der Sunderner Bevölkerung diskutiert wird, beispielsweise: „Gibt es weiterhin offene Rechnungen bei Planungsbüros, Handwerkern oder anderen am Projekt beschäftigten Gewerken?“ oder „Gab oder gibt es konkrete Anzeichen für eine wirtschaftliche Schieflage des Projektes?“.

CDU fragt: Gibt es offene Rechnungen?

„GastWelten ist ein Prestigeprojekt – sowohl städtebaulich als auch zukunftsorientiert für die Stadt Sundern und die gesamte Region“, so Stefan Lange. „Sollte es hier tatsächlich, trotz detaillierter Wirtschaftspläne, zu einer wirtschaftlichen Schieflage gekommen sein, wollen wir vollständig über die Gründe und Verantwortlichkeiten aufgeklärt werden“. In jedem Fall müsse jetzt aber zunächst die Öffentlichkeit über den aktuellen Sachstand informiert werden. „Diesmal allerdings lassen wir keine Durchhalteparolen gelten. Wir fordern Aufklärung.“

Die GastWelten GmbH hat bereits auf die Forderung reagiert und auf KURIER-Anfrage eine Stellungnahme abgegeben. Darin heißt es: „Im Rahmen des Bauprozesses haben bauwerksbezogene Probleme, die insbesondere auch auf die Statik zurückzuführen sind, zu erheblichen Bauverzögerungen geführt. Dies ist bedauerlich und wird sicherlich auch Gegenstand einer Ursächlichkeitsprüfung sein. Damit einhergegangen sind Baukostenüberschreitungen, welche weiter konkretisiert und mit denen am Bau Beteiligten zu klären sind.

Um die laufenden und noch anstehenden Verhandlungen nicht zu gefährden, wollen und können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Details in der Öffentlichkeit besprechen. Es stehen Verhandlungen mit den Beteiligten an, denen nicht durch die Veröffentlichung von noch nicht abschließend geklärten Tatsachen vorgegriffen werden soll.“

Tatsache sei, dass sich das gesamte Projekt in einer sehr kritischen und entscheidenden Phase befinde. Die nächsten Wochen würden darüber entscheiden, ob die Realisierung vorangetrieben werden könne oder das Projekt sogar scheitert. Es seien daher sachverständige Dritte in den Prozess einbezogen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

„Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es unseriös, weitere Angaben über eine konkrete Zeitplanung abzugeben. Alle Parteien sind bemüht, das Beste aus der angespannten Situation und für die Stadt Sundern zu machen. Ein Scheitern des Projekts wäre eine Katastrophe für alle Beteiligten und die Stadt Sundern.

Kosten wurden überschritten

Wir alle wünschen und hoffen, dass das Projekt Gastwelten trotz der Bauverzögerungen und der entstandenen Kostenüberschreitungen für die Stadt Sundern positiv zu Ende geführt werden kann“, so die GmbH. Sobald die entscheidenden Verhandlungen abgeschlossen seien, werde die Öffentlichkeit zeitnah informiert. Die jeweils zuständigen Gremien würden laufend informiert, soweit Ergebnisse vorliegen.

Projektleiterin Marlen Winkler fasst den Stand der Dinge zusammen: „Wir wollen das Projekt nicht gefährden, mit allen eine Einigung erzielen und das Projekt am Ende umsetzen.“

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