Know-how vom Experten

Stadtmarketing Sundern: Politiker beraten über Weiterentwicklung

Optimierungspotenziale – unter anderem im Stadtmarketing – soll ein externer Dienstleister erarbeiten.

Sundern. Die Zukunft des Stadtmarketings beschäftigt die Kommunalpolitiker am morgigen Donnerstag – sowohl in einer Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses um 17.30 Uhr als auch in der anschließenden Sondersitzung des Rates um 18.30 Uhr im Rathaus.

Die seit Jahren anhaltenden Diskussionen um die Stadtmarketing Sundern eG strebten Anfang Juli auf einen neuen Höhepunkt zu, als der Vorstand Christian Willeke und Maria Hegemann sowie die Aufsichtsratsmitglieder Magnus Bende und Peter Flügge überraschend ihren Rücktritt verkündeten. Den Stein ins Rollen hatte der Eindruck des Vorstandes gebracht, man wolle das Stadtmarketing auflösen und die Aufgaben ins Rathaus verlegen. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hatten sich Maria Hegemann und Christian Willeke dann bereit erklärt, ihre Vorstandsarbeit bis nach den Sommerferien weiter zu führen.

„Derzeit werden bezüglich eines neuen Vorstands Gespräche mit verschiedenen Personen geführt, eine finale Zusage liegt bislang jedoch noch nicht vor“, heißt es aus dem Rathaus. Der Vorstand wird vom Aufsichtsrat gewählt und soll danach in der außerordentlichen Mitgliederversammlung vorgestellt werden.

Dienstleister soll Strukturen untersuchen

Zur Zukunft des Stadtmarketing hatte Bürgermeister Ralph Brodel im Juli betont: „Die Stadt ohne Stadtmarketing kann ich mir nicht vorstellen.“ Wie sich das Stadtmarketing sowie weitere städtische Organisationen weiterentwickeln lassen, dazu soll ein externer Experte Klarheit bringen. Laut Vorschlag der Verwaltungsvorlage soll ein Dienstleister die Stadtmarketing Sundern eG, die weitere Beteiligung an der Sorpesee GmbH sowie alle inhaltlichen und strukturellen Überschneidungen mit weiteren Fachabteilungen (insbesondere die Technischen Dienste) und die Stadtwerke einer Untersuchung unterziehen. Ziel sei es, eine effiziente und moderne Gesamtstruktur aufzubauen, wobei die genannten Gesellschaften gegebenenfalls re- oder umorganisiert werden könnten.

Die SPD-Fraktion schlägt in einem Antrag vor: „Sorpesee GmbH, Wirtschaftsförderung, Stadtwerke, Technische Dienste und kommunale Aktivitäten in der Stadtmarketing e.G. werden in die Unternehmen: Sorpesee Ferien, Wirtschaftsförderung und Sundern Service überführt. Daneben unterstützt die Stadt den Aufbau eines von der Wirtschaft finanzierten Werberinges.“

Ausreichend finanzielle Mittel für den Übergang

Ihre eigenen Vorstellungen sollen die politischen Vertreter und die Verwaltung – sollte der Rat dem Vorschlag zustimmen – bis zum 26. Oktober formulieren, diese sollen im Haupt- und Finanzausschuss am 15. November beraten werden. Für die Untersuchung des Dienstleisters werde danach ein Zeitraum von mindestens einem Jahr kalkuliert. Während dieses Zeitraums – maximal jedoch bis Ende 2020 – sollen dem Stadtmarketing ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Es habe sich gezeigt, dass die Reduzierung des Zuschusses auf 120.000 Euro die Aufwendungen des Stadtmarketings 2017 nicht decken konnte. Eine weitere Reduzierung würde zu weiteren Einschränkungen der Leistungsfähigkeit führen, die bereits 2017 sichtbar wurde, heißt es in der Vorlage.

Die Kosten für den Dienstleister werden auf 50.000 bis 70.000 Euro geschätzt. Das Projekt soll durch eine Lenkungsgruppe – mit Vertretern der Gesellschaften, betroffenen Abteilungen und der Politik – begleitet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare