Ratsmitglieder Tim Hoffmann und Siegfried Huff übernehmen

Stadtmarketing Sundern hat zwei neue Vorstandsmitglieder gefunden

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Julia Koger (Stadtmarketing) und Bürgermeister Ralph Brodel (rechts) freuten sich, mit Siegfried Huff (links) und Tim Hoffmann neue Vorstandsmitglieder für die Stadtmarketing Sundern eG gefunden zu haben.

Sundern. „Die Lage für das Stadtmarketing ist nicht rosig, aber wesentlich besser als noch vor Monaten“, gab sich Bürgermeister Ralph Brodel in der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Stadtmarketing Sundern eG am Mittwochabend optimistisch. Er hatte den Mitgliedern Positives zu berichten: Die Reihen im Vorstand sind wieder geschlossen.

Brodel, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender, präsentierte der Versammlung mit Tim Hoffmann und Siegfried Huff die beiden neuen Vorstandsmitglieder. „Der Aufsichtsrat hat ihnen einstimmig sein Vertrauen ausgesprochen und die beiden für drei Jahre gewählt.“

Tim Hoffmann ist für die CDU-Fraktion Mitglied im Rat und mit dem Stadtmarketing über den Golfclub Haus Amecke verankert. „Es steht keine politische Motivation dahinter“, sagte Hoffmann, als er sich der Versammlung kurz vorstellte. Immens gestört habe ihn als Mitglied der Genossenschaft schlichtweg das Gezerre um das Stadtmarketing. Seine Bereitschaft, im Vorstand mitzuwirken, liege darin begründet, „damit mal wieder Stadtmarketing gemacht werden kann“ und die Mitarbeiter sowohl eine Planungssicherheit als auch eine Perspektive bekommen. „Auch hat mich immer der Vorwurf gestört, dass sich der Rat nicht kümmern würde. Ich will Verantwortung übernehmen“, so Hoffmann, der sich von Siegfried Huff, der ihm parteipolitisch sehr fern sei, in vielen Punkten ein gutes Gegengewicht verspricht.

Siegfried Huff aus Langscheid gehört der Partei Die Linke an. Der Diplom-Verwaltungswirt sagte über sich selbst in der Vorstellungsrunde: „Ich kann Defizite erkennen, analysieren, Strategien entwickeln, ich kann orientiert agieren, Aufgaben in einem Zeitrahmen umsetzen und ich kann auch überzeugen.“ Überzeugt hatte ihn derweil die jüngste außerordentliche Mitgliederversammlung im Stockum ganz und gar nicht, die er zum Teil als „unterirdisch“ wahrgenommen hatte, nicht zuletzt, weil das Stadtmarketing als „Almosenempfänger“ dargestellt worden sei. „Das Stadtmarketing ist kein Almosenempfänger, sondern ein Dienstleister für die Stadt.“

Neues Konstrukt zum 31. Dezember 2019

Ein großes Manko sei die fehlende Symbiose zu den verschiedenen Vereinen an manchen Stellen. Huff appellierte daher an die Mitglieder der Genossenschaft, beim Prozess der Weiterentwicklung des Stadtmarketings mitzuarbeiten. Die zeitliche Schiene, die man sich gesetzt habe: „Am 31. Dezember 2019 muss definitiv ein neues Konstrukt stehen“, so Huff.

„Ich freue mich auf eine gute und zielorientierte Zusammenarbeit“, sagte Brodel, der zugleich den scheidenden Vorstandsmitgliedern Christian Willeke und Maria Hegemann seinen Dank aussprach – besonders auch dafür, dass sich die beiden bereit erklärt hatten, ihre Arbeit bis nach den Sommerferien fortzuführen. „Das ist nicht selbstverständlich“, so Brodel, der ebenso den scheidenden Aufsichtsratsmitgliedern dankte. „Alle haben sich mehr als nur eingebracht.“ Für Magnus Bende, Jeroen Tepas und Peter Flügge wurden bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung noch keine Nachfolger gefunden.

„Wir werden jetzt kurz durchatmen und dann mit neuer Energie an die neuen Aufgaben gehen“, sagte Julia Koger, Vertreterin der Geschäftsführung des Stadtmarketing, nach der Sitzung. Gleich mehrere Steine waren ihr in diesen Tagen vom Herzen gefallen: Das Stadtfest ist gestemmt, das Stadtmarketing hat durch den jüngsten Ratsbeschluss während der Zeit der Neustrukturierung Planungssicherheit bekommen und der Vorstand ist wieder komplett. „Ohne Vorstand wäre die Genossenschaft handlungsunfähig gewesen“, so Koger, die in der jüngsten Ratssitzung in einer Power-Point-Präsentation die wirtschaftliche Lage des Stadtmarketings dargelegt und betont hatte, ohne Zuschuss sei die Stadtmarketing Sundern eG zum 31. Dezember 2018 insolvent.

„Das Stadtmarketing kann jetzt mit einem gut geteerten Rumpf im Fahrwasser nach vorne steuern“, so Brodel.

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