Sundern und Balve lassen die Kreisgrenze schmelzen

Wer ihn abschießt, wird Kaiser von Langscheid: Auf den Vogel wird mit Armbrüsten geschossen. Foto: SK

Formlose Kooperation soll beide Städte weiter voranbringen

Langscheid. (wbr)

Die Städte Sundern und Balve wollen künftig die strikte Kreisgrenze aufweichen und enger zusammenarbeiten. Aus Anlass des 700-jährigen Jubiläums von Langscheid besiegelte eine kleine Delegation aus Balve die formlose Kooperation mit einem Blumengruß. Besonders im kulturellen und touristischen Bereich sollen Synergieeffekte geschaffen werden. Großveranstaltungen in beiden Städten sollen beispielsweise kreisübergreifend beworben, Terminüberschneidungen vermieden werden. Bereits bestehende Events wie das Balver Optimum, die Festspiele Balver Höhle oder "MegaSports" auf Sunderner Seite werden ohnehin von den Bürgern der Nachbarstädte besucht, das soll weiter intensiviert werden. Auch Fachhandel und Industrie sollen von der Kooperation profitieren. So sind die Balver entschlossen, die Idee der "SundernCard" in ihrer Stadt einzuführen. Die Kooperation soll demnächst von einem Arbeitskreis mit Leben gefüllt werden. Das stellten Stadtmanager Franz-Josef Rogoll und Stephanie Kissmer aus Balve aus Anlass der 700-Jahr-Feierlichkeiten im Langscheider Seehof vor. Zusammen mit Birgit Meschede gratulierte sie dem Ort zum Jubiläum. Langscheid werde schon von der neuen Kooperation profitieren.

Inzwischen haben die Antonius-Schützen auch den Vogel für das Kaiserschießen am Freitag in Langscheid bezüglich der 700-Jahr-Feier vorgestellt. Gebaut wurde er vom Geschäftsführer Hans-Dieter Papenkort. Der Aar besteht aus Styropor und Gips, ist 50 Zentimeter breit und 60 Zentimeter hoch bei einem Gewicht von 1,5 Kilogramm. Somit ist er der kleinste und leichteste Vogel der ganzen Saison. Aber nur, weil ja bei dem Kaiserschießen mit einer Armbrust geschossen wird.

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