Ruhrverband warnt

Lebensgefahr! Darum sollte man nicht von Brücken in Stauseen springen

Am Sorpesee springen viele Jugendliche von der Brücke in Amecke ins Wasser. Der Ruhrverband warnt vor dem Sprung. Es bestehe Lebensgefahr.
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So nicht: Am Sorpesee springen viele Jugendliche von der Brücke in Amecke ins Wasser. Der Ruhrverband warnt vor dem Sprung. Es bestehe Lebensgefahr.

Das heiße Wetter in diesen Tagen schreit geradezu nach einer Abkühlung in den Sauerländer Seen. Doch einige Wasserratten setzen dabei ihr Leben aufs Spiel. Der Ruhrverband warnt nun eindringlich.

Sundern - „Ein lebensgefährlicher Trend, der den Verantwortlichen des Ruhrverbands an der Möhnetalsperre schon seit langem Kopfzerbrechen bereitet, hat mittlerweile auch die Sorpetalsperre erreicht“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Ruhrverbands. Immer wieder in den letzten Jahren und in besonders großer Zahl in diesem Sommer könne man nämlich Jugendliche dabei beobachten, wie sie von der Brücke am Amecker Damm aus entweder in den Sorpesee oder ins Vorbecken springen.

„Was die jungen Springer vermutlich nicht ahnen: Sie bringen sich selbst damit in allergrößte Gefahr“, warnt der Ruhrverband. Auf beiden Seiten der Brücke lauern nach Angaben von Pressesprecher Markus Rüdel unter Wasser zahlreiche Stahlarmaturen und Betoneinbauten, die für den technischen Betrieb der Hochwasserentlastung notwendig sind. An diesen können sich die „Brückenspringer“ im Sorpesee schwer verletzen.

Sorpesee: Sprung in Talsperre ist „lebensgefährlicher Leichtsinn“

Hinzu komme bei einer Talsperre wie dem Sorpesee der schwankende Wasserspiegel, der dafür sorgen könne, dass diese unsichtbaren Hindernisse plötzlich viel dichter unter der Wasseroberfläche sind als noch am Vortag. „Im Klartext: Eine Stelle, die vielleicht gestern noch tief genug war, kann schon heute oder morgen zu flach sein! In eine Talsperre zu springen, ist lebensgefährlicher Leichtsinn!“, weist der Ruhrverband mit eindringlichen Worten vor Sprüngen von der Brücke in Amecke.

Der Ruhrverband weist zudem darauf hin, dass das Springen von Brücken oder ähnlichem in die Talsperren des Ruhrverbands gegen die Freizeitordnung verstoße und als Ordnungswidrigkeit geahndet werden könne. „Ein Landschaftskontrolldienst überwacht regelmäßig die Einhaltung der Freizeitordnung“, heißt es.

Sorpesee: Badestellen bieten sicheren Wasserspaß

Sicheren Wasserspaß würden dagegen die ausgewiesenen Badestellen, die es nicht nur am Sorpesee, sondern auch am Henne-, Möhne- und Biggesee gibt. „Auch unter den aktuellen Coronabedingungen finden Erholungssuchende hier zahlreiche Möglichkeiten zur sicheren und unbeschwerten Erfrischung im kühlen Nass“, berichtet der Ruhrverband.

Die Sunderner Feuerwehr wies zuletzt auf eine weitere gefährliche Freizeitbeschäftigung am Sorpesee hin: Wegen zahlreicher Lagerfeuer am Ufer waren die Brandschützer zuletzt im Dauereinsatz.

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