Das Warten hat ein Ende

Stockum fiebert Hochfest am dritten Juli-Wochenende entgegen

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Das Königspaar Marius Ross und Lisa Bosen freut sich auf den Höhepunkt des Regentenjahrs.

Stockum. Ein langes Jahr ist bald vorüber. In Stockum wird am dritten Juli-Wochenende wieder das ultimative Hochfest  jedes Sauerländers gefeiert. Der Vorstand der Bruderschaft hat die Hubertushalle heraus geputzt und heißt alle Besucher vom 20. bis 22. Juli willkommen. Lasst uns zusammen feiern: „Horrido!“

Los geht‘s am Samstag um 17 Uhr mit dem Antreten zum Festhochamt (17.30 Uhr) und der Kranzniederlegung. Einige Jungmänner müssen kräftig kurbeln, um den neuen Schützenvogel auf die Vogelstange zu hieven. Gegen 20 Uhr folgt ein erster Höhepunkt mit der Ehrung der langjährigen Mitglieder. Drei Jubelköniginnen stehen besonders im Mittelpunkt. Stimmungsvoll wird es, wenn die Stockumer Musikanten danach ihre Partyhits spielen.

Adjutant Marcel Tolle und der Musikverein Stockum wecken die Dorfbewohner am Sonntag schon früh mit der Reveille. Schließlich steht der große Festumzug (14.30 Uhr) mit dem Königspaar Marius Ross und Lisa Bosen an. Die flotte Marschmusik kommt von den Musikvereinen aus Endorf und Allendorf, vom Jugendblasorchester Stockum und dem Tambourkorps Sundern. Der Königs- und der Kindertanz folgen kurz nach der Rückkehr in die Halle. Abends lassen sich Marius und Lisa nochmals feiern. Die Endorfer Musiker geben dabei richtig Gas.

Die Spannung steigt, wenn es am Montagmorgen um 8.30 Uhr zum Vogelschießen geht. Aber nicht nur der letzte Treffer wird belohnt: Wer bei seinen Schüssen Krone, Zepter, Apfel oder Brezel abschießt, erhält Gutscheine für jeweils 30 Gläser Veltins, die im VIP-Bereich der Hubertushalle sofort beim Frühschoppen einzulösen sind. Dabei darf sich das neue Königspaar schon mal richtig feiern lassen. Gegen 14 Uhr heißt es Mittagspause. Geöffnet bleiben das Rondell vor der Halle und der Speisesaal. Um 16.30 Uhr startet der zweite große Festumzug mit den Musikvereinen aus Endorf und Allendorf. Das Schützenvolk kann dem neuen Königspaar und ihrem Hofstaat zujubeln. Noch einmal laufen alle zur Höchstform auf, ehe der Kanaldeckel-Walzer ertönt und alle wieder ein Jahr auf Schützenfest warten müssen.

Neuerung zum Beginn des Schützenfestes

Eine Neuerung gibt es gleich zu Beginn des Festes. Der Altar wird an die Kirchenmauer versetzt und die Bänke auf dem Platz des Ehrenmals aufgestellt. Drum herum stehen die Schützen und die Musikanten. So kann der Zelebrant die Besucher besser ansprechen und auch er wird besser gesehen.

Die ehemaligen Könige sind bereits verstorben. Karin Tillmann feiert ihr diamantenes Königinnenjubiliäum Sie regierte vor 60 Jahren an der Seite ihres Mannes Werner. Mariele Bierhoff wird für ihr 40-jähriges Jubiläum geehrt, sie regierte mit ihrem Mann Fritz. Vor 25 Jahren gelang Joachim Haake der goldene Treffer, seine Frau Ulrike feiert ihr silbernes Jubiläum.

Besonders ehren wird Oberst Manfred Dünnebacke in diesem Jahr Paul Steinhoff für seine 65-jährige Vereinstreue. Aber auch Helmut Alberts, Ältestenratsmitglied Edmund Krengel und Josef Krengel erhalten einen Orden für ihre Mitgliedschaft seit 60 Jahren.

Gold glänzt es für 50 Jahre Mitgliedschaft bei Martin Hoff, Udo Krick, Franz-Josef Neuhaus, Egbert Schulte, Josef Stöcker und Alexander Westhoff.

Bereits seit 40 Jahren sind Achim Berghoff, Antonius Fichtel, Uwe Filipponi, Markus König, Martin Lösaus, Friedhelm Rocholl, Axel Schulte-Hürmann und Dietmar Tolle Vereinsmitglieder.

Mit einer Nadel für ihr silbernes Jubiläum werden Benedikt Alberts, Mario Blome, Kai Bückner, Marcus Engel, Thomas Fröhlich, Blerim Ibrahimi, Jürgen Neitzert, Jürgen Scheffer, Horst Sender, Karsten Struckmann und Rolf Wälter geehrt.

Ehrentribüne am Sonntag 

Zum ersten großen Festumzug wird am Sonntag an der Schreinerei Ross in der Bachstraße eine Ehrentribüne errichtet, an der der Zug zweimal vorbei marschieren wird. Ältere Jubilare und Mitglieder mit ihren Frauen können dort Platz nehmen. 

Einen Rabatt bietet der Autoscooter an: Am Freitag startet von 16 bis 18 Uhr der Kartenvorverkauf, bei dem jeder Fahrchip die Hälfte kostet. 

 Jedes Jahr kommen bei der Hutsammlung am Schützenfest-Montag hohe Beträge zusammen, die von den Rosenmädchen und der Bruderschaft aufgestockt werden. Seit 1950 wurden über 120.000  Euro gesammelt, die zum großen Teil für die Priesterausbildung, die Pater Severin Pieper in Tansania gründete, gespendet wurden. Alljährlich bedankt sich der leitende Priester mit ausführlichen Berichten über den Ausbildungsfortschritt und über diverse Baumaßnahmen am „Zakeo“. Aber auch einheimische Vereine werden unterstützt.  Diese Jahr geht die Sammlung an die Stockumer Jugendfeuerwehr und nach Afrika. 

"Damit wir alle das Schützenfest in bester Erinnerung behalten können, machen wir Fotos und Videos von den Festbesuchern". Ein Teil wird auch auf der Internetseite und auf der Facebook-Seite veröffentlicht. "Wer nicht damit einverstanden ist, wendet sich bitte an eines der Vorstandsmitglieder", sagt der Schützenverein.

Tippspiel und Live-Ticker findet man hier. 

 

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