Sport-Bündnis funktioniert

Über die Auszeichnung des Städtischen Gymnasiums Sundern freuten sich (v. l.): Walter Schneeloch (Präsident des Landessportbundes), Ute Schlecht vom RC Sorpesee, Bürgermeister Detlef Lins, Matthias Fell (Präsident des Westdeutschen Volleyball-Verbandes), Schulleiter Karl-Hermann Rollke und Regierungspräsident Helmut Diegel.

Ein Jahr nachdem die Bezirksregierung Arnsberg, der Landessportbund und die zwölf Stadt- und Kreissportbünde in NRW das "Bündnis für den Sport" für den Regierungsbezirk Arnsberg vereinbart hatten, wurde jetzt positive Zwischenbilanz gezogen.

Ziel des Bündnisses ist es, möglichst viele Menschen und möglichst schon im Kindes- und frühen Jugendalter zum Sport zu bringen. Insbesondere die Anstrengungen, die Allianz von Schul- und Vereinssport auszubauen, zeigen positive Ergebnisse.

Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes, Regierungspräsident Helmut Diegel und die Vertreter der Stadt- und Kreissportbünde freuten sich über die zahlreichen Beispiele für die gelungene Umsetzung des Bündnisses. "Ich freue mich, dass die Umsetzung des Bündnisses so nachhaltig durch den Regierungspräsidenten und seine Mitarbeiter gefordert und gefördert wurde", sagte Schneeloch.

Allein in den sieben Monaten von März bis September 2009 wurden bezirksweit in 49 Lehrgängen schon 663 Sporthelfer durch dafür qualifizierte Lehrkräfte ausgebildet. Sporthelfer sind Schüler, die selbstständig Sport-Arbeitsgemeinschaften leiten dürfen, wenn eine Lehrkraft "in Rufweite" ist.

Erste Kooperationsmodelle nach diesem Muster wurden mit dem Westdeutschen Volleyballverband und dem Westdeutschen Tischtennisverband in Soest, Sundern und Neunkirchen gestartet. Das Städtische Gymnasium Sundern wurde im Rahmen der Veranstaltung als Partnerschule des Westdeutschen Volleyball-Verbandes ausgezeichnet.

Programm "Schwimmen lernen"

Weitere Kooperationen werden für das Schuljahr 2010/2011 geplant beziehungsweise vorbereitet.

Um den Anteil der Nichtschwimmer zu verringern, wurde ein Handlungsprogramm aufgelegt. Die Erfolge stellen sich ein: So lernen zum Beispiel in Hamm und dem Hochsauerlandkreis mittlerweile alle Schüler bis zur 6. Klasse schwimmen. Die Lehrer werden durch die Bezirksregierung in Zusammenarbeit mit dem Schwimmverband Südwestfalen und der DLRG Westfalen qualifiziert. Kreis- und Stadtsportbünde bieten in Kooperation mit Vereinen in den Ferien verstärkt Kurse für Nichtschwimmer an, vor allem für Schüler im Primarbereich.

Im Jahr 2009 haben 68 Sportvereine im Regierungsbezirk gezielt Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte geplant und durchgeführt. Im nächsten Schuljahr soll der Fokus auf der Integration von Kindern, insbesondere von Mädchen liegen, weil diese bisher kaum den Weg in die Sportvereine finden.

Um die Arbeit der ehrenamtlich geführten Sportvereine in den Kommunen zu erleichtern, hat die Bezirksregierung weit über 100 frei gewordene PC-Ausstattungen zur Verfügung gestellt.

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