Projekt "MeDiKuS" in Fraktionen verwiesen

Suche bislang ohne Erfolg: Ausschuss prüft Alternativen für Stadtgalerie Sundern

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Die Räume der Stadtgalerie waren zuletzt zur verlegten Heinrich-Lübke-Ausstellung sehr gefragt. Um mögliche Alternativen ging es jetzt im Ausschuss.

Sundern – In seiner letzten Sitzung im Jahr 2019 lenkte der Fachausschuss Arbeiten und Leben seinen Blick jetzt vor allem auf die Themen Stadtgalerie, Barrierefreiheit in Sundern und das Projekt „MeDiKuS“.

„Wir stehen wieder genau da wie vor einem Jahr“, sagte Stefan Laufmöller vom Bürgerservice der Stadt Sundern in der Sitzung des Ausschusses. Die Suche nach einem Ausweichquartier für die Stadtgalerie Sundern sei noch zu keinem Ergebnis gekommen. 

Seit Längerem bemüht sich die Stadt Sundern neue Räume zu finden. Konkret hatte die Verwaltung dazu einige Objekte im Stadtgebiet untersuchen lassen. Neben einem privaten Gewerbeobjekt in der Silmecke, der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, der alten Johannesschule und dem alten Bahnhof in Sundern war vor allem das ehemals von den Stadtwerken Sundern genutzte Gebäude als mögliches Quartier betrachtet worden. Bei einer vergleichenden Analyse der Möglichkeiten, hatte das Gebäude der Stadtwerke die höchste Prozentzahl erreicht.

Zu wenig Platz und fehlende Parkplätze

Lange Zeit hatte man nicht nur im Ausschuss vor allem auf die Räumlichkeiten in den geplanten „Gastwelten“ geschaut, aber die Eigentümerin war zuletzt von der Idee dieser Nutzung abgesprungen. Mit Blick auf die einst favorisierten Möglichkeiten am ehemaligen Gebäude der Stadtwerke Sundern wurde nicht nur der mit 900 Quadratmetern zu geringe Platz bemängelt – als sinnvoll wurden rund 1500 Quadratmeter erachtet: Auch der Zustand des Gebäudes ergab sich nicht so wie erwartet. Schallemissionen, fehlende Parkplätze und eine möglicherweise marode Dachkonstruktion hätten die Verwaltung von dieser Idee Abstand nehmen lassen, so Laufmöller. Es sei auch noch nicht klar, welche Belastungen hinsichtlich Altlasten und Schadstoffe zu erwarten seien. Insgesamt müssten schon rund 11.000 Euro nur für diese Untersuchungen aufgebracht werden. 

Deutlich positiver bewertete der Ausschuss das Projekt „MeDiKuS“. Der Geschäftsführer des Forschungskollegs an der Uni Siegen, Dr. Olaf Gaus, stellte die Pläne für die nächste Stufe und die Ergebnisse der ersten Erhebungen bei Ärzten und Patienten vor. Demnach seien fast alle Ärzte den Möglichkeiten wie Tele- und Datenmedizin sehr aufgeschlossen. Der Ausschuss verwies den Antrag auf Fortführung des Projektes jedoch zurück in die Fraktionen, weil die weitere Finanzierung über Mittel aus dem Fachbereich 3 gewährleistet werden müsse. 

Bei der Wahl der Schiedspersonen wurde schnell Einigkeit erzielt: Dem Rat wurde die Wahl von Friedhelm Nöker (Sundern-Innenstadt), Georg Meisterjahn (Stockum/Altes Testament) sowie Josef Schulte-Angels (Hachen/Sorpetal) empfohlen.

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