Per Anhalter nach Sundern

Stockumer stellen Mitfahrerbank an der Ortsdurchfahrt auf

Wer auf der neuen Mitfahrerbank in Stockum sitzt, zeigt den Autofahrern, dass er gerne nach Sundern mitgenommen werden möchte.

Stockum. Für alle, die von Stockum nach Sundern müssen, gibt es seit knapp zwei Wochen eine neue Möglichkeit: die Mitfahrerbank, die an der Ecke Esperantostraße/Rönkhauser ...

Stockum. Für alle, die von Stockum nach Sundern müssen, gibt es seit knapp zwei Wochen eine neue Möglichkeit: die Mitfahrerbank, die an der Ecke Esperantostraße/Rönkhauser Straße steht. Wer hier Platz nimmt, deutet den vorbeifahrenden Autos an, dass er gerne nach Sundern mitgenommen werden möchte.

„An der Ecke haben früher schon viele Leute an der Bushaltestelle gestanden, die auf eine Mitfahrgelegenheit nach Sundern gewartet haben“, berichtet Stockums Ortsvorsteher Reimund Klute. „Da die Bushaltestelle vor einigen Jahren aber versetzt wurde, wollten wir das Ganze jetzt wieder aufleben lassen.“

Die Idee für die Mitfahrerbank entstand in der Zukunftswerkstatt im Sunderner Ortsteil. „Es gibt viele, die in Stockum einkaufen oder arbeiten und anschließend wieder nach Sundern müssen“, erläutert Klute. Die Bank richte sich aber auch an Stockumer, die für Besorgungen oder ähnliches nach Sundern wollen. „Die Stelle ist ideal. Alle, die aus Stockum rausfahren, kommen hier vorbei und sehen, wenn jemand auf der Bank sitzt“, schildert Klute.

„Wir Stockumer sind sehr offen“

Dass jemand besonders lange auf eine Mitfahrgelegenheit warten muss, glaubt der Ortsvorsteher nicht: „Das hat ja früher auch funktioniert. Wir Stockumer sind da sehr offen.“ Ein positives Beispiel gibt es auch in Arnsberg-Voßwinkel, wo es eine solche Mitfahrerbank bereits seit Ende 2015 gibt.

Für diejenigen, die einen Platz in einem vorbeifahrenden Auto ergattern konnten, stellt sich im Anschluss nur die Frage, wie sie wieder zurück nach Stockum kommen. Eine Mitfahrerbank in Sundern gibt es (noch) nicht. „Da müssen die Leute sich etwas anderes einfallen lassen. Aber sie haben ja schon mal einen Weg geschafft. Und mir hat mal jemand gesagt: ‘Vom Marktkauf kommt man immer nach Stockum’“, berichtet Reimund Klute mit einem Augenzwinkern.

Nun möchten die Verantwortlichen erst einmal beobachten, wie die Bank, die von der Vorsitzenden des Seniorenbeirates Karin Mühlberger-Großmann gestiftet wurde, von der Bevölkerung angenommen wird. Je nach Erfolg des Projektes könne man auch über eine „Rückfahrbank“ in Sundern nachdenken. „Wir wollen den Leuten erstmal ein Angebot machen. Wer auf der Bank sitzt, zeigt, dass er nach Sundern will, und wer vorbeifährt, sieht, ob er jemanden mitnehmen kann“, erklärt Klute.

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