"Leute sollen gerne in die Kirche kommen"

Stefan Siebert ist neuer Leiter des Pastoralen Raumes Sundern

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Pfarrer Stefan Siebert wird am kommenden Sonntag offiziell in seine neuen Ämter eingeführt.

Sundern. Der Pastorale Raum Sundern hat einen neuen Leiter. Stefan Siebert ist seit zwei Wochen Pfarrer der Gemeinde St. Johannes Evangelist Sundern und Nachfolger von Michael Schmitt, der im Oktober 2016 als Leiter in den Pastoralverbund Meschede-Bestwig gewechselt ist. Am kommenden Sonntag, 19. Februar, wird Siebert offiziell ins Amt eingeführt.

„Alle Kisten sind ausgepackt und die Wohnung ist eingerichtet. Jetzt muss ich mir erstmal einen Überblick verschaffen“, beschreibt der 43-Jährige im Gespräch mit dem SauerlandKurier seine ersten Tage in der neuen Heimat. Er sei in Sundern sehr nett aufgenommen worden: „Ich habe hier eine Herzlichkeit verspürt, die mir vom ersten Augenblick an entgegengeschlagen ist.“ In den kommenden Tagen und Wochen möchte Siebert jetzt „Orte, Leute, Gemeinden und Kirchen kennenlernen“. 

Ganz ortsfremd ist der gebürtige Wittener allerdings nicht. Seine erste Stelle als Pfarrer trat er 2004 in der St. Petri-Gemeinde im benachbarten Hüsten an. Gemeinsam mit dieser Stelle, seiner zweiten Station in Balve, die er 2009 begann, und dem jetzigen Amt in Sundern sei das „Dreieck um den Sorpesee“ nun vollkommen, wie Siebert berichtet. Zuletzt arbeitete er als Pfarrer in Marienmünster im Kreis Höxter. „Da war ich alleine für einen Pastoralverbund zuständig, jetzt arbeite ich mit einem ganzen Team zusammen. Das wird schon eine große Umstellung, mit vielen Leuten zusammenzuarbeiten“, berichtet der 43-Jährige. 

Ungewöhnlicher Weg in den Beruf 

Durch das Aufsetzen seines Biretts übertrug Generalvikar Alfons Hardt die Pfarrstelle St. Johannes Evangelist in Sundern an Pfarrer Stefan Siebert.

Zum Beruf des Pfarrers kam Siebert auf einem eher ungewöhnlichen Weg: Nach seinem Realschulabschluss absolvierte er eine Lehre und arbeitete zunächst neun Jahre als Finanzwirt. Dann entschloss er sich, das Abitur an einer Abendschule nachzuholen und begann schließlich ein Theologiestudium. 2004 wurde er zum Priester geweiht. „Die Berufung, Pfarrer zu werden, war immer schon da. Nach meinem Schulabschluss war ich aber zu jung und alles musste sich erstmal klären. Dass ich nach dem Abitur den Schritt gewagt habe, habe ich bis heute nicht bereut“, erklärt Siebert. 

Gemeinsam mit den Gläubigen vor Ort will der neue Leiter des Pastoralen Raumes in die Zukunft gehen: „Die Leute sollen gerne in die Kirche kommen. Ich möchte trotz der großen Verwaltungsarbeit den Kontakt zu den Menschen nicht verlieren.“ 

Mit Michael Schmitt hat Siebert zwar telefoniert, über die Stelle sei aber nicht gesprochen worden: „Ich will unbedarft an die Dinge herangehen“, erklärt Siebert. Für seinen Vorgänger hat er aber nur lobende Worte: „Das ist ein funktionierendes System in Sundern. Ich bin hier auf ein gut fahrendes Boot aufgesprungen.“ 

Zur Amtseinführung am kommenden Sonntag, 19. Februar, um 15 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Evangelist sind alle Gemeindemitglieder des Pastoralen Raumes sowie Gäste eingeladen. Im Anschluss findet ein Empfang in der Schützenhalle in Westenfeld statt.

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