„Nicht alltäglicher“ Einsatz für Brandschützer

Zeugen melden Heißluftballon in Not - Feuerwehr findet drei Personen auf Strommast

In Sundern war die Feuerwehr am Sonntag wegen eines vermeintlich in Not gerateten Heißluftballons im Einsatz. Gefunden wurden drei Personen auf einem Strommast.
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In Sundern war die Feuerwehr am Sonntag wegen eines vermeintlich in Not gerateten Heißluftballons im Einsatz. Gefunden wurden drei Personen auf einem Strommast.

Die Alarmierung ließ Böses ahnen: Weil Zeugen einen Heißluftballon in Not im Bereich einer Stromleitung in Sundern meldeten, rückte die Feuerwehr am Sonntag aus. Die Einsatzkräfte sahen keinen Ballon, aber drei Menschen auf einem Strommasten. Der Einsatz nahm ein überraschendes Ende.

Sundern - Die Feuerwehr beschreibt ihren Einsatz am Sonntagnachmittag auf ihrer Facebook-Seite als „nicht alltäglich“. Unter dem Einsatzstichwort „Absturz“ wurden die Brandschützer - ebenso wie der Rettungsdienst und die Polizei - kurz vor 16 Uhr in die Göckelerstraße in Sundern alarmiert.

„Gemeldet wurde ein in Not geratener Heißluftballon im Bereich einer Stromleitung von Sundern in Fahrtrichtung Westenfeld“, heißt es im Einsatzbericht der Feuerwehr. Die Befürchtungen, die bei den Einsatzkräften mit der Alarmierung wohl einhergegangen waren, bestätigten sich glücklicherweise nicht: Einen Heißluftballon entdeckte die Feuerwehr bei einer ersten Erkundung nicht in der Nähe der Stromtrasse.

Sundern: Kein Heißluftballon in Sicht - aber Menschen auf Strommast

Jedoch entdeckten die Einsatzkräfte vor Ort in Sundern drei Personen auf einem Strommasten. Dass die sich in luftiger Höhe aufhielten, hatte aber einen triftigen Grund: „Nachdem wir uns den Personen genähert hatten, stellte sich heraus, dass störungsbedingt Arbeiten im Bereich dieser Stromtrasse durchgeführt werden“, berichtet die Feuerwehr, die auch im weiteren Verlauf des Einsatzes keinen in Not geratenen Heißluftballon fand.

Daher war der Einsatz nach etwa einer Stunde beendet. Wie die Feuerwehr berichtet, waren am Sonntag insgesamt 40 Kräfte der Einheit Sundern, der „IUK“-Einheit (Information und Kommunikation) mit der Drohne, der Polizei sowie des Rettungsdienstes im Einsatz.

Im vergangenen Jahr hatte eine Frau der Feuerwehr in Brilon gemeldet, dass sie gesehen habe, wie ein Heißluftballon im Wald abgestürzt sei und es im Wald brennen würde. Auch dort war am Ende aber alles halb so wild.

Alles andere als halb so wild endete eine Ballonfahrt in Marsberg: Dort stürzte tatsächlich ein Heißluftballon ab, elf Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Bei Bottrop stürzte ein Heißluftballon in eine Stromleitung, sechs Menschen saßen in luftiger Höhe fest.

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