Sundern soll fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt werden

Stadtradeln bald auch in Sundern? Was CDU und Grüne außerdem beantragen

Der Märkische Kreis will einen „Masterplan Radverkehrsnetz“ von einem Planungsbüro erstellen lassen.
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CDU und Grüne in Sundern möchten, dass sich die Stadt Sundern am „Stadtradlen“ beteiligt.

Die Fraktionen von Bündnis90/Die Grünen und CDU setzen sich für eine bessere Fahrradmobilität in der Stadt Sundern ein. Dazu haben die Fraktionen einen Antrag gestellt, in dem sie die Beteiligung der Stadt Sundern an dem weltweit durchgeführten Projekt „Stadtradeln“ fordern. Das Thema steht im Ausschuss für Planung und Nachhaltigkeit am Donnerstag, 17. Juni, auf der Tagesordnung. 

Im Rahmen dieses Projektes, das es in der Nachbarstadt Arnsberg bereits seit drei Jahren gibt, werden alle Bürger der Stadt Sundern dazu aufgefordert, sich an einer Fahrradaktion zu beteiligen, bei der es neben einer persönlichen Wertung auch eine gemeinschaftliche Bewertung der Fahrleistungen aller für die Stadt angemeldeten Radler gibt. Neben dem sportlichen Wettbewerb, ist es Ziel, einen klimapolitischen Prozess zu unterstützen.

„Der Klimakrise können wir nur begegnen, indem wir unsere Gewohnheiten insbesondere in Bezug auf die Mobilität verändern: Öfter mal auf das Rad umsteigen und dieses perspektivisch nicht mehr nur zur Freizeitgestaltung oder für sportliche Aktivitäten zu nutzen, sondern das Fahrrad als selbstverständliches Verkehrsmittel zu betrachten“, erklären die Fraktionen von Bündnis90/Die Grünen und CDU.

Bürgerbeteiligungsplattform „RADar“

Damit eine solche, zukunftsorientierte Radmobilität in Sundern entstehen kann, biete das Projekt einen weiteren Mehrwert. Über die im Rahmen des Projektes einzurichtende Bürgerbeteiligungsplattform „RADar“ können die Radelnden der Verwaltung Schlaglöcher, plötzlich endende Radwege, unübersichtliche Verkehrsführung oder andere den Radverkehr störende Faktoren melden. Somit erhalte die Verwaltung einen guten Überblick darüber, an welchen Stellen in der Stadt Sundern Handlungsbedarf gegeben ist, um dem Radverkehr gute Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen.

Das „Stadtradeln“ soll eine von verschiedenen Maßnahmen sein, mit der der Fahrradmobilität in Sundern Vorschub geleistet wird. Mit einem weiteren Antrag von Bündnis90/Die Grünen und CDU verfolgen die Kooperationspartner daher das Ziel, Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die dazu beitragen, dass die Stadt zeitnah die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft der fußgänger- und fahrradfreundlichen Städte beantragen kann. Eine wesentliche Voraussetzung dazu sei die Vorlage eines kommunalen Radverkehrskonzeptes. Dieses gelte es in den nächsten Monaten durch den neuen AK Radverkehrskonzept und die Verwaltung zu erarbeiten. Hierbei können auch Erfahrungen aus dem Projekt „Stadtradeln“ einbezogen werden, informieren die Fraktionen von Bündnis90/Die Grünen und CDU.

„Baustein im Rahmen des Klimakonzeptes“

Hierzu erläutert Hubertus Becker, Mitglied der Grünen im AK Radverkehrskonzept: „Wir sehen in der Stärkung des Radverkehres einen Baustein im Rahmen eines Klimakonzeptes der Stadt Sundern. Die Erarbeitung eines kommunalen Klimakonzeptes steht bei uns Grünen ganz oben auf der Agenda. Wir benötigen dieses unter anderem, um auf dieser Grundlage einen Förderantrag, zur Schaffung der Stelle eines Klimamanagers in der Stadtverwaltung, stellen zu können.“

Weitere Informationen zur Sitzung des Ausschusses gibt es im Ratsinformationssystem der Stadt Sundern.

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