"Musterfamilie" spart 86 Euro im Jahr

Stadtwerke Sundern senken Gebühren für Wasser und Abwasser

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Das Trinkwasser im Stadtgebiet Sundern wird günstiger.

Sundern. Gute Nachricht für fast alle Haushalte im Stadtgebiet Sundern: Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung bei einer Enthaltung einstimmig beschlossen, die Wasser- und Abwassergebühren der Stadtwerke für 2018 zum Teil deutlich zu senken. Der Versorgungsbetrieb zeigt nun anhand einer „Musterfamilie“, wie sich diese Senkung im Portemonnaie seiner Kunden bemerkbar macht.

Die von den Stadtwerken versorgten Haushalte sparen gleich in mehreren Bereichen: Das Wassergeld sinkt in diesem Jahr von 1,25 Euro auf 1,10 Euro pro Kubikmeter. Auch die monatliche Grundgebühr wird günstiger: Statt wie bisher 8,75 Euro werden zukünftig nur noch 8 Euro im Monat fällig. Gebührensenkungen gibt ebenso im Bereich der Abwasserentsorgung: Pro Kubikmeter Schmutzwasser müssen die Kunden nun 3,34 Euro und damit 27 Cent weniger zahlen. 5 Cent Ersparnis gibt es beim Niederschlagswasser, dort werden künftig 71 Cent pro Quadratmeter „abflussrelevanter Fläche“ fällig. 

Als Hauptgrund für die Senkung nennt Jürgen Schwarberg, Betriebsleiter der Stadtwerke Sundern, die Anschlussfinanzierung abgelaufener Darlehen. Durch eine „Umschuldung“ habe man bessere Konditionen für die Kredite erhalten. „Die Zinsen, die wir sparen, müssen wir aus rechtlichen Gründen über die Gebührensenkung an unsere Kunden weitergeben“, erklärt Schwarberg. Darüber hinaus seien die Stadtwerke immer bemüht, Arbeitsläufe zu optimieren und auf Kosten zu achten. 

98,5 Prozent der Sunderner profitieren

Von den niedrigeren Gebühren profitiert nahezu jeder Haushalt im Stadtgebiet. Die Stadtwerke versorgen nach eigenen Angaben etwa 98,5 Prozent aller Einwohner mit Wasser. Lediglich in Bönkhausen, Recklinghausen und Linnepe gebe es sogenannte „Wasserinteressentengemeinschaften“, die sich selbst versorgen – ebenso wie einige Einzelhaushalte in den Randgebieten der Stadt. „Insgesamt sind es 340 Menschen, die wir nicht versorgen“, berichtet Schwarberg. 

Am Beispiel einer „Musterfamilie“ macht der städtische Versorgungsbetrieb auch deutlich, wie viel Geld pro Jahr gespart werden kann. Ausgehend von einem vierköpfigen Haushalt, der 160 Kubikmeter Frischwasser verbraucht und über eine abflussrelevante Fläche von 150 Quadratmetern verfügt, ergibt sich folgendes Bild: Betrugen die Kosten für das Frischwasser (Wassergeld und Grundgebühr) im vergangenen Jahr noch 326,35 Euro, werden 2018 nur noch 291,04 Euro fällig. Die Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser sinken von 691,60 Euro im vergangenen Jahr auf 640,90 Euro, die die „Musterfamilie“ in diesem Jahr bezahlen muss. Die gesamte Ersparnis im Jahr beträgt damit 86,01 Euro. „Wir sind selbst überrascht, wie deutlich wir die Gebühren senken konnten“, schildert Schwarberg.

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