Stadtwald wieder aufgeforstet

Mitglieder der SPD-Fraktion ließen sich von Stadtförster Holger Dreeskornfeld die Wiederaufforstungsmaßnahmen erläutern.

Bei strömendem Regen ließen sich die Mitglieder der SPD-Fraktion von Stadtförster Holger Dreeskornfeld Wiederaufforstungsmaßnahmen im Stadtwald an Beispielen in Allendorf zeigen und erläutern.

Die Stadt Sundern besitzt etwa 100 Hektar Wald, von denen ein großer Teil durch Kyrill zerstört wurden. Die Aufforstungsarbeiten sind vor etwa einem Jahr abgeschlossen worden.

Dabei wurden nicht einfach geschädigte Fichtenbestände 1 : 1 durch Neuanpflanzungen ersetzt. Vielmehr hat Holger Dreeskornfeld in Übereinstimmung mit dem zuständigen Hauptausschuss und dem Rat naturnahe Konzepte realisieren lassen. So wurden in verschiedenen Bereichen 10 bis 15 Meter breite Waldrandstreifen gar nicht bearbeitet, hier kann sich ein natürlicher Pflanzenwuchs entwickeln.

An anderen Stellen wurden die Fichten durch Eichen, Buchen, Lärchen oder Douglasien ersetzt. Vereinzelt wurden sogar Eschen, Kirschen, Roteichen und Esskastanien zusätzlich gepflanzt. Die Quote der Fichtenneuanpflanzung liegt bei etwa 20 Prozent.

Holger Dreeskornfeld: "Solche Maßnahmen sind für den privaten Waldbesitzer — auch mit Fördermitteln — nicht wirtschaftlich. Die öffentlichen Wälder sollten hier aber Vorbildfunktion übernehmen. Wir wollen damit für die Bürger Sunderns die Naherholungsbereiche attraktiver gestalten." Auf dem Weg zum Biotopenteich in Allendorf sahen die Mitglieder der SPD-Fraktion Beispiele, wurden aber auch auf die Probleme hingewiesen: die Jungpflanzen müssen geschützt werden, beispielsweise vor den Brombeeren. Hier rechnet Holger Dreeskornfeld noch mit erheblichem Arbeitsaufwand; chemische Keulen sollen nämlich aus ökologischen Gründen nicht zum Einsatz kommen.

Jürgen ter Braak: "Wir sind begeistert, wie hier das Erscheinungsbild unseres Waldes erheblich aufgebessert werden konnte. Wünschenswert wäre es aber, dass durch höhere Fördermittel ähnliche Maßnahmen auch im Privatwald stattfinden würden."

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