Freude bei Bürgermeister und Ortsvorsteher

Stockum ist jetzt staatlich anerkannter "Erholungsort" 

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Über das Prädikat „Erholungsort“ für Stockum freuten sich Bürgermeister Ralph Brodel, Thomas Sommer (Bezirksregierung), Ortsvorsteher Reimund Klute und Nina Drees (Verkehrsvereinsvorsitzende) (v.li.)

Stockum – Hohe Auszeichnung für großes Engagement in landschaftlich reizvollen Dörfern: Sunderns Ortsteil Stockum, mit Dörnholthausen und Seidfeld, erhielt jetzt das Prädikat „Erholungsort“. Bei der offiziellen Urkunden-Übergabe am Freitagvormittag lobte Thomas Sommer, Leiter der Abteilung 2 der Bezirksregierung Arnsberg, im Besonderen die Lebendigkeit in den Vereinen und in der Gastronomie sowie die touristisch wertvolle Infrastruktur.

Somit ist Stockum der bereits fünfte Ort im Stadtgebiet Sundern, der diese besondere Auszeichnung erhalten hat: „Stockum weiß, wie man Gäste generiert. Dieses Dorf hat dafür nicht nur gute Rahmenbedingungen. Vielmehr erfüllt Stockum in besonders gelungenem Maße die zwei wichtigsten Bausteine zur Anerkennung als Erholungsort. Zum einen die reizvolle Landschaft mit einem wunderbaren Rad- und Wanderwegesystem, und zum anderen aber auch die Menschen, die in einem gesunden Vereinsleben und mit viel ehrenamtlichen Engagement auch etwas daraus machen“, betonte Sommer gegenüber den Bürgern, Gästen und Vertretern der Sunderner Stadtverwaltung. 

Bei der Urkunden-Übergabe an Ortsvorsteher Reimund Klute sowie der Verkehrsvereins-Vorsitzenden Nina Drees im „Berghaus - Akademie für Kunst und Kultur“ hob Sommer die besondere Bedeutung der, meist familienbetriebenen, Gastronomie hervor und bescheinigte den Stockumern, „auf dem genau richtigen Weg“ zu sein: „Die Menschen sind wieder achtsamer und haben ein höheres Gesundheitsbewusstsein. Daher ist so ein Prädikat nicht nur wichtig, um touristisch erfolgreich zu sein, die Bürger tun es auch für sich selbst.“ 

Staatliche Anerkennung

Bevor der Ortsvorsteher die Urkunde dankend in Empfang nahm, machte er auf die lebendige Kunst- und Kulturlandschaft in Stockum aufmerksam: „Das Berghaus hier mit sechs heimischen Künstlern, ehemals Gaststätte und jetzt Begegnungsstätte für Kunstbegeisterte, ist ein gutes Beispiel für die große Angebotsvielfalt hier im Ort. Eine echte Bereicherung. Hier herrscht immer reger Betrieb.“ Bürgermeister Ralph Brodel bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass der Antrag zur staatlichen Anerkennung zum Erholungsort erfolgreich sein konnte: „Wie ich denke, hat Stockum es mit jedem Recht der Welt verdient. Stockum ist schon etwas Besonderes. Ein wunderschöner Ort. Wie viele Dörfer bei uns im Stadtgebiet.“

Langscheid ist Luftkurort, Allendorf, Amecke, Hellefeld-Altenhellefeld und nunmehr auch Stockum sind als Erholungsorte staatlich anerkannt. Erholungsorte sind dem geltenden Gesetz zufolge klimatisch und landschaftlich bevorzugte Gebiete – Orte oder Ortsteile –, „die vorwiegend der Erholung dienen und einen artgerechten Ortscharakter vorweisen“.

Im gesamten Regierungsbezirk gibt es 41 Prädikate nach dem Kurortegesetz. Die Rahmenbedingungen für Kur- und Erholungshorte haben sich seit einiger Zeit deutlich verbessert. Diese profitieren von der demografischen Entwicklung und einem Wertewandel, im Zuge dessen der achtsame Umgang mit Natur und Ressourcen eine größere Bedeutung gewinnt, heißt es von der Bezirksregierung. Gerade in Südwestfalen wurde in den vergangenen Jahren in die touristische Infrastruktur und in den gesundheitsorientierten Tourismus investiert.

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