Benefizkonzert zugunsten der Begegnungsstätte

Besondere Spendenaktion des Freundeskreises „LaVie“ in Sundern

Spendenaktion und Live-Konzert vereinte der Freundeskreis "LaVie" mit seiner Aktion am Pfingstwochenende in der Sunderner Innenstadt.
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Spendenaktion und Live-Konzert vereinte der Freundeskreis "LaVie" mit seiner Aktion am Pfingstwochenende in der Sunderner Innenstadt.

Sundern – Mittendrin statt außen vor: Eine außergewöhnliche Spendenaktion, initiiert von Mitgliedern des Freundeskreises „LaVie e.V.“ gemeinsam mit bekannten Sunderner Musikern, sorgte am Pfingstwochenende an zwei Tagen für große Aufmerksamkeit.

Während am Samstag ein zweistündiges Live-Konzert mit stimmungsvollen Schlager- und Popsongs von einem Lkw auf dem Levi-Klein im Herzen Sunderns das Publikum in den Bann zog, brach die Künstlergruppe am Sonntagmorgen auf dem Musiktruck zu einer Ständchentour quer durch das Stadtgebiet auf.

Ziel der Aktion - initiiert durch Wolfgang Richter und Serhat Sarikaya - war es, durch Spendengelder der Begegnungsstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen, dem „LaVie“ im zentral in Sundern gelegenen Johanneshaus, wertvolle Unterstützung zu leisten. Mehr noch: Die Live-Auftritte sollten vor allem auch gezielt darauf aufmerksam machen, dass sich die betroffenen Menschen und deren Angehörige in diesem Freundeskreis keinesfalls als eine Randgruppe der Gesellschaft sehen. 

"Es geht uns darum, ein Zeichen zu setzen"

„Wir freuen uns sehr über diese tolle Aktion und sind sehr dankbar“, äußerte sich der „LaVie“-Vorsitzende Heinz Rapp am Samstag begeistert: „Wir haben uns nicht nur zur Aufgabe gemacht, mit unserem Treffpunkt und den verbundenen Aktivitäten die gesundheitsfördernde seelische Selbst- und Vorsorge zu stärken. Vielmehr geht es uns auch darum, ein Zeichen zu setzen, dass die Unterschiedlichkeit des Menschen Normalität ist und nicht zur Ausgrenzung führen sollte. Wir sind eine offene Gemeinschaft und fühlen uns mittendrin in Sundern. Daher setzt diese Aktion im Zentrum der Stadt ein deutliches Signal.“ 

Während das unterhaltsame Konzert mit den beliebten, heimischen Sängerinnen Relindis Bergmann und April Kaiser, begleitet von Keyboarder Wolfgang Richter, auf dem Levi-Klein-Platz auch als Dankeschön für alle Unterstützer, Einzelhändler und Kunden Sunderns galt, spielte die Band gegen einen Spendenbeitrag von 20 Euro und Voranmeldung an Pfingstsonntag direkt vor der Haustür der jeweiligen Bürger. „Im Moment ist es für die Mitglieder unserer Gruppe aufgrund von Corona besonders schwierig“, erklärte Rapp. „Sie sind inzwischen zu einer tollen Gemeinschaft zusammengewachsen. Man mag sich. Doch aufgrund der Kontaktbeschränkungen können sie sich seit Wochen nicht treffen. Es wird Zeit, dass dies wieder möglich wird.“ 

Damit sprach der Vorsitzende die momentane, massive Problematik an, dass gerade Menschen mit psychischen Erkrankungen im Besonderen unter den Corona-Einschränkungen leiden: „Die Treffen sind für sie das A und O. Dazu gehören die gemütlichen Kaffee-Nachmittage montags und das ausgiebige Frühstück an den Freitagen, genauso wie die abwechslungsreichen Aktivitäten wie gemeinsame Ausflüge. Das fällt derzeit, sehr zum Bedauern, alles weg.“ Der Treffpunkt ist mittlerweile auf bis zu 20 Personen ausgerichtet und hat noch den ein oder anderen Platz frei. Für den Sommer ist ein großes Grillfest in Planung, bei dem jedermann willkommen ist: „Selbstverständlich ist das aber abhängig von der Corona-Situation. Die Feier soll ein geselliges Zusammenkommen für die ganze Familie sein und somit auch zu einer gelungenen Inklusion beitragen.“

Info und Kontakt 

Wer sich selbst betroffen fühlt und sich der Gemeinschaft anschließen oder dem Freundeskreis beitreten und finanziell unterstützen möchte, erhält weitere Informationen zu den Angeboten, Aktivitäten und Zielen von „LaVie e.V.“ telefonisch beim Vorsitzenden Heinz Rapp unter Tel. 0 23 75/31 88.

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Update: 12. Juni, 10.20 Uhr: Nach Abschluss der Aktion berichten die Initiatoren, dass eine Spendensumme von 1000 Euro für den Freundeskreis "LaVie" zusammen gekommen ist. 

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