Digitalisierung in Sundern schreitet voran

Weitere Glasfaserkabel und neue Whiteboards

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Die Gehwege entlang der Hauptstraße zwischen Sparkasse und Schweinsohl werden wechselseitig voll gesperrt. (Für Vollbild oben rechts klicken)

Sundern. Die Breitbandversorgung im Stadtgebiet Sundern wird weiter ausgebaut. Dafür müssen die Fußgänger Einschränkungen hinnehmen, wie Stephan Urny von der Stadtverwaltung Sundern beim Monatspressegespräch am vergangenen Mittwoch mitteilte.

Die Telekom wird Glasfaserkabel von der Jägerstraße über die Hauptstraße bis zum Gewerbegebiet Schweinsohl verlegen und dafür auch Bürgersteige aufreißen. Daher müssen die Gehwege entlang der Hauptstraße zwischen Sparkasse und Schweinsohl wechselseitig voll gesperrt werden. Um die Fußgänger sicher kreuzen zu lassen, ist eine mobile Fußgängerampel aufgestellt worden. „Auch in der Fußgängerzone wird die eine oder andere Einschränkung kommen“, so Urny. Der Termin für den Baustart steht noch nicht fest. „Die Maßnahme wird – immer wieder mit Unterbrechungen – eine Weile dauern.“

Der Breitbandausbau ist auch weiterhin ein Thema in den städtischen Schulen, doch geht dieser nicht so zügig vonstatten wie gewünscht. Die Stadt hatte sich an einer gemeinsamen Ausschreibung mit insgesamt 91 Grundschulen angeschlossen, wie Fachbereichsleiter Martin Hustadt berichtete. Nur 50 Schulen hatten jetzt ein Angebot von Unternehmen bekommen –in Sundern sind nur für die Marienschule und die Johannesschule Angebote abgegeben worden.

Besser sieht es mit der IT-Ausstattung aus: 34 interaktive Tafeln mit Endgeräten im Gesamtwert von 135.000 Euro – finanziert durch das Programm „Gute Schule 2020“ – wurden angeschafft und werden ab Ende September in allen städtischen Schulen installiert.

Genutzt wurden die Sommerferien auch, um im Gymnasium und in der Marienschule die Brandschutztüren zu erneuern beziehungsweise instand zu setzen. An der Realschule wurde derweil die jährliche Schadstoffluftmessung mit dem Schwerpunkt PCB durchgeführt. „Bisher liegen noch keine Ergebnisse vor, aber bisher lagen wir immer unter den Höchstwerten“, sagte Hustadt optimistisch. In der Kita Hövel und Kita Hagen wurden Waschbecken und Toiletten für die ganz Kleinen installiert und in der Kita Brandhagen wurden zusätzliche Spielflächen im Flurbereich geschaffen.

Das nächste größere Projekt ist die Sanierung der schulischen Sanitärräume – außer in der Hauptschule. In den nächsten Wochen sollen die Fachplaner ihre Arbeit aufnehmen und eine Prioritätenliste für die Verwaltung und die politischen Gremien erstellen. Gesondert ausgeschrieben wird die Fachplanung für die Sanierung der Sanitäranlagen in den Sporthallen im Bildungszentrum. „Wir haben auch die Umkleideräume mit im Blick“, erklärte Martin Hustadt.

 Im Blick haben Eltern auch die Baufortschritte an der neuen Kita an der Settmecke, Immer weitere Anmeldungen trudeln ein. Nach jetzigem Stand könne der Eröffnungstermin am 2. Januar eingehalten werden, so Hustadt.

"Die Breitbandausbaumaßnahmen wurden zum 31.12.2018 beendet. In den Ortsteilen Langscheid, Estinghausen, Hövel, Hüttebrüchen, Bruchhausen/Henninghausen, Endorfer Hütte, Brenschede, Linneperhütte, Meinkenbracht, Wilde Wiese/Lenscheid, Saal und Röhrenspring wurden insgesamt 4.347 Haushalte mit höheren Übertragungsraten versorgt! Nach entsprechendem Markterkundungsverfahren konnte die Telekom als Vertragspartner für den Breitbandausbau gewonnen werden. Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich mit 90 Prozent Förderung an den Ausbaukosten für ein schnelleres Internet beteiligt. Verbaut wurden insgesamt 1. 802.433 Euro bei einem städtischen Eigenanteil von 180.243 Euro. Übertragungsraten von mehr als 30 Mbit/s wurden für fast alle Haushalte geschaffen, viele verfügen auch über 50 Mbit/s"

 Bürgermeister Ralph Brodel sagt weiter: „Alle sprechen von Digitalisierung. Ein Schlagwort, aber auch ein abstrakter Begriff. Der Breitbandausbau als Basis und Teil der digitalen Infrastruktur gehört mittlerweile zur Daseinsvorsorge und fördert die Lebensqualität jedes einzelnen Bürgers. Die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger, was schnelles Internet anbelangt, steigen nachvollziehbar immer mehr." Albert Einstein habe gesagt: „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“ Bürgermeister Brodel freut sich sehr darüber, "dass es gelungen ist, den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen hier gerecht zu werden und auch in unseren entlegenen wunderbaren Ortschaften mehr Zugang zur ,Datenautobahn' geschaffen zu haben."

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