Sunderns neuer Bürgermeister besucht städtische Betriebe

Stadt besser kennengelernt

Auch ein Besuch im Stadtwald gehörte zu Brodels Tour.

Ralph Brodel, Sunderns neuer Bürgermeister, hat die Zeit bis zu seiner offiziellen Amtseinführung am heutigen Tage genutzt und mehrere städtische Einrichtungen besucht.

Sundern.

Die Stadtwerke besuchte er, um sich über die Abläufe und Organisation dieses städtischen Eigenbetriebes informieren zu lassen. Gesamtgeschäftsführer Jürgen Schwaberg erläuterte Brodel umfassend die Gesamtsituation der Stadtwerke Sundern. Die Aufgaben der Stadtwerke umfassen zurzeit sowohl die Wasserversorgung als auch die Abwasser- und Abfallentsorgung im gesamten Stadtgebiet. So werden zum Beispiel auf dem gesamten Stadtgebiet (etwa 194 qkm) etwa 420 Kilometer Wasserleitungen vorgehalten. Im Wasserwerk Sundern, dass 2007 in Betrieb genommen wurde, wird etwa die Wassermenge für 15.000 Einwohner der Stadt aufbereitet. Versorgt werden von hier die Stadtteile Sundern, Selschede, Seidfeld, Westenfeld, Stemel, Endorf, Recklinghausen, Endorferhütte, Brenschede, Klosterbrunnen und Röhrenspring. Das Wasserwerk Langscheid versorgt darüber hinaus alle übrigen Ortsteile der Stadt mit Trinkwasser. Während der anschließenden Besichtigung des Wasserwerkes erläuterte Geschäftsführer Schwaberg die technischen Möglichkeiten und Kapazitäten der Eirichtung.

Ralph Brodel: „Für mich ist es beeindruckend, auf welchem modernen technischen Stand die Wasserwerke sind. Sundern ist ein absoluter Vorzeigestandort.“

Stadtwerke, Forst und Betriebshof besucht

Dann besuchte Ralph Brodel die technischen Dienste (Baubetriebshof). Abteilungsleiter Herbert Dinter erläuterte Ralph Brodel alle wesentlichen Dinge. Die Aufgaben des Baubetriebshofes umfassen unter anderem die Unterhaltung der innerstädtischen Straßen, Baumpflege, Pflege von Grünanlagen und den Winterdienst auf den städtischen Straßen. Darüber hinaus sind die 35 Mitarbeiter noch für die Pflege von sechs Friedhöfen verantwortlich. In der Einrichtung befinden sich zurzeit zwei Mitarbeiter in der Ausbildung zum Straßenwärter bzw. zum Garten- und Landschaftsgärtner. Die zurzeit vorhandene, technische Geräte- und Fahrzeugausstattung ist, so Herbert Dinter, als zufriedenstellend zu betrachten. Darüber hinaus informierte er Ralph Brodel über die Vorbereitungen zum Winterdienst. Rund 350 Tonnen Streusalz werden im Augenblick in der Stadt Sundern bevorratet. Investitionen in den Bereichen Salzsilo und eines Lkw befinden sich im Augenblick in Vorbereitung. Schwere Arbeitsunfälle sind, so Herbert Dinter weiter, in den zurückliegenden 40 Jahren zum Glück nicht passiert. Während der Besichtigung der Gebäude wurden Ralph Brodel die Probleme der Bausubstanz des Gebäudes und des gesamten Geländes ausführlich erläutert. Über diesen Besuch hinaus wird sich Bürgermeister Ralph Brodel am 26. Oktober allen Mitarbeitern im Rahmen einer Personalversammlung vorstellen und über die Entwicklungsmöglichkeiten der nächsten Jahre informieren.

Teile des städtischen Waldes besichtigte Ralph Brodel außerdem, um sich über die Situation und Zustand einen Überblick zu verschaffen. Der für den Stadtwald verantwortliche Förster Holger Dreeskornfeld informierte Ralph Brodel über die in den verschiedenen Stadtteilen liegenden Waldflächen. Die Stadt Sundern verfügt über 1000 Hektar Wald- und Forstflächen in den verschiedenen Stadtteilen. Die größten zusammenhängenden Waldflächen befinden sich mit 375 Hektar in Hagen. Rund 211 Hektar des Stadtwaldes liegen im den Ortsteilen Allendorf / Endorf. Darüber hinaus besitzt die Stadt eine 192 Hektar große Waldfläche in Langscheid. Holger Dreeskornfeld, der sowohl für die Planung und Anlage als auch für die Unterhaltung der forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung des Stadtwaldes verantwortlich ist, erläuterte Ralph Brodel sowohl die ökologische als auch die wirtschaftliche Bedeutung des Stadtwaldes. Vor dem Hintergrund der noch nicht beendeten Diskussion zum Thema Standorte für Windenergie wurde von Ralph Brodel auch die Möglichkeit der Nutzung von städtischen Waldflächen kritisch hinterfragt.

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