"Es geht um die Zukunftsfähigkeit"

Stadt Sundern will Breitband-Fördermittel für Gewerbegebiete beantragen

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Bürgermeister Ralph Brodel und Wirtschaftsförderin Julia Wagener stellten die Ergebnisse der Breitbandbefragung vor.

Sundern. Beim Thema schnelles Internet drückt die Stadt Sundern jetzt aufs Gaspedal: Möglichst schnell sollen Gelder aus einem Sonderförderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur beantragt werden, um damit die Breitbandversorgung in den Gewerbegebieten voranzubringen. Dafür sind auch die Ergebnisse einer Unternehmensbefragung, die Wirtschaftsförderin Julia Wagener gestern im Rathaus vorstellte, von großer Bedeutung.

Darin wurden die Sunderner Unternehmen unter anderem gefragt, welche Technik sie für ihren Internetanschluss verwenden oder welche Geschwindigkeiten sie erreichen und welche sie für die Zukunft benötigen. „Wir wollten ein Gespür dafür bekommen, ob es überhaupt möglich ist, das Förderprogramm zu beanspruchen“, erklärte Wagener. 

Denn das ist an konkrete Förderrichtlinien gebunden: Mindestens 80 Prozent der im jeweiligen Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen müssen sich für eine Förderung mit jeweils 2000 Euro an den Kosten der Glasfasererschließung beteiligen. Anhand der Umfrage-Ergebnisse könnten somit aber aktuell nur drei von insgesamt 16 Gewerbegebieten von dem Programm profitieren. In allen anderen erklärte sich nicht der geforderte Anteil von Unternehmen bereit, die Kostenbeteiligung zu übernehmen.

Mindestgeschwindigkeit von 1 Gbit/Sekunde

Um den ein oder anderen Betrieb mehr von den Vorzügen des Breitbandausbaus und des Förderprogramms zu überzeugen, will die Stadtverwaltung Mitte/Ende April zu einer Info-Veranstaltung einladen, bei der auch Vertreter des Ministeriums und des Hochsauerlandkreises anwesend sein werden. „Ich will nicht so tun, als wären 2000 Euro kein Geld, aber in Relation zur Leistung lohnt sich die Investition“, unterstrich Bürgermeister Ralph Brodel. 

Die Breitband-Umfrage ergab nämlich, dass lediglich knapp 30 Prozent der teilnehmenden Unternehmen aktuell Geschwindigkeiten über 30 Mbit/Sekunde erreichen. Die Glasfaserleitungen würden dann jedoch eine Mindestgeschwindigkeit von 1 Gbit/Sekunde garantieren. „Es geht um die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Internet ist für mich mittlerweile wie die Wasserversorgung, das hat nichts mehr mit Luxus zu tun“, erklärte Brodel.

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